Spannende Einblicke ins Logistikzentrum

WÜRGASSEN – Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) beschäftigt sich in der aktuellen Ausgabe ihres Magazins „Einblicke“ exklusiv mit dem geplanten Logistikzentrum Konrad. Nachdem das Magazin bereits an rund 20.000 Haushalte in der Region verteilt wurde, steht es jetzt auch als Download bereit.

„Alles muss raus“ lautet der Titel der siebten Ausgabe des BGE-Magazins „Einblicke“. In dieser stellt die Schwestergesellschaft der BGZ umfassend das Projekt des Logistikzentrums Konrad in Würgassen vor. Wissenschaftsjournalist*innen beschreiben, warum das Bauvorhaben notwendig ist und welche Vorteile es für die Entsorgung schwach- und mittelradioaktiver Abfälle mit sich bringen wird.

Die Broschüre entstand in Kooperation mit der BGZ und kann auf der Website des Logistikzentrums heruntergeladen werden.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

Virtueller Rundflug über das Logistikzentrum

WÜRGASSEN – Die BGZ hat heute auf ihrer Website einen Film veröffentlicht, der erstmals einen umfassenden Rundumblick auf das geplante Bauvorhaben im Weserbergland ermöglicht. Zusätzlich kann mit einer App für Smartphones und Tablets das 3-D-Modell des Logistikzentrums auf Flächen projiziert und eigenständig erkundet werden.

„Der Film ist eine Reise in die Zukunft: Ins Jahr 2027, wenn das Logistikzentrum in Betrieb gehen soll“, sagte der Generalbevollmächtigte der BGZ für das Logistikzentrum, Christian Möbius. Mit einer anschaulichen 3-D-Darstellung wird die oft an die BGZ herangetragene Frage beantwortet, wie sich das Bauvorhaben tatsächlich in die Umgebung des Standortes und die Landschaft einfügt.

Abgebildet wird der derzeitige Planungsstand des standortspezifischen Konzepts, das auf der Website der BGZ veröffentlich ist. „Wir haben dabei bewusst darauf verzichtet, den Gebäudekomplex in irgendeiner Weise zu verschönern oder architektonisch in die Landschaft einzupassen. Das ist eine Aufgabe für die europaweit ausgeschriebenen Bauplaner, die auch Vorschläge für die Gestaltung des Logistikzentrums machen“, so Möbius.

Der Film wurde in den vergangenen Monaten vom Beverunger Unternehmen NUSEC produziert, welches parallel auch eine App entwickelt hat, die das Logistikzentrum auch auf Smartphones und Tablets sichtbar macht. Mit dem kostenlosen Programm ist es möglich, das Logistikzentrum auf jede beliebige Fläche zu projizieren und aus allen Blickwinkeln zu betrachten.

Die App „BGZ AR“ ist inzwischen sowohl für iOS-basierte Geräte im Applestore als auch für Android-Geräte im Google Playstore erhältlich.

Der Film ist ab sofort über die Website der BGZ sowie über den YouTube-Kanal der BGZ abrufbar.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

Virtueller Kameraflug über das geplante Logistikzentrum

Eine Reise in die Zukunft: Die BGZ hat einen Film erstellen lassen, mit dem ein Flug über das geplante Logistikzentrum in Würgassen möglich wird. Die realitätsnahe Darstellung anhand der aktuellen Planungen zeigt, wie sich der Gebäudekomplex in die Landschaft im Jahr 2027 einfügen kann. Auf eine verschönernde Darstellung etwa durch eine Dachbegrünung wurde dabei bewusst verzichtet.

Züge können problemlos fahren

WÜRGASSEN – Der Personennahverkehr auf der Sollingbahn wird von den Transporten zum und vom geplanten Logistikzentrum nicht – wie vielfach befürchtet – negativ beeinflusst werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der DB Netze und der Daher Nuclear Technologies im Auftrag der BGZ.

Das Essener Unternehmen will einen Großteil der Transporte zum und nahezu alle Transporte vom Logistikzentrum ins Endlager Konrad über die Bahn abwickeln. Dazu sind inklusive der Leerfahrten maximal zehn Zugfahrten pro Werktag nötig. Die Prüfung der geplanten Transportstrecken und der Fahrpläne durch die DB Netze und den Transportdienstleister Daher hat ergeben, dass alle Transporte ohne Einschränkungen des bestehenden Personennahverkehrs realisierbar sind.

