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Christopher Mick/BGZ

Aufsichtsrat der BGZ nimmt seine Arbeit auf

9. Februar 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
BERLIN/ESSEN – Für die sichere Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle setzt die BGZ auf fachliches Knowhow und die hohe Kompetenz einer wachsenden Zahl von Mitarbeiter*innen. Mit der Bildung eines Aufsichtsrats trägt das bundeseigene Unternehmen dieser Wachstumsdynamik nun Rechnung.

Der Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner konstituierenden Sitzung in Berlin Christian Kühn MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, zum Vorsitzenden gewählt. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im Gremium und mit der BGZ. Die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, deren Wahrnehmung durch die BGZ ich in meiner neuen Funktion gerne begleite“, so Christian Kühn. Als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats fungiert Thomas Tittel, Leiter des BGZ-Zwischenlagers in Grafenrheinfeld.

Der neu gebildete Aufsichtsrat der BGZ besteht aus insgesamt sechs Mitgliedern. Vier Vertreter*innen wurden von der Gesellschafterversammlung bestimmt, zu ihnen zählen der Vorsitzende Christian Kühn, Dr. Susan Krohn (Ministerialdirigentin im Bundesumweltministerium), Dr. Martin Hillebrecht Freiherr von Liebenstein (Ministerialrat im Bundesfinanzministerium) und Prof. Dr. Julia Hartmann (Professorin für Management und Nachhaltigkeit an der EBS Business School). Zwei weitere Mitglieder wurden nach einem festgelegten Wahlverfahren von den Arbeitnehmer*innen der BGZ gewählt. Thomas Tittel und Thomas Klein (Fachkraft für Arbeitssicherheit) vertreten deren Interessen im Aufsichtsrat.

Das Gremium bestellt, überwacht und berät die BGZ-Geschäftsführung und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, eingebunden. Die BGZ wurde als Gesellschaft des Bundes in Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) gegründet. Unternehmen dieser Rechtsformen mit mehr als 500 Arbeitnehmer*innen sind gesetzlich verpflichtet, einen mitbestimmten Aufsichtsrat zu etablieren.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/02/2023-02-09-PM-Aufsichtsrat-der-BGZ.jpg 1500 2000 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-02-09 12:23:322025-04-24 18:14:01Aufsichtsrat der BGZ nimmt seine Arbeit auf

BGZ informiert in Dannenberg: Sichere Zwischenlagerung auch bei längerer Endlagersuche gewährleistet

6. Februar 2023/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite, vZL
DANNENBERG – Wie die BGZ die sichere Aufbewahrung von hochradioaktiven Abfällen bis zu deren Abgabe an ein Endlager
gewährleistet, erläuterte das bundeseigene Unternehmen jüngst bei einer Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative LüchowDannenberg.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 hat die BGZ regelmäßig darüber informiert, dass sie sich auf deutlich längere Zwischenlagerzeiten vorbereitet, als ursprünglich vorgesehen. Denn auch nach der bisherigen Planung steht ein Endlager erst zur Verfügung, nachdem die Aufbewahrungsgenehmigungen für die Zwischenlager ausgelaufen sind. So ist das Brennelement-Zwischenlager Gorleben bis 2034 genehmigt.

„Der vor kurzem bekannt gewordene veränderte Zeitbedarf bei der Suche nach einem Endlager stellt für das Handeln der BGZ keine wesentliche Veränderung dar“, betonte BGZ-Standortkommunikator Dr. Tristan Zielinski bei der Veranstaltung. Ein wesentlicher Grund dafür: Das Konzept der Zwischenlagerung ist so robust ausgelegt, dass Effekte ausgeschlossen werden können, bei denen die Sicherheit plötzlich und unerwartet gefährdet ist.

Ein umfangreiches Überwachungskonzept sorgt dafür, dass gegebenenfalls frühzeitig Maßnahmen abgeleitet werden können, die den sicheren Betrieb dauerhaft gewährleisten. In allen  Zwischenlagern finden darüber hinaus regelmäßige Überprüfungen statt, wodurch technische Systeme weiterentwickelt und bei Bedarf angepasst werden können. Die BGZ wird zudem fortlaufend prüfen, ob dieses Monitoring verstärkt werden muss.

Um die Sicherheit der Zwischenlagerung über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren hinaus nachzuweisen, verfolgt die BGZ ein umfassendes Forschungsprogramm. In dessen Rahmen werden unter anderem Alterungseffekte der Behälter und ihres Inventars betrachtet. So wurden bei den Behältern bislang keine Effekte identifiziert, die gegen eine Langzeiteignung sprechen.

