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BGZ setzt auf dezentrale Anlieferung an das Endlager Konrad

12. Dezember 2023/in Aktuelles, LOK, Pressemitteilung
BERLIN – Nach der Entscheidung des Bundesumweltministeriums, die Planungen der BGZ für ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad (LoK) zu stoppen, wird sich das Essener Unternehmen jetzt auf die  Alternativen für die Belieferung des Endlagers Konrad konzentrieren.

Entsprechende Planungen für eine dezentrale Anlieferung nach Konrad direkt von den bestehenden Zwischenlagern aus sind ohnehin parallel zum Projekt LoK aufgenommen worden. So sollte für eine Übergangszeit bis zur vollständigen Betriebsbereitschaft des LoK die Versorgung des Endlagers mit Abfallbehältern sichergestellt werden. Die mit dem LoK geplante Verkürzung des Einlagerungsbetriebs um rund zehn Jahre ist damit allerdings nicht mehr realisierbar.

Die BGZ hatte nach einer Untersuchung von potenziellen Flächen entschieden, das LoK auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollten Behälter mit fertig verpackten schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wollte die BGZ eine zügige Entsorgung der radioaktiven Abfälle sicherstellen. Die Entsorgungskommission des Bundes (ESK) hatte im Sommer 2023 sowohl die Standortauswahl der BGZ als auch die Notwendigkeit eines Logistikzentrums für die zügige Entsorgung der Abfälle bestätigt.

Der Erwerb des Grundstücks für das LoK auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen war zum Ende dieses Jahres geplant. Ein entsprechender Optionsvertrag zwischen der BGZ und der PreussenElektra läuft dann aus.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg 0 0 Hendrik Kranert-Rydzy https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Hendrik Kranert-Rydzy2023-12-12 13:30:372025-04-24 14:41:39BGZ setzt auf dezentrale Anlieferung an das Endlager Konrad
BGZ

BGZ sprach mit Bürger*innen über Forschungsprogramm zur Zwischenlagerung

4. Dezember 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite, vZL
HITZACKER – In einem ganztägigen Workshop haben Experten der BGZ mit einer fachlich interessierten Öffentlichkeit über einzelne Aspekte des BGZ-Forschungsprogramms diskutiert. Zudem stellten die Fachleute neue Projekte und den aktuellen Stand der Forschungsaktivitäten vor.

„Es freut uns, dass sich Bürger*innen mit unserem Forschungsprogramm auseinandersetzen und wir dazu einen fachlichen Diskurs führen. Das ist auch unser Wunsch“, sagte Dr. Jörn Becker, Leiter der BGZ-Forschungsabteilung, zum Auftakt der Veranstaltung am Samstag. Nachdem eingangs Grundsätze der schutzzielorientierten BGZ-Forschung sowie der Nachweisführung skizziert wurden, standen das Langzeitverhalten der Behälter sowie der Brennelemente im Mittelpunkt des Austauschs. Zudem wurde erörtert, warum das Öffnen eines Behälters nach aktuellem Stand aus Sicht der BGZ nicht erforderlich ist.

Darüber hinaus berichteten die BGZ-Forscher über die Weiterentwicklung einzelner Projekte sowie über neue Vorhaben. „Wir passen unser Forschungsprogramm an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik an und schreiben es laufend fort“, betonte Becker. Daher hat die BGZ ihr 2022 veröffentlichtes Forschungsprogramm nun aktualisiert, um weitere Untersuchungen ergänzt und dabei auch den neuen Zeithorizont bei der Endlagersuche berücksichtigt.