„Das Ergebnis der Untersuchung bestätigt, dass für die Güterzüge von und zum Logistikzentrum vier verschiedene Transportstrecken zur Verfügung stehen, die unabhängig voneinander genutzt werden können. Somit stehen für unsere Transporte auch Ausweich- oder Umleitungsstrecken zur Verfügung“, sagte der Bereichsleiter für das Logistikzentrum, Dr. Heinz-Walter Drotleff. Gleichzeitig könne allen Fahrgästen die Sorge genommen werden, dass die Güterzüge Einfluss auf den bestehenden Fahrplan der Sollingbahn habe, so Drotleff weiter.

Die BGZ plant, den Gleisanschluss des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen an die Sollingbahn zu reaktivieren. Die dazu notwendige Weiche wird elektronisch an den Bahnhof Lauenförde-Beverungen angeschlossen und der Streckenabschnitt mit zusätzlichen Signalen gesichert.

Die Studie ist unter diesem Link abrufbar.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

Gleise zum künftigen Logistikzentrum werden untersucht

WÜRGASSEN – Die BGZ plant, den Bahnanschluss des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu reaktivieren, um darüber den größten Teil der Transporte mit radioaktiven Abfällen abzuwickeln. Für die Instandsetzungsarbeiten werden jetzt die Schienen der Sollingbahn und des Anschlussgleises vermessen. Dafür muss auch der Bewuchs zurückgeschnitten und aus dem Gleisbett entfernt werden.

Die Arbeiten beginnen am 5. Februar 2021 auf den Gleisen der Sollingbahn im Bereich des Abzweigs des ehemaligen Anschlussgleises zum Atomkraftwerk Würgassen. Diese werden von einem beauftragten Unternehmen vorgenommen. Die Vermessung findet im laufenden Betrieb der Sollingbahn unter Aufsicht von Sicherungspersonal der Deutschen Bahn statt.  Auswirkungen auf den Fahrplan der Sollingbahn sind nicht zu erwarten. Am 8. und 9. Februar sollen die Arbeiten auf dem Anschlussgleis in Richtung Kraftwerksgelände fortgesetzt werden. Dazu ist es notwendig, den entstandenen Bewuchs auf dem alten Bahndamm zurückzuschneiden und Büsche und Sträucher zwischen den Schwellen zu entfernen, damit das Gleismessgerät freie Fahrt hat.

Die BGZ will die Transporte mit radioaktiven Abfällen zum und vom Logistikzentrum vor allem über die Schiene abwickeln. Der vorhandene, aber sanierungsbedürftige Gleisanschluss des ehemaligen Atomkraftwerks an die Sollingbahn war daher ein wesentlicher Grund für die Auswahl des Standorts Würgassen.

Notwendig für eine Wiederinbetriebnahme des Anschlusses ist die Sanierung des alten Gleisanschlusses und der Einbau einer neuen Weiche. Für die komplette Sanierung des Anschlussgleises rechnet die BGZ mit Investitionen im unteren einstelligen Millionenbereich. Die gesamten Kosten für die Errichtung des Logistikzentrums betragen 454 Millionen Euro.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

Verkehrsaufkommen rund um geplantes Logistikzentrum wird untersucht

WÜRGASSEN/BEVERUNGEN – Im Auftrag der BGZ werden in den kommenden Wochen rund um Beverungen (Landkreis Höxter) Fahrzeuge gezählt und Zufahrtsstraßen unter die Lupe genommen.

Erstellt wird die Studie von einem Unternehmen aus der Region, der NUSEC GmbH aus Beverungen. Die NUSEC wird die relevanten Verkehrsströme rund um das geplante Logistikzentrum Konrad im Beverunger Ortsteil Würgassen analysieren. Den Schwerpunkt der Studie bildet dabei der Lkw-Verkehr.

