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© Christopher Mick/BGZ

Ahaus: Logistikunternehmen führt LKW-Testfahrten durch

26. Juni 2023/in Aktuelles, Startseite
AHAUS – Für einen möglichen Transport der Brennelemente aus dem Zwischenlager Jülich in das Zwischenlager Ahaus führt ein Logistikunternehmen im Auftrag der JEN Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) in dieser Woche Testfahrten mit einem LKW zum und auf dem Gelände des Zwischenlagers Ahaus durch.

Die Fahrten dienen dazu, die Befahrbarkeit möglicher Transportwege sowie die Rangiermöglichkeiten auf dem Zwischenlager-Gelände in Ahaus zu testen. Es wird kein radioaktives Material transportiert.

Wann genau Transporte der Brennelemente aus dem Zwischenlager Jülich nach Ahaus erfolgen könnten, ist noch nicht absehbar. Die erforderliche Transportgenehmigung ist noch nicht erteilt, das Verfahren nach Angaben der JEN jedoch sehr weit fortgeschritten.

Hintergrund:

Die JEN ist Betreiberin des Zwischenlagers in Jülich, das aufgrund einer Anordnung der NRW-Atomaufsicht aus dem Jahr 2014 geräumt werden soll. Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass die Nachweise zur Erdbebensicherheit des Lagers, die nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik erbracht werden mussten, nicht rechtzeitig vorgelegt werden konnten.

Die JEN verfolgt dazu zwei Optionen: den Transport zum und die Aufbewahrung der AVR-Brennelemente im Zwischenlager Ahaus (Ahaus-Option) sowie den Neubau eines Zwischenlagers am Standort Jülich (Neubau-Option). Da die Ahaus-Option am weitesten fortgeschritten ist, will die JEN die parallele Verfolgung der Neubau-Option beenden, sobald die ersten Transporte nach Ahaus durchgeführt werden.

Die BGZ entscheidet nicht über den weiteren Verbleib der Jülicher Brennelemente. Diese Entscheidung trifft die JEN in enger Abstimmung mit dem NRW-Wirtschaftsministerium als Atomaufsicht.

Die BGZ ist vertraglich verpflichtet, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, die Behälter mit den Jülicher Brennelementen annehmen zu können und sich auf eine mögliche Einlagerung vorzubereiten. Sollte es zu einer Entscheidung für die Ahaus-Option kommen, ist es Aufgabe der BGZ, die sichere Zwischenlagerung zu gewährleisten. Dies ist die Kernkompetenz der BGZ.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/01/BGZ_Ahaus_3853_5135_neu-scaled.jpg 1525 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2023-06-26 12:00:102025-04-24 15:50:54Ahaus: Logistikunternehmen führt LKW-Testfahrten durch
ASKETA-Tagung der Standort-Bürgermeister*innen 2023 in Philippsburg

Bürgermeister*innen der deutschen Zwischenlagerstandorte tagen in Philippsburg

22. Juni 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
PHILIPPSBURG – Die Bürgermeister*innen der deutschen Kommunen, in denen Zwischenlager betrieben werden, haben sich zu ihrer diesjährigen Tagung in Philippsburg getroffen. Dort informierten sie sich auch über aktuelle Projekte der BGZ.

Ein wichtiges Thema war der neue Zeithorizont bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle und die daraus resultierenden längeren Zwischenlagerzeiten. In ihrem Grußwort an die Vertreter*innen der Kommunen, die in der Arbeitsgemeinschaft von Standortgemeinden mit kerntechnischen Anlagen (ASKETA) organisiert sind, hob Bettina Hesse als neue Vorsitzende der BGZ-Geschäftsführung dazu hervor: „Die verlängerte Zwischenlagerung betrifft in erster Linie die Standortgemeinden, da die hochradioaktiven Abfälle hier deutlich länger vor Ort bleiben werden, als ursprünglich vorgesehen. Ich freue mich deshalb über die Möglichkeit, mich mit den Bürgermeister*innen zu diesem und zu anderen Themen persönlich austauschen zu können.“

Dr. Michael Hoffmann, Bereichsleiter Betrieb bei der BGZ, erläuterte, dass sich die BGZ seit ihrer Gründung im Jahr 2017 auf eine Zwischenlagerung deutlich über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren vorbereite. Im Zuge der neu zu führenden Genehmigungsverfahren müssten viele technische Fragen beantwortet werden. Dazu verfolge die BGZ ein umfassendes Forschungsprogramm, in dessen Rahmen sie mit nationalen und internationalen Partnern Alterungseffekte der Behälter und des Inventars betrachte. Zudem sorge ein umfangreiches Überwachungssystem für die Sicherheit in den Zwischenlagern. „Daher sind wir davon überzeugt, die sichere Aufbewahrung der hochradioaktiven Abfälle so lange gewährleisten zu können, bis alle Behälter an das Endlager abgegeben sind“, so Hoffmann.