„Gerne sind wir dem Wunsch der fachlich interessierten Öffentlichkeit im Landkreis Lüchow-Dannenberg nachgekommen, detaillierte Fragen zu unserem Forschungsprogramm zu erörtern“, sagt Dr. Tristan Zielinski, Standortkommunikator der BGZ in Gorleben. „Es war ein konstruktiver Austausch, den wir gerne fortsetzen. Darüber hinaus wird die BGZ die Öffentlichkeit in den Genehmigungsverfahren für die verlängerte Zwischenlagerung über das gesetzliche Maß hinaus beteiligen.“

 

Hintergrund:

Die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet. Die Aufbewahrungsgenehmigung für das Zwischenlager Gorleben läuft 2034 aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig, da die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) frühestens in den 2040er-Jahren mit der Benennung eines Endlagerstandorts für hochradioaktive Abfälle rechnet. Dann wird es noch mehrere Dekaden dauern, bis das Endlager gebaut und alle Behälter an dieses abgegeben sind. Die BGZ wird rechtzeitig neue Zwischenlagergenehmigungen beantragen. Darauf bereitet sie sich seit ihrer Gründung im Jahr 2017 vor, unter anderem mit ihrem Forschungsprogramm. In dessen Rahmen arbeitet sie in konkreten Forschungsvorhaben mit nationalen und internationalen Partnern aus Wissenschaft, Industrie und von Universitäten zusammen. Das aktuelle Forschungsprogramm ist unter https://bgz.de/forschungsprogramm/ abrufbar.

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/12/2023-12-04-BGZ-sprach-mit-BuergerInnen-ueber-Forschungsprogramm-zur-Zwischenlagerung-scaled.jpg 1707 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-12-04 09:50:042025-04-24 14:44:04BGZ sprach mit Bürger*innen über Forschungsprogramm zur Zwischenlagerung

Zwischenlager Ahaus: Probelauf erfolgreich durchgeführt

24. November 2023/in Aktuelles, Startseite
AHAUS – Die BGZ hat im Zwischenlager Ahaus erfolgreich einen Probelauf für eine mögliche Einlagerung von CASTOR-Behältern mit Brennelementkugeln aus dem Zwischenlager in Jülich durchgeführt.

Expert*innen der BGZ absolvierten mit einem leeren CASTOR-Behälter Arbeitsschritte, die für eine Einlagerung erforderlich sind. Die BGZ hat dadurch gezeigt, dass sie die Behälter sicher annehmen und aufbewahren kann.

Unabhängige Sachverständige überwachten im Auftrag des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) als für das Zwischenlager Ahaus zuständige Aufsichtsbehörde den Probelauf und bestätigten dessen ordnungsgemäße Durchführung.

Der Probelauf ist ein üblicher Bestandteil atomrechtlicher Genehmigungs- und Aufsichtsverfahren und Voraussetzung dafür, dass eine Einlagerung beladener Behälter stattfinden kann. Für einen Transport der Jülicher Behälter nach Ahaus liegen noch nicht alle Voraussetzungen und Genehmigungen vor.

Hintergrund:

Die Atomaufsicht NRW hat im Jahr 2014 angeordnet, das Zwischenlager für die 152 Behälter mit Brennelementkugeln in Jülich zu räumen. Grund dafür waren unter anderem Nachweise zur Erdbebensicherheit, die nicht rechtzeitig erbracht werden konnten.

Die JEN Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) als Betreiberin des Zwischenlagers Jülich verfolgt zwei Optionen zur Räumung des Lagers: den Transport der Behälter nach Ahaus und den Neubau eines Lagers in Jülich. Es muss die Option umgesetzt werden, die am schnellsten realisierbar ist. Dies ist aktuell der Transport nach Ahaus. Die JEN will die derzeit noch parallele Verfolgung der Neubau-Option beenden, sobald die ersten Transporte nach Ahaus durchgeführt werden.

Rechtsvorgänger von JEN und BGZ haben bereits in den 2000er-Jahren Verträge über eine mögliche Verbringung der 152 AVR-Behälter in das Zwischenlager Ahaus geschlossen, die bis heute wirksam sind. Indem sich die BGZ auf eine Einlagerung in Ahaus vorbereitet, kommt sie demnach ihren vertraglichen Pflichten nach.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/11/20231123-DSCF5474-scaled.jpg 1707 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2023-11-24 11:30:312025-04-24 14:44:33Zwischenlager Ahaus: Probelauf erfolgreich durchgeführt

Fachworkshop Zwischenlagerung: BGZ präsentiert aktuellen Stand ihres Forschungsprogramms

23. November 2023/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite, vZL
BERLIN/ESSEN – Auf Einladung der BGZ haben Expert*innen aus Forschung und Industrie in Berlin über wissenschaftliche und technische Aspekte der verlängerten Zwischenlagerung diskutiert. Im Fokus der Veranstaltung am 21. und 22. November stand das aktualisierte BGZ-Forschungsprogramm.