„Wir freuen uns, dass wir für diese Studie ein renommiertes und erfahrenes Unternehmen aus der Region gewinnen konnten“, sagte der Bereichsleiter des Logistikzentrums Konrad, Dr. Heinz-Walter Drotleff.

In der Studie werden nicht nur Fahrzeuge in einem 25-Kilometer-Radius um Beverungen gezählt, sondern auch Streckendetails – wie etwa Engstellen – im regionalen Straßennetz begutachtet. Zudem spielen die Anbindungen an den überregionalen Straßenverkehr, wie etwa Autobahnen, bei der Untersuchung eine Rolle. Einbezogen werden dabei nicht nur das aktuelle Straßennetz, sondern auch geplante, künftige Verkehrswege.

Die Studie soll im Mai vorliegen.

Mit der Studie reagiert das Unternehmen auch auf immer wieder geäußerte Kritik, die Straßenanbindung des künftigen Logistikzentrums sei nicht ausreichend. Die BGZ plant mit maximal 20 Lkw-Transporten pro Werktag inklusive Leerfahrten zum und vom Logistikzentrum.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

Stellungnahme BGZ zum Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im niedersächsischen Landtag

In der Sitzung vom 18.01.2021 des niedersächsischen Landtags unterrichtete die BGZ den Ausschuss für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz über die aktuellen Planungen. Das Unternehmen reagierte dabei auch auf den Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN „Keine Nachvollziehbarkeit bei Standortauswahl für atomares Logistikzentrum. Verfahren muss neu gestartet werden: Kriterien offenlegen – Abwägungsprozesse transparent machen – Dialog von Anfang an!“.

Die vollständige schriftliche Stellungnahme der BGZ können Sie hier einsehen.

Sogenanntes Gutachten ist von mangelnder Qualität

ESSEN/WÜRGASSEN – Im Auftrag einer Bürgerinitiative wurde am
21. Dezember 2020 ein sogenanntes Gutachten zum geplanten Logistikzentrum in Würgassen veröffentlicht. Die BGZ hat es sich angesehen – und stellt erhebliche Mängel fest.

„Das sogenannte Gutachten ist eine überraschend oberflächliche Arbeit, die zahlreiche öffentlich zugängliche Informationen zum Logistikzentrum, zu rechtlichen Grundlagen und auch zum Endlager Konrad selber ignoriert oder fehlinterpretiert. Das wäre vermeidbar gewesen, wenn man mit uns vorab das Gespräch gesucht hätte, da hatten wir von einer Bürgerinitiative mehr Dialogbereitschaft erwartet“, sagte der Generalbevollmächtigte der BGZ, Christian Möbius. Schon die erste juristische Aussage, die BGZ sei mit „hoheitlichen Befugnissen beliehen“, ist falsch. Das Papier enthält insgesamt „zahlreiche sachliche Fehler und stellt Behauptungen auf, ohne diese zu belegen“, so Möbius weiter.

Die Verfasser hatten im Auftrag der Bürgerinitiative „Atomfreies Dreiländereck e.V.“ ein Papier vorgelegt, das den Prozess der Standortfestlegung für das Logistikzentrum für das Endlager Konrad (LoK) der BGZ beurteilen soll. Das Dokument wird von den Verfassern selbst als „juristische und planungsfachliche Beurteilung“ bezeichnet.

Im Kern gehen die Autoren in ihrem Papier u. a. von der Einschätzung aus, dass es sich bei der Standortauswahl der BGZ um ein hoheitliches Planungsverfahren mit entsprechenden Abwägungserfordernissen handele und leiten hieraus ihre Schlussfolgerungen und ihre Kritik am Verfahren der BGZ ab. Diese Annahme ist falsch. Für das LoK bedarf es insbesondere einer strahlenschutzrechtlichen Umgangsgenehmigung und einer Baugenehmigung, aber keines Planfeststellungsverfahrens.

Die BGZ weist darüber hinaus die in dem Papier behaupteten weiteren Vorwürfe, dass die Standortauswahl grob sachwidrig und willkürlich war, genauso entschieden zurück, wie die haltlose Behauptung, dass erforderliche Erwägungen der Strahlensicherheit missachtet und damit Risiken für die Anwohner*innen eingegangen würden.