Unternehmenssprecher Burghard Rosen ergänzte: „Wir erörtern unsere Vorbereitungen auf die verlängerte Zwischenlagerung in etlichen dialogorientierten Veranstaltungen an unseren Standorten sowie überregional. Wir werden, daran anknüpfend, die Öffentlichkeit im Rahmen der zu führenden Genehmigungsverfahren über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus umfassend beteiligen.“ Er gab zudem einen Überblick über den aktuellen Stand bei der Rückführung hochradioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitung nach Deutschland und stellte die diesbezüglichen Kommunikationsaktivitäten vor.  Auch diese werde die BGZ an allen Rückführungsstandorten fortsetzen, betonte Rosen.

Ina Stelljes vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) informierte über die Öffentlichkeitsbeteiligung und die staatliche Verantwortung bei der Endlagersuche. Vorhaben von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung seien ohne Beteiligung nicht zu denken, Beteiligung sei ein Schlüsselelement, so Stelljes.

Abschließend berichtete Dagmar Dehmer von der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) über die neuen Zeitbedarfe bei der Standortauswahl für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle sowie über den aktuellen Stand beim Bau des Endlagers Schacht Konrad für schwach- und mittelradioaktive Abfälle.

„Wir Standortkommunen und die BGZ pflegen einen regelmäßigen und konstruktiven Austausch“, sagte Stefan Martus, Bürgermeister von Philippsburg und Gastgeber der Tagung. Der ASKETA-Vorsitzende Josef Klaus, Bürgermeister von Niederaichbach, ergänzte: „Wir werden die Zwischenlagerung weiterhin kritisch begleiten, insbesondere die anstehenden Genehmigungsprozesse für die verlängerte Zwischenlagerung. In diesem Prozess muss die Lage der Standortkommunen berücksichtigt werden, denn wir vor Ort leben direkt an den Zwischenlagern.“

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/06/ASKETA-Tagung-2023-in-Philippsburg-scaled.jpg 1553 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-06-22 15:53:262025-04-24 15:51:17Bürgermeister*innen der deutschen Zwischenlagerstandorte tagen in Philippsburg
Abfall-Zwischenlager Neckarwestheim (AZN)BGZ/C. Mick

Abfall-Zwischenlager Neckarwestheim: Kurzzeitiger Ausfall eines Warnsystems

20. Juni 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
NECKARWESTHEIM – Im Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle stand das akustische Warnsystem kurzzeitig nicht zur Verfügung. Durch den Austausch einer Komponente konnte die Funktion der Anlage zeitnah wiederhergestellt werden.

Die Störung wurde während einer betrieblichen Sprachdurchsage erkannt und daraufhin eine Detailanalyse durchgeführt. Nach Austausch eines defekten Geräts stand das System wieder voll zur Verfügung. Die BGZ hat die zuständige Aufsichtsbehörde informiert. Es handelt sich um ein Ereignis der Stufe 0 auf der achtstufigen INES-Meldeskala („keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung“).

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2020/12/2020-12-07-PM-Neckarwestheim-BGZ-uebernimmt-Zwischenlager-fuer-schwach-und-mittelradioaktive-Abfaelle-scaled.jpg 1579 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-06-20 10:24:122025-04-24 15:51:48Abfall-Zwischenlager Neckarwestheim: Kurzzeitiger Ausfall eines Warnsystems

Brokdorf: Landrat Claudius Teske besucht Zwischenlager

15. Juni 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
BROKDORF – Die BGZ hat den Landrat des Kreises Steinburg, Claudius Teske, über aktuelle Vorhaben am Standort informiert. Im Mittelpunkt stand dabei die Nachrüstung des Brennelemente-Zwischenlagers, die im Wesentlichen den Bau einer zusätzlichen Schutzwand umfasst.