„Mit dem Forschungsprogramm haben wir die Grundlage dafür erarbeitet, die Sicherheit der Zwischenlagerung über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren nachzuweisen“, erklärte Dr. Max Würtemberger, Leiter des für die Forschung verantwortlichen Bereichs bei der BGZ, in seinem Grußwort. „Dafür ist es erforderlich, einen breiten fachlichen Austausch zu führen, unser Forschungsprogramm an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik anzupassen sowie laufend fortzuschreiben.“

Daher hat die BGZ ihr 2022 veröffentlichtes Forschungsprogramm aktualisiert, um weitere Projekte ergänzt und dabei auch dem neuen Zeithorizont bei der Endlagersuche Rechnung getragen. Dr. Jörn Becker, Leiter der BGZ-Forschungsabteilung, und sein Team stellten den rund 130 Teilnehmer*innen den aktuellen Sachstand vor und veranschaulichten die zahlreichen Forschungsaktivitäten des bundeseigenen Unternehmens – von Langzeituntersuchungen zur Sicherheit der Behälterdichtungen bis zu Experimenten, die zusätzliche Erkenntnisse zum Langzeitverhalten der Brennelemente liefern sollen. Wesentliche Einflussfaktoren für die Aktualisierung des Forschungsprogramms waren die Schlussfolgerungen aus dem letzten Fachworkshop Zwischenlagerung, die wissenschaftliche Arbeit selbst und der Austausch mit nationalen und internationalen Partnern sowie mit der Öffentlichkeit.

Neben dem fachlichen Dialog erörtert die BGZ in zahlreichen regionalen und überregionalen Informationsveranstaltungen ihre Vorbereitungen auf die verlängerte Zwischenlagerung. Diesen Austausch mit der Öffentlichkeit wird sie ebenso ausbauen wie den Dialog mit der Wissenschaft.

„Mit fortschreitender Entwicklung unserer Forschungsprojekte erhalten wir Erkenntnisse, über die wir kontinuierlich informieren und mit der Fachwelt diskutieren möchten“, betonte Becker. „Daher werden wir den Austausch im Rahmen unseres Fachworkshops Zwischenlagerung, aber auch in anderen Formaten, fortsetzen.“

Hintergrund:

Die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigungen für die Zwischenlager der BGZ laufen ab 2034 sukzessive aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig, da die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) frühestens in den 2040er-Jahren mit der Benennung eines Endlagerstandorts für hochradioaktive Abfälle rechnet. Dann wird es noch mehrere Dekaden dauern, bis das Endlager gebaut und alle Behälter an dieses abgegeben sind. Die BGZ wird rechtzeitig neue Zwischenlagergenehmigungen beantragen. Darauf bereitet sie sich seit ihrer Gründung im Jahr 2017 vor, unter anderem mit ihrem Forschungsprogramm. In dessen Rahmen arbeitet sie in konkreten Forschungsvorhaben mit nationalen und internationalen Partnern aus Wissenschaft, Industrie und von Universitäten zusammen. Das aktualisierte Forschungsprogramm ist unter https://bgz.de/mediathek/#publikationen abrufbar.