Auch das Verhalten der Brennelemente erforscht die BGZ mit nationalen und internationalen Partnern aus Industrie und Wissenschaft. So werden im Rahmen eines Forschungsprojekts Brennstäbe in heißen Zellen in Schweden untersucht, die das in den Zwischenlagern der BGZ eingelagerte Inventar abdecken. „Wir gewinnen dadurch alle notwendigen Erkenntnisse für die verlängerte Zwischenlagerung der Brennelemente“, sagte Dr. Michael Hoffmann, der als Bereichsleiter für den sicheren Betrieb der Zwischenlager zuständig ist. Ein Öffnen von Behältern sei dafür nicht erforderlich.

Hoffmann betonte abschließend: „Die BGZ ist davon überzeugt, dass das durch sie umgesetzte Konzept der trockenen Zwischenlagerung – auch im internationalen Vergleich – geeignet ist, die Sicherheit der Zwischenlagerung über die nächsten Dekaden bis zur Abgabe der Behälter an ein Endlager zu gewährleisten.“ Selbstverständlich, so Hoffmann, werde die BGZ die Öffentlichkeit hinsichtlich der Forschungsergebnisse der BGZ sowie zu den anstehenden Genehmigungsverfahren im Vorfeld frühzeitig und adäquat beteiligen.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/02/VA-BI-Gorleben-6_zuschnitt2-scaled.jpg 1441 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-02-06 08:24:532025-11-18 09:58:04BGZ informiert in Dannenberg: Sichere Zwischenlagerung auch bei längerer Endlagersuche gewährleistet
Landratsamt Landshut/Carina Weinzierl

BGZ informiert Kreistag Landshut: Sichere Zwischenlagerung auch bei längerer Endlagersuche gewährleistet

27. Januar 2023/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite, vZL

Landshut – Wie die BGZ die sichere Aufbewahrung der Behälter mit hochradioaktiven Abfällen bis zu deren Abgabe an ein Endlager gewährleistet, erläuterte das bundeseigene Unternehmen jüngst dem Landshuter Kreistag.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 hat die BGZ immer wieder darüber informiert, dass sie sich auf deutlich längere Zwischenlagerzeiten vorbereitet als ursprünglich vorgesehen. Denn auch nach der bisherigen Planung steht ein Endlager erst zur Verfügung, nachdem die Aufbewahrungsgenehmigungen für die Zwischenlager ausgelaufen sind. Am Standort Isar ist das Brennelemente-Zwischenlager (BZI) aktuell bis 2047 genehmigt.

„Der veränderte Zeitbedarf bei der Endlagersuche stellt für das Handeln der BGZ keine wesentliche Veränderung dar“, betonte BGZ-Standortkommunikator Stefan Mirbeth vor dem Kreistag Landshut. Der entscheidende Grund dafür: Das Konzept der Zwischenlagerung ist so robust ausgelegt, dass Effekte ausgeschlossen werden können, bei denen die Sicherheit plötzlich und unerwartet gefährdet ist.

In allen Zwischenlagern finden regelmäßige Überprüfungen statt, wodurch technische Systeme weiterentwickelt und bei Bedarf angepasst werden können. Die BGZ wird zudem fortlaufend prüfen, ob das bestehende Monitoring der Zwischenlagerung verstärkt werden muss.

Um die Sicherheit der Zwischenlagerung über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren hinaus nachweisen zu können, verfolgt die BGZ ein umfassendes Forschungsprogramm. In dessen Rahmen werden beispielsweise Alterungseffekte der Behälter und ihres Inventars betrachtet. Das Programm wird laufend fortgeschrieben und an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik angepasst.

„Die BGZ ist davon überzeugt, dass das durch sie umgesetzte Konzept – auch im internationalen Vergleich – am besten geeignet ist, die Sicherheit der Zwischenlagerung bis zur Abgabe der Behälter an ein Endlager zu gewährleisten“, so BGZ-Sprecher Mirbeth.

Im Rahmen der Kreistagssitzung stellte Markus Luginger, Leiter des Zwischenlagers Isar, auch die geplanten Baumaßnamen am Standort vor. Dazu zählen Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe in neue Gebäude, Werkstätten und Schutzeinrichtungen, die für den künftigen, vom Kraftwerk unabhängigen Zwischenlagerbetrieb notwendig sind.