Im Ergebnis beruht diese Beurteilung der Gutachter vor allem auf einseitig wertenden Aussagen, die sehr häufig auf fehlerhaften Annahmen beruhen; eine belastbare und vertiefte juristische Begutachtung enthält das Papier nicht.

Nachfolgend geht die BGZ auf einzelne fehlerhafte Annahmen und falsche Schlussfolgerungen der Verfasser ein:

1. Bereits der Titel des Gutachtens („Juristische und planungsfachliche Beurteilung der von der BGZ durchgeführten Standortplanung zum Ausbau der Pufferkapazitäten am Endlager Konrad“) zeigt, dass die Verfasser die Sachzusammenhänge nicht richtig erfasst haben: Suggeriert wird, es handele sich um Planungen am Endlager Konrad selber und den Ausbau der dortigen Pufferhalle. Das ist falsch. Die BGZ ist nicht für das Endlager Konrad zuständig, sondern für das LoK. Dieses ist eine vom Endlager Konrad unabhängige Einrichtung der BGZ, die gemäß Entsorgungsübergangsgesetz die Ablieferungspflicht an das Endlager Konrad hat.

2. Die Behauptung, die BGZ habe am 28. August 2019 der Öffentlichkeit die Entscheidung für den Standort Würgassen bekannt gegeben (S. 1, Kapitel 1.1), ist falsch. Die öffentliche Bekanntgabe des Standorts erfolgte am 6. März 2020 im Rahmen einer Pressekonferenz in Beverungen.

3. Die Behauptung, Abfallgebinde müssten im LoK konditioniert (S. 2, Kapitel 2.1a, ff) werden, ist falsch. Im LoK werden keine Abfälle konditioniert. Die BGZ nimmt von den Energieversorgungsunternehmen nur Abfälle entgegen, die fertig konditioniert und geprüft sind und den Einlagerungsbedingungen des Endlagers Konrad entsprechen.

4. Die Behauptung, Chargen würden in Abfallgebinden zusammengefasst (S. 2, Kapitel 2.1a), ist falsch. Vielmehr werden Abfallgebinde zu Chargen zusammengestellt, die den Anforderungen des Endlagers Konrad entsprechen. Die Verfasser haben diesen Prozess offenbar nicht erfasst.

5. Die Behauptung, die funktionale Bereitstellung der Abfallgebinde habe dort zu erfolgen, wo sie ins Endlager gebracht werden (S. 3, Kapitel 2.1c), ist falsch. Die Bereitstellung von Abfallgebinden ist Aufgabe der BGZ und örtlich nicht an den Standort des Endlagers gebunden. Das LoK soll gebaut werden, um eine zügige und kontinuierliche Anlieferung an das Endlager Konrad sicherzustellen und einen Mehrschichtbetrieb im Endlager zu ermöglichen. Dazu werden im LoK die endlagerfähigen Behälter so passgenau zu Chargen zusammengestellt, dass sie just-in-time im Endlager angeliefert und dort sofort unter Tage gebracht werden können.

6. Die Behauptung, dass auf dem Gelände des Endlagers Konrad auch das LoK Platz habe (S. 3, Kapitel 2.2c, ff), ist falsch. Sowohl die BGE als auch die BGZ haben mehrfach öffentlich dargelegt, dass nicht ausreichend Platz für das LoK auf dem Endlager-Gelände vorhanden ist. Gleiches gilt für die Verfügbarkeit von Flächen in der Nachbarschaft, die sich in privatem Besitz oder kommunalem Eigentum befinden.

7. Die Behauptung, die Flächenauswahl sei nicht rechtskonform (S. 4, Kapitel 2.2c, ff), ist falsch. Es gibt keine rechtliche Grundlage, die der BGZ vorschreibt, welche Fläche sie zu untersuchen hat.

8. Die Behauptung, der Planfeststellungsbeschluss Konrad könne nach Atomgesetz geändert werden (S. 4, Kapitel 2.2e, ff), ist für sich genommen richtig. Jeder Planfeststellungsbeschluss kann geändert werden. Aber die Anlieferung der Abfallbehälter und ihre Zusammenstellung ist nicht Teil der Endlagerung und unterliegt daher nicht dem Planfeststellungsbeschluss und dem Atomgesetz. Wesentliche Genehmigungsgrundlage für das LoK ist das Strahlenschutzgesetz und nicht das Atomgesetz.