Nach der Erteilung der atomrechtlichen Genehmigung durch das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) im Juli 2022 und der Baugenehmigung durch den Kreis Steinburg im März 2023 haben die Bauarbeiten begonnen. Der Schwerpunkt dabei liegt derzeit auf der Errichtung eines neuen Wachgebäudes für den Objektsicherungsdienst. Darüber hinaus wird aktuell ein mobiler Durchfahrschutz eingerichtet. Baubeginn für die Schutzwand am Zwischenlager ist voraussichtlich im Jahr 2024. Auch die Planungen für eine neue Zaunanlage schreiten zügig voran. „Bis zur Fertigstellung der neuen Einrichtungen gewährleisten wir die Sicherheit der Zwischenlagerung durch temporäre Maßnahmen, wie beispielsweise eine Aufstockung des Sicherungspersonals“, so Marco Paschen, der Leiter des Zwischenlagers.

Ein weiteres Thema des Austausches war die geplante Rückführung hochradioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitung nach Brokdorf. Vorgesehen ist die Rücknahme von sieben CASTOR-Behältern aus Sellafield (Großbritannien), in denen sich Abfälle aus deutschen Kernkraftwerken befinden. Die BGZ erwartet die Erteilung der atomrechtlichen Aufbewahrungsgenehmigung frühestens Ende des Jahres 2023. „In diesem Zusammenhang werden wir im Frühjahr 2024 im Zwischenlager Brokdorf mit einem leeren Behälter einen Probelauf der Einlagerung durchführen. Mit der eigentlichen Rückführung, für die das Energieversorgungsunternehmen verantwortlich ist, rechnen wir nicht vor 2026“, so BGZ-Hauptabteilungsleiter Sandro Ringel.

Im Anschluss an den Termin dankte Landrat Claudius Teske den Vertretern der BGZ: „Es ist gut, dass ich mir hier vor Ort einen persönlichen Eindruck von Ihrer verantwortungsvollen Arbeit machen konnte. Gerade vor dem Hintergrund der zu erwartenden langen Zeiträume bis zur Abgabe der hochradioaktiven Abfälle an ein Endlager begrüße ich es ausdrücklich, dass die BGZ umfangreiche Investitionen in die Sicherheit des Standortes tätigt sowie proaktiv und offen kommuniziert.“

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/06/2023-06-15-Landrat-Claudius-Teske-Bildmitte-mit-Vertretern-des-Kreises-Steinburg-und-der-BGZ.jpg 1987 2392 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2023-06-15 08:32:092025-04-24 15:52:08Brokdorf: Landrat Claudius Teske besucht Zwischenlager

Ahaus: Grüne aus NRW besichtigen Zwischenlager

4. Juni 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
AHAUS – Der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, MdB Dr. Jan-Niclas Gesenhues, hat mit Vertreter*innen der Grünen aus NRW das Zwischenlager Ahaus besucht. Die BGZ informierte sie dort über die Planungen zur verlängerten Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle und mögliche weitere Einlagerungen am Standort.

„Wir werden die sichere Zwischenlagerung auch über die kommenden Dekaden gewährleisten“, betonte Dr. Michael Hoffmann, Bereichsleiter für den Betrieb der BGZ-Zwischenlager, mit Blick auf den größeren Zeitbedarf bei der Endlagersuche. Diese Sicherheit fuße auf einem robusten Konzept mit einer umfassenden Überwachung und positiven Erfahrungen aus mehr als drei Jahrzehnten störungsfreiem Betrieb der Zwischenlager. „Mit unserem Forschungsprogramm sind wir gut aufgestellt, um die erforderlichen Nachweise zur Langzeitsicherheit in den neuen Genehmigungsverfahren für die Zwischenlager vorzulegen“, so Dr. Hoffmann.

Dr. David Knollmann, Referent für Standortkommunikation, gab zusammen mit dem Leiter des Zwischenlagers, Uwe Wolf, einen Überblick über relevante Projekte am Standort. Dazu zählen etwa die geplante Einlagerung von Brennelementen aus dem Forschungsreaktor in Garching (FRM II) sowie die mögliche Aufbewahrung von Brennelementen aus dem AVR-Versuchsreaktor in Jülich. „Wir stehen in einem guten und regelmäßigen Austausch hier vor Ort in Ahaus. Dieser Dialog ist für uns als lernendes Unternehmen sehr wichtig – wir werden ihn deshalb auch künftig weiterführen und intensivieren“, so Dr. Knollmann.