Vortrag Dr. Jörn Becker, Leiter der BGZ-Forschungsabteilung
https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/11/2023-11-23-BGZ-praesentiert-aktuellen-Stand-des-Forschungsprgramms-3-scaled.jpg 1707 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-11-23 10:30:182025-11-18 09:57:11Fachworkshop Zwischenlagerung: BGZ präsentiert aktuellen Stand ihres Forschungsprogramms
BGZ

CEO Bettina Hesse beim Forum Endlagersuche: „BGZ wird Öffentlichkeitsbeteiligung weiter ausbauen“

17. November 2023/in Aktuelles, Startseite
HALLE – Bei der verlängerten Zwischenlagerung will die BGZ die Öffentlichkeit frühzeitig und über die gesetzlichen Vorgaben hinaus beteiligen. Das kündigte BGZ-Geschäftsführerin Bettina Hesse beim Forum Endlagersuche in Halle an.

„Die BGZ führt bereits bundesweit einen intensiven Austausch und steht im regelmäßigen Dialog mit der Öffentlichkeit. Vor dem Hintergrund einer deutlich verlängerten Zwischenlagerung werden wir unsere Ressourcen im Bereich der Öffentlichkeitsbeteiligung aber noch weiter ausbauen“, betonte die BGZ-Geschäftsführerin im Rahmen des Forums Endlagersuche.

Bei der zweitägigen Veranstaltung war die interessierte Öffentlichkeit eingeladen, über aktuelle Arbeitsfortschritte, Fragen und Perspektiven zur Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle zu diskutieren. Über 600 Teilnehmer*innen nutzten die hybride Tagung, um sich online oder vor Ort in der Leopoldina in Halle auszutauschen.

Eine der Forum-Arbeitsgruppen beschäftigte sich mit den Herausforderungen der Zwischenlagerung, die durch den längeren Zeitbedarf für die Endlagersuche entstehen. Die BGZ-Vorsitzende verdeutlichte hier in einem Impulsbeitrag, dass sich das bundeseigene Unternehmen bereits seit seiner Gründung 2017 auf eine Zwischenlagerung über die ursprünglich genehmigten 40 Jahre hinaus vorbereitet. Da in den 2030er-Jahren die ersten Lagergenehmigungen ablaufen, werden noch in diesem Jahrzehnt frühzeitig Neugenehmigungen beantragt.

„Zentraler Baustein unserer Vorbereitungen auf die verlängerte Zwischenlagerung ist unser Forschungsprogramm“, erläuterte Bettina Hesse. Die BGZ untersucht darin gezielt das Langzeitverhalten der Behälterkomponenten und Brennelemente und arbeitet dafür eng mit nationalen und internationalen Partnern zusammen. Das BGZ-Forschungsprogramm wird zudem laufend fortgeschrieben und wurde gerade aktualisiert.

In ihrem Impulsvortrag ging die Vorsitzende der BGZ-Geschäftsführung auch auf das technische Konzept der Zwischenlagerung ein. Sie machte dabei deutlich, dass Effekte ausgeschlossen werden könnten, bei denen die Sicherheit plötzlich und unerwartet gefährdet wird. Darüber hinaus werde das robust ausgelegte Konzept stetig unabhängig überprüft und bei Bedarf weiterentwickelt.

Die BGZ ist daher davon überzeugt, auch über die nächsten Dekaden die Sicherheit der Zwischenlagerung zu gewährleisten – nämlich so lange, bis alle Behälter an ein Endlager abgegeben sind. „Das müssen und werden wir in den Genehmigungsverfahren nachweisen und dabei die Öffentlichkeit beteiligen“, blickte Bettina Hesse in die Zukunft.

Die Notwendigkeit einer verlängerten Zwischenlagerung hat die BGZ von Beginn an im Sinne einer frühen Öffentlichkeitsbeteiligung in unterschiedlichen Formaten erörtert. Anregungen aus diesen Gesprächen nimmt die BGZ auf und bindet sie in ihre Arbeit ein. „Der konstruktive Dialog beim Forum Endlagersuche hat gezeigt, dass dies nur durch einen frühzeitigen und kontinuierlichen Austausch möglich ist. Deswegen wird die BGZ ihren regelmäßigen Kontakt mit allen Stakeholdern und der Bevölkerung weiter intensivieren“, so Bettina Hesse.