9. Die Behauptung, anliegende Grundstücke könnten auf Rechtsgrundlage des Atomgesetzes enteignet werden (S. 5, Kapitel 2.3d), spielt für das LoK keine Rolle. Denn das LoK fällt nicht unter das Atomgesetz, daher ist eine Enteignung auf dieser Rechtsgrundlage nicht möglich. Darüber hinaus sind für Enteignungsverfahren völlig zu Recht enge gesetzliche und verfassungsrechtliche Regeln gesetzt. Die BGZ hat daher entschieden, nur Flächen des Bundes und solche an Kernkraftwerken in die Flächensuche einzubeziehen.

10. Die Behauptung, es sei für das Bundesumweltministerium ein Leichtes, eine Klarstellung [für die Enteignung] in § 9 d Abs. 1 Atomgesetz einzufügen (S. 5, Kapitel 2.3d), ist falsch. Unabhängig davon, dass das LoK nicht unter das Atomgesetz fällt (s. Punkt 8), ist für Gesetzesänderungen nicht das Bundesumweltministerium zuständig, sondern der Gesetzgeber, der Deutsche Bundestag.

11. Die Behauptung, die ESK habe in ihrem Stresstest von 2013 einen Mindestabstand von 350 Meter zur umliegenden Wohnbebauung definiert (S. 9, Kapitel 3.2.1, ff), ist falsch. Die ESK fordert bei Unterschreitung dieses Mindestabstandes eine gesonderte Betrachtung. Das hat die BGZ für die beiden betroffenen Wohngebäude von Anfang an zugesichert. Unabhängig davon wird die BGZ sicherstellen, dass die Strahlung aus dem LoK bereits am Anlagenzaun im Schwankungsbereich der natürlichen Hintergrundstrahlung liegt.

12. Die Behauptung, Lkw würden vom LoK zum Endlager Konrad 150 bis 200 Kilometer zurücklegen (S. 11, Kapitel 3.3.1), ist falsch. Die Straßenentfernung beträgt 130 Kilometer. Damit ist auch die von den Gutachtern angestellte Berechnung der Gesamtkilometerzahl falsch. Unabhängig davon erfolgen die Transporte vom LoK zum Endlager vornehmlich per Bahn.

13. Die Behauptung, das LoK müsse an schwerlastfähigen Straßen und Schienen liegen (S. 12, Kapitel 3.3.1), ist richtig – und wird in Würgassen erfüllt.

14. Die Behauptung, die Einschränkungen bei der Grundstücksuche seien nicht statthaft (S. 15, Kapitel 3.4.2), ist eine subjektive Wertung; eine juristische Grundlage wird nicht benannt. Im Gegensatz zur Standortsuche für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle gibt es keine rechtlichen Vorgaben für eine Standortsuche für ein Logistikzentrum für schwach- und mittelradioaktive Abfälle.

15. Die Behauptung, die Entleerung der dezentralen Zwischenlager sei keine Aufgabe des Bundes (S. 15, Kapitel 3.4.2), ist falsch. Mit dem Entsorgungsübergangsgesetz ist die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle der Energieversorgungsunternehmen in die Verantwortung des Bundes übergegangen. Dieser hat mit der Aufgabe die BGZ betraut.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

Drotleff: Wir verpacken keinen Atommüll

Hannover – Die BGZ hat heute den Umweltausschuss des niedersächsischen Landtags zum Vorhaben Logistikzentrum Konrad unterrichtet und ihre Planungen erläutert. Das Unternehmen nutzte die Gelegenheit, falsche Behauptungen richtigzustellen.

Am vergangenen Wochenende hatte der Landtagsabgeordnete Christian Meyer (B90/Grüne) in einer Pressemitteilung unterstellt, die BGZ würde im geplanten Logistikzentrum in Würgassen schwach- und mittelradioaktiven Atommüll „endlagerfähig“ machen. Dieses der BGZ zugeschriebene Zitat ist sachlich falsch und findet sich auch an keiner Stelle der Stellungnahme, die das Unternehmen dem niedersächsischen Landtag im Vorfeld der Sitzung des Umweltausschusses zugeleitet hatte.