Nach der Besichtigung des Zwischenlagers erklärte MdB Dr. Jan-Niclas Gesenhues: „Mit der Nutzung der Atomenergie in Deutschland ist seit April dieses Jahres Schluss. Als Hinterlassenschaften des Atomstrom-Zeitalters aber bleiben die radioaktiven Abfälle. Weil die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle länger dauert als ursprünglich geplant, kommt der Zwischenlagerung eine besondere Bedeutung zu.“

Dr. Gesenhues führte weiter aus: „Daher war es mir ein Anliegen, mit den Mitarbeiter*innen in Ahaus in einen konstruktiven Austausch zu gehen und einen direkten Einblick in die Praxis der Zwischenlagerung zu bekommen. Die BGZ hat die verantwortungsvolle Aufgabe, eine sichere Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle zu gewährleisten. Als Grüne Bundestagsfraktion setzen wir uns für bestmögliche Sicherheitsstandards ein. Dazu gehört für uns auch, unnötige Atomtransporte zu verhindern.“

Hintergrund:

Die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigung für das Zwischenlager in Ahaus läuft im Jahr 2036 aus. Da es Jahrzehnte dauert, bis alle hochradioaktiven Abfälle an ein Endlager abgegeben sind, wäre auch nach der ursprünglichen Planung, einen Endlagerstandort bis 2031 zu benennen, eine verlängerte Zwischenlagerung erforderlich gewesen. Auf diese bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung 2017 vor.

Dafür hat sie ein umfassendes Forschungsprogramm (https://bgz.de/forschungsprogramm) initiiert, in dessen Rahmen sie mit nationalen und internationalen Partnern aus Industrie, Wissenschaft und von Universitäten zusammenarbeitet. Die BGZ wird rechtzeitig neue Aufbewahrungsgenehmigungen für ihre Standorte beantragen und muss in diesen neu zu führenden Genehmigungsverfahren nach dem jeweils aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik nachweisen, dass die Sicherheit der Zwischenlagerung über 40 Jahre hinaus gewährleistet ist.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/06/DSCF4753-2-scaled.jpg 1707 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2023-06-04 12:35:232025-04-24 15:56:30Ahaus: Grüne aus NRW besichtigen Zwischenlager
©BASE/Silke Weinsheimert

Neue Vorsitzende der BGZ-Geschäftsführung

1. Juni 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
ESSEN – Bettina Hesse hat zum 1. Juni 2023 den Vorsitz der Geschäftsführung der BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH übernommen. Damit ist die Spitze des bundeseigenen Unternehmens wieder komplett.

Die 49-jährige Juristin leitet die BGZ nun gemeinsam mit dem technischen Geschäftsführer Wilhelm Graf und dem kaufmännischen Geschäftsführer Lars Köbler. „Mehr als 600 Mitarbeitende kümmern sich bei der BGZ um die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle. Das ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Ich freue mich darauf, meine neuen Kolleg*innen dabei zu unterstützen“, sagte Bettina Hesse als neue Vorsitzende der Geschäftsführung zu ihrem Dienstantritt.

Mit der nuklearen Entsorgung ist sie bestens vertraut. Zuletzt war sie Leiterin der Abteilung Zentrale Dienste im Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE). Das BASE ist die Genehmigungs-, Aufsichts- und Regulierungsbehörde des Bundes für die Zwischen- und Endlagerung sowie für die Behandlung und den Transport radioaktiver Abfälle. Bettina Hesse war dort zuständig für die Referate Organisationsentwicklung, Personal, Justiziariat, Finanzen, Innerer Dienst, IT sowie Vergabe. Im BASE nutzte sie unter anderem ihr Wissen als Wirtschaftsmediatorin und systemischer Coach für den Aufbau einer modernen und vielfältigen Behörde. Wichtig war und sei ihr besonders der interdisziplinäre Austausch über alle Hierarchieebenen hinweg, den sie auch in der BGZ pflegen und fördern wolle, betonte Hesse.

Zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn war Bettina Hesse in einer internationalen Rechtsanwaltskanzlei tätig. Ab 2003 arbeitete sie in verschiedenen Positionen im Dienstleistungsbereich, zuletzt im Vorstand einer Versicherung. Ihre Schwerpunkte lagen hier im Change- und Organisationsmanagement, der Digitalisierung von Prozessen und dem Aufbau neuer Geschäftsfelder und Organisationseinheiten.