In weiteren Impulsen für die Diskussion um die verlängerte Zwischenlagerung schilderten die Standort-Bürgermeister*innen Karola Voß (Ahaus) und Josef Klaus (Isar) sowie Wolfgang Ehmke, Vertreter der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, ihre jeweilige Sicht. Während die Kommunen besonders auf Ausgleichszahlungen hinwiesen, wünschte sich BI-Vertreter Ehmke noch weitergehende Forschungsaktivitäten.

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/11/Podiumsdiskussion-BeHe.jpg 1512 2016 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-11-17 18:26:012025-04-24 14:45:20CEO Bettina Hesse beim Forum Endlagersuche: „BGZ wird Öffentlichkeitsbeteiligung weiter ausbauen“

Brokdorf: BGZ im Dialog vor Ort

3. November 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
BROKDORF – In einer Informationsveranstaltung für die Bürger*innen der Gemeinde Brokdorf hat die BGZ aktuelle Vorhaben am Standort vorgestellt. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) erläuterte zudem den Zeitplan bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle.

Marco Paschen informierte als Leiter des Zwischenlagers über die vorgesehenen Einlagerungen von abgebrannten Brennelementen aus dem Kernkraftwerk Brokdorf. Weitere Themen waren die für 2026 vorgesehene Rückführung hochradioaktiver Wiederaufarbeitungsabfälle nach Brokdorf sowie die aktuell laufenden Nachrüstungsmaßnahmen am Standort. „Ein weiteres wichtiges Projekt ist die gesetzlich vorgeschriebene Entkopplung des Zwischenlagers vom Kraftwerksbetrieb“, so Marco Paschen. „Schließlich wird das Zwischenlager auch nach dem Rückbau des Kernkraftwerkes noch in Betrieb sein. In diesem Zusammenhang planen wir derzeit die Errichtung eines eigenen Funktionsgebäudes auf unserem Gelände.“

Manuel Wilmanns, Abteilungsleiter für die Infostellen bei der BGE, stellte im Anschluss den Stand der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle vor. Er erläuterte, dass es nicht mehr möglich sein wird, bis zum Jahr 2031 einen Standort für das Endlager festzulegen. „Die BGE hat eine belastbare Zeitplanung bis zur nächsten Etappe der Endlagersuche vorgelegt. Für die weiteren Phasen sind noch sehr viele Variablen offen. Dabei ist uns sehr bewusst, dass die Zeitbedarfe für die Standortauswahl Auswirkungen beispielsweise auf die Dauer der Zwischenlagerung haben.“

Im Anschluss an die Vorträge tauschten sich die Vertreter*innen der BGZ und der BGE mit den Bürger*innen über ihre Fragen und Positionen zur Zwischenlagerung in Brokdorf und zur Endlagersuche in Deutschland aus.

Jörg Schmidt, Bürgermeister der Gemeinde Brokdorf, erklärte: „Wir fühlen uns durch die BGZ gut darüber informiert, wie sie sich auf die längere Zwischenlagerung vorbereitet. Der mit der BGZ gepflegte offene Austausch ist uns wichtig. Klar ist aber auch: Das Zwischenlager darf nicht zur Dauerlösung werden. Die Endlagersuche muss deshalb konsequent vorangetrieben werden, damit die Standortkommunen den Atomausstieg nicht alleine auf ihren Schultern tragen. Die Entsorgung radioaktiver Abfälle ist und bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/11/2023-11-03-PM-Brokdorf-BGZ-im-Dialog_Gruppe-scaled.jpg 1707 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2023-11-03 13:14:282025-04-24 14:46:34Brokdorf: BGZ im Dialog vor Ort

BGZ lädt zum 3. Fachworkshop Zwischenlagerung ein

30. Oktober 2023/in Aktuelles, Startseite
BERLIN – Was gibt es Neues aus den BGZ-Forschungsprojekten? Woran arbeiten nationale und internationale Partner der BGZ aus Wissenschaft, Industrie und von Universitäten? Antworten gibt es beim 3. Fachworkshop Zwischenlagerung, zu dem die BGZ für den 21. und 22. November 2023 ins Auditorium Friedrichstraße in Berlin einlädt.