„Wir werden in Würgassen keinen Atommüll konditionieren, daher kann dieser dort auch nicht endlagerfähig gemacht werden“, stellte BGZ-Bereichsleiter Dr. Heinz-Walter Drotleff klar. Drotleff machte zum wiederholten Male deutlich, dass die BGZ ausschließlich schwach- und mittelradioaktiven Abfall annehme, der bereits in endlagerfähigen Behältern verpackt sei: „Diese Prämisse liegt unseren Planungen von Anfang an zu Grunde. Und wer Willens ist, hätte dies seit langem hören oder lesen können.“ Im Logistikzentrum werden die endlagerfähigen Behälter dann so zusammengestellt, dass sie in Chargen just in time zum Endlager Konrad angeliefert und sofort unter Tage gebracht werden können.

Die Behauptung Meyers, die Auswahl des Standortes Würgassen sei über Manipulationen von Kriterien „hingetrickst“ worden, wies der Generalbevollmächtigte für das Logistikzentrum, Christian Möbius, auf das Schärfste zurück.

Drotleff und Möbius erläuterten zudem, dass das zu erwartende Transportvolumen zum Logistikzentrum und von dort zum Endlager Konrad von den vorhandenen Straßen- und Schienenanbindungen problemlos aufzunehmen ist. Der zu erwartende Lkw-Verkehr mit maximal 20 Transporten pro Werktag erhöht den vorhandenen Lkw-Verkehr in der Region um maximal fünf Prozent. Eine Einbindung der maximal zehn Zugfahrten pro Tag ist nach Aussagen der Deutschen Bahn ebenfalls ohne nachteilige Auswirkungen auf den Personenverkehr möglich.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.

Tier- und Pflanzenwelt wird unter die Lupe genommen

WÜRGASSEN – Auf der geplanten Fläche des Logistikzentrums Konrad im Beverunger Ortsteil Würgassen (NRW) startet in den kommenden Wochen die Kartierung von Fauna und Flora. Diese ist ein wichtiger Bestandteil zur Realisierung des Projekts.

Die BGZ hat nach einer europaweiten Ausschreibung den Auftrag für die Erstellung von Umweltunterlagen an das Bochumer Unternehmen „Froelich und Sporbeck“ vergeben. Die Firma ist seit 40 Jahren in der Umweltplanung und Beratung aktiv und beschäftigt ca. 60 Mitarbeiter*innen.

In den nächsten Wochen werden die Fachleute des Unternehmens damit beginnen, auf der für das Logistikzentrum vorgesehenen Fläche und in der nahen Umgebung die vorhandenen Tier- und Pflanzenarten zu erfassen. Dazu werden zunächst relevante Naturschutzbehörden und -verbände angeschrieben und um Unterstützung gebeten. Anschließend findet die Kartierung der Tier- und Pflanzenwelt in einem fachlich notwendigen Untersuchungsraum statt.

Diese Kartierung ist eine wichtige Grundlage für spätere Genehmigungsverfahren. Gerade für den Arten- und den Gebietsschutz wie Flora-Fauna-Habitate (FFH) oder EU-Vogelschutzgebiete sind aktuelle Daten unverzichtbar. Die Arbeiten dauern die gesamte Vegetationsperiode an und sollen voraussichtlich im Oktober abgeschlossen werden. In dieser Zeit werden regelmäßig alle Flächen des künftigen Baugeländes begangen und vorhandene Tiere und Pflanzen bestimmt und gezählt.

Die Untersuchungsergebnisse fließen in die künftigen Genehmigungsverfahren für das Logistikzentrum ein. Dazu zählen insbesondere die Umgangsgenehmigung nach Strahlenschutzgesetz und die Baugenehmigung. „Froelich und Sporbeck“ wird die BGZ auch bei diesen Genehmigungsverfahren unterstützen. Die Anträge für diese Genehmigungsverfahren wird die BGZ jedoch wie geplant erst frühestens in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 stellen.

Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden. Damit wird eine zügige Einlagerung in das Endlager sichergestellt.