Christian Kühn MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, freut sich als Aufsichtsratsvorsitzender der BGZ, Bettina Hesse als neue Vorsitzende der Geschäftsführung begrüßen zu dürfen. „Ich wünsche Frau Hesse einen guten Start in ihrer neuen Position an der Spitze des Unternehmens und freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihr.“

 Hintergrund:

Die 2017 gegründete BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH mit Hauptsitz in Essen betreibt an 16 Standorten dezentrale und zentrale Zwischenlager für schwach-, mittel- und hochradioaktive Abfälle. Als Gesellschaft des Bundes gewährleistet sie deren sichere und zuverlässige Aufbewahrung. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Vorbereitungen auf eine verlängerte Zwischenlagerung, die Rückführung radioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitung im Ausland, die Vorbereitungen auf die Abgabe der radioaktiven Abfälle an die Endlager sowie die Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Die BGZ beschäftigt aktuell über 600 Mitarbeiter*innen. Weitere Informationen zur BGZ finden Sie hier.

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/06/Bettina-Hesse_MG_3647-1.jpg 1181 1772 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-06-01 08:46:092025-04-24 15:56:53Neue Vorsitzende der BGZ-Geschäftsführung
2. BGZ-Studierendentag in Berlin

2. BGZ-Studierendentag: Akademischer Nachwuchs diskutiert über Forschungsprojekte zur Zwischenlagerung

12. Mai 2023/in Aktuelles, Startseite
BERLIN – Studierende aus Deutschland, Italien und der Schweiz haben sich auf Einladung der BGZ zum Austausch in Berlin getroffen und diskutierten dort über ihre Forschungsprojekte zur Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle.

„Es war eine gelungene Veranstaltung mit spannenden Diskussionen. Mit dem Studierendentag fördern wir den Kompetenzerhalt in unserer Branche, der auch mit Blick auf die verlängerte Zwischenlagerung für die BGZ von großer Bedeutung ist“, sagt Dr. Maik Stuke aus der Forschungsabteilung der BGZ als Mitinitiator der Veranstaltung. Das bundeseigene Unternehmen baut seine Aus- und Fortbildung kontinuierlich aus und führt diese mit ihren eigenen Forschungsaktivitäten zusammen, um sicherzustellen, dass auch künftig qualifiziertes Fachpersonal und das wissenschaftliche Know-how vorhanden sind.

Neun Teilnehmer*innen präsentierten an zwei Tagen in Berlin ihre Forschungsarbeiten, die sich mit der Zwischenlagerung von radioaktiven Abfällen befassen. Im Fokus der Veranstaltung stand der Austausch über die Forschung der Studierenden und der BGZ, die Dr. Maik Stuke vorstellte. Das bundeseigene Unternehmen bereitet sich mit einem umfassenden Forschungsprogramm auf die verlängerte Zwischenlagerung vor. Im Rahmen von konkreten Projekten arbeitet es dafür mit nationalen und internationalen Partnern aus der Industrie sowie mit Forschungsinstituten und Universitäten zusammen. Ein Fokus liegt auf dem Langzeitverhalten von Brennelementen sowie Metalldichtungen der Transport- und Lagerbehälter. „Für unsere Forschung ist ein kontinuierlicher wissenschaftlicher Austausch von großer Bedeutung“, sagt Dr. Jörn Becker, Leiter der zuständigen BGZ-Abteilung. „Der Studierendentag bietet dafür einen gelungenen Rahmen.“

 

Hintergrund

Die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigungen für die BGZ- Zwischenlager laufen ab 2034 sukzessive aus. Daher bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung 2017 auf die verlängerte Zwischenlagerung vor. Dazu verfolgt das bundeseigene Unternehmen ein umfassendes Forschungsprogramm. Dieses ist unter http://bgz.de/forschungsprogramm abrufbar.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/05/001_BGZ_Studierendenag-2-scaled.jpg 1707 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-05-12 15:26:482025-04-24 15:57:212. BGZ-Studierendentag: Akademischer Nachwuchs diskutiert über Forschungsprojekte zur Zwischenlagerung

Verlängerte Zwischenlagerung: BGZ präsentiert Forschungsprogramm am Standort Biblis

11. Mai 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite, vZL
BIBLIS/EINHAUSEN – Wie die sichere Aufbewahrung der hochradioaktiven Abfälle bis zu deren Abgabe an ein Endlager gewährleistet wird, darüber hat die BGZ bei einer Veranstaltung der AG „Sicheres Zwischenlager Biblis“ im Alten Rathaus in Einhausen informiert. Wichtiger Baustein für die verlängerte Zwischenlagerung ist das Forschungsprogramm der BGZ, das Vertreter des bundeseigenen Unternehmens präsentierten.