Im Rahmen der Veranstaltung werden Expert*innen die wissenschaftlichen und technischen Aspekte diskutieren, die mit der notwendigen verlängerten Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle einhergehen. Im Fokus des Fachworkshops steht in diesem Jahr ein Update des BGZ-Forschungsprogramms, in dessen Rahmen Dr. Jörn Becker, Leiter der BGZ-Forschungsabteilung, und sein Team über den aktuellen Stand der laufenden Untersuchungen berichten, mit denen sich das bundeseigene Unternehmen auf die verlängerte Zwischenlagerung vorbereitet.

Der 3. Fachworkshop Zwischenlagerung findet 2023 an einem geschichtsträchtigen Ort statt: Das Auditorium Friedrichstraße war einst Kultursaal des Außenhandels der DDR und liegt heute inmitten des neuen wissenschaftlichen, politischen und kulturellen Zentrums Berlins.

Das Programm sowie weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung finden Sie unter https://bgz.de/veranstaltung/fachworkshop-zwischenlagerung-2023

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/04/Vorschau-Titel-Forschungsprogramm-450x600-1.jpg 600 450 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-10-30 16:10:212025-04-24 14:48:30BGZ lädt zum 3. Fachworkshop Zwischenlagerung ein

Save the date: BGZ bietet Forschungsworkshop am 02.12.2023 in Hitzacker an

27. Oktober 2023/in Aktuelles, Startseite
HITZACKER – Die BGZ wird am Samstag, 02.12.2023, einen Forschungsworkshop im Landkreis Lüchow-Dannenberg veranstalten, um mit einem fachlich interessierten Publikum tiefergehende Fragen zu einzelnen Forschungsprojekten innerhalb des BGZ-Forschungsprogramms zu erörtern.

Nachdem die BGZ das Forschungsprogramm im vergangenen Jahr veröffentlicht und in zahlreichen dialogorientierten Veranstaltungen an ihren Zwischenlagerstandorten und überregional vorgestellt hat, möchte die bundeseigene Gesellschaft nun einem fachlich interessierten Publikum anbieten, tiefergehende Fragen zu einzelnen Forschungsprojekten innerhalb des Forschungsprogramms zu erörtern.

Die BGZ setzt damit den regelmäßigen Austausch zur Fortschreibung ihres Forschungsprogramms fort, so wie es von vielen Bürger*innen im Landkreis gewünscht wird. Mit dem Forschungsworkshop möchte die bundeseigene Gesellschaft hierauf eingehen und ein zusätzliches Dialogangebot schaffen. Damit kommt sie dem Wunsch nach, tiefer auf einzelne Fachfragen ihres Programms einzugehen. Gleichzeitig gibt die BGZ einen Ausblick zum aktuellen Stand ihrer Forschungsprojekte. Um interessierten Bürger*innen die Teilnahme zu erleichtern, findet die Veranstaltung an einem Samstag statt:

am:      02.12.2023

im:       VERDO Kultur- und Tagungszentrum, Dr. Helmut-Meyer-Weg 1, 29456 Hitzacker

von:     10:00 – 16:30 Uhr.

Da der Schwerpunkt des BGZ-Forschungsprogramms auf der Untersuchung von Alterungseffekten der Behälter und ihres Inventars liegt, stehen folgende Themenfelder im Vordergrund:

  • Forschungsprojekte zu Brennelementen
  • Sogenannte „nichtinvasive Behälteruntersuchungen“: Wie gewinnen wir Erkenntnisse über das Behälterinventar, ohne die Behälter selbst zu öffnen?
  • Forschungsprojekte zu Metalldichtungen

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme. Interessierte Bürger*innen können sich unter info@bgz.de oder telefonisch unter 05882 10286 für die Veranstaltung anmelden und gerne im Vorfeld Fragen einreichen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Den genauen Programmablauf werden wir im November auf unserem Veranstaltungskalender unter https://bgz.de/veranstaltungen/ veröffentlichen.