Zunächst gab Dirk Jonas, Leiter des Zwischenlagers Biblis, einen Überblick über aktuelle Projekte am Standort. Dazu zählen die Planungen für die organisatorische, bauliche und personelle Entkopplung der Zwischenlager vom Kernkraftwerk. In diesem Kontext bereitet die BGZ unter anderem die Errichtung eines eigenen Funktionsgebäudes für Mitarbeiter*innen und das Wachpersonal vor.

Im Anschluss veranschaulichte Dr. Maik Stuke die Forschungsaktivitäten der BGZ. „Den Schwerpunkt bilden zurzeit experimentelle Untersuchungen an Metalldichtungen und Brennstabsegmenten, die zusätzliche Erkenntnisse zum Langzeitverhalten der Behälterdichtungen beziehungsweise der Brennelemente liefern sollen“, erläuterte Stuke.

Mit dem Forschungsprogramm habe die BGZ die Grundlage dafür erarbeitet, die Sicherheit der Zwischenlagerung auch über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren hinaus nachzuweisen, so Stuke. Das Programm werde laufend fortgeschrieben und an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik angepasst.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 hat die BGZ immer wieder darüber informiert, dass sie sich auf deutlich längere Zwischenlagerzeiten vorbereitet, als ursprünglich vorgesehen. Denn auch nach der bisherigen Planung hätte ein Endlager erst zur Verfügung gestanden, nachdem die auf 40 Jahre befristeten Aufbewahrungsgenehmigungen für die Zwischenlager ausgelaufen sind. Am Standort Biblis ist das Brennelemente-Zwischenlager aktuell bis 2046 genehmigt.

„Wir sind davon überzeugt, dass das durch uns umgesetzte Konzept der trockenen Zwischenlagerung am besten geeignet ist, die Sicherheit der Zwischenlagerung über die nächsten Dekaden zu gewährleisten“, hob BGZ-Sprecher Stefan Mirbeth hervor. „Das Konzept der trockenen Zwischenlagerung ist so robust ausgelegt, dass Effekte ausgeschlossen werden können, bei denen die Sicherheit plötzlich und unerwartet gefährdet ist.“

Ein umfassendes Überwachungskonzept sorgt dafür, dass gegebenenfalls frühzeitig Maßnahmen abgeleitet werden können, die den sicheren Betrieb dauerhaft gewährleisten. In allen Zwischenlagern finden darüber hinaus regelmäßige Überprüfungen statt. Dadurch können technische Systeme weiterentwickelt und bei Bedarf angepasst werden. Die BGZ wird zudem fortlaufend prüfen, ob dieses Monitoring erweitert werden muss.

Im Anschluss an die Veranstaltung zeigte sich Rainer Scheffler von der AG „Sicheres Zwischenlager Biblis“ zufrieden mit dem Informationsangebot der BGZ: „Wir haben uns einen sehr guten Eindruck von den aktuellen Planungen der BGZ hier am Standort Biblis verschaffen können. Eine sachliche und faktenorientierte Debatte ist uns wichtig und gehört zur kritischen Begleitung der Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle vor Ort“, betonte Scheffler.

 

Hintergrund:

Zwischenlager dürfen keine Dauerlösung darstellen. Die radioaktiven Abfälle sollen daher unterirdisch in einer tiefengeologischen Formation in Deutschland dauerhaft gelagert werden. Da die Suche nach einem Endlager-Standort noch nicht abgeschlossen ist, reichen die ursprünglich auf 40 Jahre befristeten Genehmigungen der Zwischenlager nicht aus. Die BGZ wird rechtzeitig neue Genehmigungen beantragen und die sichere Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle bis zu ihrer Abgabe an das Endlager nachweisen. Darauf bereitet sie sich mit ihrem Forschungsprogramm vor. Im Rahmen von konkreten Forschungsvorhaben arbeitet die BGZ mit Partnern aus der Industrie sowie mit Forschungsinstituten und Universitäten zusammen und führt einen breiten fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene.

Das Forschungsprogramm kann hier angesehen und heruntergeladen werden: https://bgz.de/mediathek/#publikationen

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/05/Vorstellung-BGZ-Forschungsprogramm-in-Biblis-scaled.jpg 1702 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-05-11 10:51:102025-04-24 15:58:12Verlängerte Zwischenlagerung: BGZ präsentiert Forschungsprogramm am Standort Biblis

BGZ informiert turnusmäßig im Ratssaal der Stadt Ahaus

9. Mai 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
AHAUS – In einer Informationsveranstaltung für den Rat und die Bürger*innen der Stadt Ahaus hat die BGZ erörtert, wie sie die sichere Zwischenlagerung auch in Zukunft gewährleisten wird. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) stellte den geänderten Zeitbedarf bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle vor.

„Aufgrund der späteren Verfügbarkeit eines Endlagers ist es unsere Aufgabe, die Sicherheit der Zwischenlagerung über den bislang genehmigten Zeitraum von 40 Jahren hinaus nachzuweisen“, erklärte Dr. Matthias Heck, Geschäftsführer der Brennelement-Zwischenlager Ahaus GmbH (BZA) und Bereichsleiter Genehmigungen bei der BGZ. Die dazu nach dem Atomgesetz zu erlangende Neugenehmigung wolle man für das Zwischenlager Ahaus im Jahr 2028, also acht Jahre vor Ablauf der aktuellen Genehmigung, beantragen. Dr. Heck führte weiter aus: „Die Zwischenlagerung ist robust ausgelegt und die Erfahrung aus mehr als drei Jahrzehnten Betrieb zeigt uns, dass die Behälter grundsätzlich geeignet sind, das radioaktive Material auch über die nächsten Dekaden sicher einzuschließen.“ Um dies nachzuweisen, hat die BGZ verschiedene Forschungsprojekte auf den Weg gebracht, die etwa das Langzeitverhalten der Metalldichtungen im Deckelsystem der Behälter untersuchen.

Dr. David Knollmann, Referent für Standortkommunikation, gab in seinem Vortrag einen Überblick über die vorgesehenen Einlagerungen am Standort. Dazu zählt zum Beispiel die geplante Aufbewahrung von Brennelementen aus deutschen Forschungsreaktoren im Zwischenlager Ahaus. Mit Blick auf die neuen Genehmigungsverfahren für eine längere Zwischenlagerung betonte Dr. Knollmann die Bedeutung des fortwährenden Austauschs mit den Bürger*innen vor Ort: „Im Vorfeld der Genehmigungsverfahren wollen wir eine möglichst breite Beteiligung der Öffentlichkeit durchführen. Dass wir von längeren Zwischenlagerzeiten ausgehen, als ursprünglich geplant, haben wir seit Gründung der BGZ proaktiv kommuniziert.“

Manuel Wilmanns, Abteilungsleiter Infostellen und Informationsmanagement der BGE, stellte in seinem Vortrag den Stand der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle vor und erläuterte die neue Zeitschätzung des Suchverfahrens, wonach die im Standortauswahlgesetz angestrebte Festlegung des Standorts bis 2031 nicht mehr erreichbar sein wird. „Die BGE hat eine realistische und belastbare Zeitplanung bis zur nächsten Etappe der Endlagersuche vorgelegt. Für die weiteren Phasen sind noch sehr viele Variablen offen. Aber die Endlagersuche ist als Lernprozess angelegt. Das gilt auch für die Zeitpläne. Dabei ist uns sehr bewusst, dass die Zeitbedarfe für die Standortauswahl Auswirkungen beispielsweise auf die Dauer der Zwischenlagerung haben.“

Im Anschluss an die Vorträge tauschten sich die Vertreter*innen der BGZ und der BGE mit den Ahauser Ratsmitgliedern und Bürger*innen über ihre Fragen und Positionen zur Zwischenlagerung in Ahaus und zur Endlagersuche in Deutschland aus.

Karola Voß, Bürgermeisterin der Stadt Ahaus, erklärte: „Wir fühlen uns durch die BGZ gut darüber informiert, wie sie sich auf die längere Zwischenlagerung vorbereitet. Trotz unterschiedlicher Auffassungen hinsichtlich zukünftiger Einlagerungen ist der bislang mit der BGZ gepflegte offene Austausch weiterhin richtig und wichtig. Klar ist aber auch: Das Zwischenlager darf nicht zur Dauerlösung werden. Die Endlagersuche muss deshalb konsequent vorangetrieben werden, damit die Standortkommunen den Atomausstieg nicht alleine auf ihren Schultern tragen. Die Entsorgung radioaktiver Abfälle ist und bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“

Hintergrund:

Die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigung für das Zwischenlager in Ahaus läuft im Jahr 2036 aus. Da es Jahrzehnte dauert, bis alle hochradioaktiven Abfälle an ein Endlager abgegeben sind, wäre auch nach der ursprünglichen Planung, einen Endlagerstandort bis 2031 zu benennen, eine verlängerte Zwischenlagerung erforderlich gewesen. Auf diese bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung 2017 vor. Im November 2022 wurde bekannt, dass sich die Suche nach einem Endlagerstandort verzögert. Die BGE rechnet frühestens in den 2040er-Jahren mit der Benennung eines Standorts. Die BGZ wird rechtzeitig neue Aufbewahrungsgenehmigungen für ihre Standorte beantragen und muss in diesen neu zu führenden Genehmigungsverfahren nachweisen, dass die Sicherheit der Zwischenlagerung über 40 Jahre hinaus gewährleistet ist.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/05/DSCF4716-scaled.jpg 1707 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2023-05-09 10:28:492025-04-24 15:58:31BGZ informiert turnusmäßig im Ratssaal der Stadt Ahaus

Zwischenlager Isar: Probelauf erfolgreich durchgeführt

3. Mai 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
NIEDERAICHBACH – Die BGZ hat im Zwischenlager Isar erfolgreich einen Probelauf für die vorgesehene Einlagerung von CASTOR-Behältern mit Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente durchgeführt. Dieser ist Teil der Vorbereitungen für die Rücknahme dieser Abfälle. Ein Termin für den Transport nach Bayern steht noch nicht fest.

„Unser Team absolvierte mit einem leeren, knapp 100 Tonnen schweren CASTOR-Behälter erfolgreich alle Arbeitsschritte, die zur Einlagerung erforderlich sind“, erläutert Markus Luginger, Leiter des Zwischenlagers Isar. Die BGZ habe dadurch gezeigt, dass sie die hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung sicher annehmen und aufbewahren kann.

Unabhängige Sachverständige überwachten im Auftrag des bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) als für das Zwischenlager Isar zuständige Aufsichtsbehörde den mehrtägigen Probelauf und bestätigten dessen ordnungsgemäße Durchführung.

Mitte April erteilte das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) der BGZ die Genehmigung, sieben CASTOR-Behälter mit verglasten hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung im Zwischenlager Isar aufzubewahren. „Die Behälter sollen in den nächsten Jahren vom britischen Sellafield in das Zwischenlager Isar gebracht werden. Ein Termin für den Transport steht noch nicht fest“, informiert Stefan Mirbeth, verantwortlich für die BGZ-Kommunikation am Standort Isar.

Noch ausstehende Voraussetzung für die Rückführung ist eine Transportgenehmigung nach dem Atomgesetz, die ein von der Energiewirtschaft beauftragtes Unternehmen beim BASE beantragt hat. Diese ist noch nicht erteilt.

 

Hintergrund:

Bis 2005 wurden Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien und Frankreich transportiert. Die dabei angefallenen, hochradioaktiven Abfälle müssen die Abfallbesitzer, die Betreiber der Atomkraftwerke, gemäß ihren vertraglichen Verpflichtungen nach Deutschland zurückführen. Zur Rücknahme dieser Abfälle hat sich die Bundesrepublik Deutschland auch völkerrechtlich verpflichtet.

Im Jahr 2015 ist ein Konzept zur Verteilung der noch im Ausland lagernden Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente mit breitem politischem Konsens verabschiedet worden. Dieses sieht eine bundesweit ausgewogene Verteilung der Behälter vor. Damals sind vier Standorte für die Rückführung festgelegt worden: Biblis in Hessen, Brokdorf in Schleswig-Holstein, Isar in Bayern und Philippsburg in Baden-Württemberg.

Nach Hessen ist die Rückführung bereits abgeschlossen: Im November 2020 wurden sechs Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der britischen Wiederaufarbeitung zum Zwischenlager Biblis transportiert. Für Deutschland war dies der erste große Rücktransport von Atommüll in CASTOR-Behältern seit 2011. Er verlief reibungslos und ohne Störungen.

18 weitere CASTOR-Behälter müssen in den kommenden Jahren noch nach Deutschland zurückgeführt werden, davon sieben Behälter in das Zwischenlager Isar. Nach Abschluss der Rückführung werden die Behälter dann in den Bundesländern aufbewahrt, aus deren Atomkraftwerken anteilig die größte Menge an Kernbrennstoff ins Ausland gebracht wurde.

Die BGZ hat von Beginn an proaktiv über die Rückführung informiert, so beispielsweise vor rund 500 Bürger*innen in Niederaichbach. Sie wird diese Kommunikation fortsetzen. Weitere Informationen finden sich auch hier: https://rueckfuehrung.bgz.de/

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/05/2023-05-03-PM-Probelauf-ZL-Isar.jpg 1500 2000 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-05-03 12:56:062025-04-24 15:58:50Zwischenlager Isar: Probelauf erfolgreich durchgeführt
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