Hintergrund:

Die Aufbewahrungsgenehmigungen für die Zwischenlager der BGZ sind auf 40 Jahre befristet. Ein Endlager steht erst dann zur Verfügung, nachdem die Genehmigungen ausgelaufen sind. Die BGZ hat daher seit ihrer Gründung 2017 regelmäßig darüber informiert, dass sie sich auf deutlich längere Zwischenlagerzeiten vorbereitet und für ihre Zwischenlager mit hochradioaktiven Abfällen rechtzeitig neue Genehmigungen beantragen wird.

Um die Sicherheit der Zwischenlagerung auch über den bisher betrachteten Zeitraum nachzuweisen, verfolgt die BGZ ein umfassendes Forschungsprogramm. Dabei arbeitet sie mit Partnern aus der Industrie, mit Forschungsinstituten und Universitäten zusammen und führt einen breiten fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene.

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/12/020_BGZ_Dialog-in-Schwebheim-scaled.jpg 1706 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-10-27 13:26:572025-06-05 13:17:31Save the date: BGZ bietet Forschungsworkshop am 02.12.2023 in Hitzacker an

Jülicher Brennelemente: Arbeitsschritte mit leerem CASTOR-Behälter werden erprobt

24. Oktober 2023/in Aktuelles, Startseite
JÜLICH/AHAUS – Die JEN Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) beabsichtigt, ab Anfang November einen Probetransport mit einem leeren CASTOR-Behälter von Jülich nach Ahaus durchzuführen. Die BGZ wird den leeren Behälter nutzen, um die Einlagerung im Zwischenlager Ahaus zu erproben.

Dieser Probelauf dient dazu, die offizielle „Kalthandhabung“ vorzubereiten. Diese soll ebenfalls im November stattfinden und wird durch das Wirtschaftsministerium NRW als zuständige Aufsichtsbehörde und deren Sachverständige begleitet. Dazu wird dann nochmals ein leerer Behälter nach Ahaus gefahren, der nach der Kalthandhabung wieder zurück nach Jülich gebracht wird.

Die Kalthandhabung ist eine Voraussetzung dafür, dass eine Einlagerung der 152 mit Brennelementen beladenen Behältern, die im Zwischenlager Jülich aufbewahrt werden, stattfinden kann. Dafür liegen jedoch noch nicht alle erforderlichen Genehmigungen vor.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der JEN und in der Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums NRW.

Hintergrund:

Die Atomaufsicht NRW hat im Jahr 2014 angeordnet, das Zwischenlager für die 152 Behälter mit Brennelementkugeln in Jülich zu räumen. Grund dafür waren unter anderem Nachweise zur Erdbebensicherheit, die nicht rechtzeitig erbracht werden konnten.

Die JEN als Betreiberin des Zwischenlagers Jülich verfolgt zwei Optionen zur Räumung des Lagers: den Transport der Behälter nach Ahaus und den Neubau eines Lagers in Jülich. Es muss die Option umgesetzt werden, die am schnellsten realisierbar ist. Dies ist aktuell der Transport nach Ahaus. Die JEN will die derzeit noch parallele Verfolgung der Neubau-Option beenden, sobald die ersten Transporte nach Ahaus durchgeführt werden.

Rechtsvorgänger von JEN und BGZ haben bereits in den 2000er-Jahren Verträge über eine mögliche Verbringung der 152 AVR-Behälter in das Zwischenlager Ahaus geschlossen, die bis heute wirksam sind. Indem sich die BGZ auf eine Einlagerung in Ahaus vorbereitet, kommt sie demnach ihren vertraglichen Pflichten nach.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2017/09/bgz_AVR-Brennelemente_400x400px.png 400 400 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2023-10-24 13:21:572025-04-24 14:49:31Jülicher Brennelemente: Arbeitsschritte mit leerem CASTOR-Behälter werden erprobt
BGZ

BGZ baut Forschungsgruppe an der TU München auf

19. Oktober 2023/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite
GARCHING/ESSEN – Die BGZ ist nun am Forschungs- und Hochschulcampus in Garching mit eigenem Personal und eigenen Räumen vertreten. Durch die Vernetzung mit der Technischen Universität München (TUM) baut das bundeseigene Unternehmen seine Forschungsaktivitäten aus, um die Voraussetzungen für eine verlängerte Zwischenlagerung zu schaffen.

Geplant ist der Aufbau einer Forschungsgruppe, die das Alterungsverhalten von Brennelementen untersucht. „Für uns ist es ein wichtiger Schritt, nun mit unserem Forschungsprogramm direkt im universitären Umfeld arbeiten zu können und unser wissenschaftliches Netzwerk auszubauen“, sagt Dr. Maik Stuke, Leiter der BGZ-Forschungsgruppe in Garching. „Ziel ist es, durch unsere Forschungsaktivitäten die Grundlagen für die Genehmigungsverfahren zu schaffen, die die BGZ für eine verlängerte Zwischenlagerung führen wird.“

Expert*innen der BGZ bearbeiten nun zusammen mit Promotionsstudent*innen der TUM in BGZ-Räumlichkeiten auf dem Campus wissenschaftliche Fragestellungen zum Langzeitverhalten von Brennelementen. Die BGZ hat dazu einen Kooperationsvertrag mit dem Lehrstuhl für Nukleartechnik der TUM unterzeichnet. Die Vernetzung mit weiteren wissenschaftlichen Institutionen der Universität will die BGZ zur Umsetzung ihrer Forschungsprojekte sukzessive ausbauen.

Durch ihre Aktivitäten am Hochschulcampus in Garching fördert das bundeseigene Unternehmen außerdem den Kompetenzerhalt in der nuklearen Entsorgung. Dr. Jörn Becker, Leiter der BGZ-Forschungsabteilung, betont: „Nur durch eine enge Zusammenarbeit mit Hochschulen kann es uns gelingen, dass auch künftig das wissenschaftliche Know-how in der Branche vorhanden ist.“

Hintergrund:

Die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigungen für die Zwischenlager der BGZ laufen ab dem Jahr 2034 sukzessive aus. Da die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) frühestens in den 2040er-Jahren mit der Benennung eines Endlagerstandorts für hochradioaktive Abfälle rechnet, reichen die bestehenden Genehmigungen nicht aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig. Auf die dafür neu zu führenden Genehmigungsverfahren bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung 2017 vor. Im Fokus steht dabei ihr Forschungsprogramm, in dessen Rahmen das bundeseigene Unternehmen in konkreten Forschungsvorhaben mit Partnern aus der Industrie, mit Forschungsinstituten und Universitäten zusammenarbeitet und einen breiten fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene führt. Das BGZ-Forschungsprogramm ist unter https://bgz.de/mediathek/#publikationen abrufbar.

Eine Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung hat die BGZ mit dem Lehrstuhl für Nukleartechnik an der TU München unterzeichnet: (v.l.) BGZ-Forschungsgruppenleiter Dr. Maik Stuke, der Leiter des Lehrstuhls für Nukleartechnik, Prof. Dr. Rafael Macián-Juan, und der Leiter der BGZ-Forschungsabteilung, Dr.
Jörn Becker.

 

Mit eigenen Räumlichkeiten ist die BGZ nun im Galileo-Komplex am Campus der TU München in Garching vertreten.

 

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/10/PM-BGZ-baut-Forschungsgruppe-in-Garching-auf-scaled.jpeg 1920 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-10-19 10:45:412025-11-18 09:57:24BGZ baut Forschungsgruppe an der TU München auf
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  • BGZ stellt Antrag für die verlängerte Zwischenlagerung in Gorleben 29. Juni 2026
  • Rückführung radioaktiver Abfälle aus dem Ausland abgeschlossen 25. Juni 2026
  • BGZ beantragt Aufbewahrungsgenehmigung für weitere 20 Jahre 22. Juni 2026
  • Austausch von Industrie und Wissenschaft in Garching 17. Juni 2026
  • Neue Geschäftsführerin bei der BGZ 29. Mai 2026

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