Die BGZ nutzte auch die Gelegenheit, turnusgemäß über die geplante Rücknahme radioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitung in England zu informieren. Wie bereits mehrfach vorgestellt – unter anderem bei einer öffentlichen Großveranstaltung in Niederaichbach – sollen sieben Behälter mit verglasten Abfällen aus Sellafield nach Isar rückgeführt werden. Zur Rücknahme dieser Abfälle hat sich die Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich verpflichtet. Der Zeitpunkt des Transports steht allerdings derzeit noch nicht fest, auch die Einlagerungsgenehmigung wurde bislang noch nicht erteilt.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/01/BGZ-Kreistag-Landshut-scaled.jpg 1708 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-01-27 12:00:152025-11-18 09:58:16BGZ informiert Kreistag Landshut: Sichere Zwischenlagerung auch bei längerer Endlagersuche gewährleistet
Mick

Kerntechnische Anlagen: BGZ übernimmt Notfall-Vorsorge

25. Januar 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite

ESSEN/KARLSRUHE – Bei einem Notfall in einer kerntechnischen Anlage unterstützt die Kerntechnische Hilfsdienst GmbH (KHG) den Betreiber beim Schutz von Bevölkerung und Umwelt. Diese wichtige Aufgabe ist nun in staatlicher Hand. Die bundeseigene BGZ hat die Mehrheitsanteile der KHG übernommen.

So hält die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH seit Jahresbeginn 92,2 Prozent der KHG-Anteile. Weitere Gesellschafter sind die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH (JEN) und die Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH (KTE). „Mit der Übernahme der Mehrheitsanteile durch die BGZ als bundeseigenes Unternehmen ist die Finanzierung und Durchführung der Notfallvorsorge in kerntechnischen Anlagen in Deutschland langfristig gesichert“, sagt Lars Köbler, Geschäftsführer der KHG und kaufmännischer Geschäftsführer der BGZ.

Aufgabe der KHG mit Sitz in Eggenstein-Leopoldshafen bei Karlsruhe ist es, die Folgen von potentiellen Notfällen in kerntechnischen Anlagen einzudämmen und zu beseitigen, um Mensch und Umwelt zu schützen. Dafür verfügt das Unternehmen über speziell ausgebildetes Personal und eine umfangreiche technische Ausrüstung. Darüber hinaus sind 140 speziell geschulte externe Fachkräfte an der Technik der KHG ausgebildet und in eine 24/7-Rufbereitschaft eingebunden.

Hintergrund:
Betreiber von kerntechnischen Anlagen in Deutschland sind gesetzlich dazu verpflichtet, eine technische und personelle Vorsorge für den Notfall zu treffen. Im Rahmen dieser Vorsorge unterstützt die Kerntechnische Hilfsdienst GmbH die BGZ als Betreiberin kerntechnischer Anlagen. Die KHG wird von ihren Gesellschaftern beauftragt, stellt ihre Dienstleistungen auf Anforderung aber auch Dritten, zum Beispiel Behörden, zur Verfügung. Weitere Informationen zur KHG und ihren Aufgaben finden Sie hier.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/01/BGZ-uebernimmt-Mehrheitsanteile-der-KHG.jpg 928 2000 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-01-25 13:30:542025-04-24 18:15:54Kerntechnische Anlagen: BGZ übernimmt Notfall-Vorsorge

Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle: BGZ stellt Mainbogen-Gemeinden Forschungsprogramm vor

9. Dezember 2022/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite, vZL

SCHWEBHEIM/GRAFENRHEINFELD – Die BGZ hat Vertreter*innen der sechs Gemeinden, die zur Allianz Schweinfurter Mainbogen gehören, ihr Forschungsprogramm zur verlängerten Zwischenlagerung vorgestellt. Das bundeseigene Unternehmen informierte außerdem über umfangreiche Investitionen am Standort Grafenrheinfeld.

„Mit unserem Forschungsprogramm bearbeiten wir alle Forschungsfragen, die sich im Zusammenhang mit der Sicherheit einer verlängerten Zwischenlagerung an den Standorten der BGZ für hochradioaktive Abfälle stellen“, erläuterte Dr. Maik Stuke von der für Forschung zuständigen Abteilung. Mit dem Programm habe die BGZ die Grundlage dafür erarbeitet, die Sicherheit der Zwischenlagerung über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren hinaus nachzuweisen.

In seinem Vortrag veranschaulichte Stuke die zahlreichen Forschungsaktivitäten der BGZ: von Langzeituntersuchungen zur Sicherheit der Behälter-Dichtungen bis zu Experimenten, die zusätzliche Erkenntnisse zum Langzeitverhalten der Brennelemente liefern sollen. „Wir werden das Forschungsprogramm laufend fortschreiben, an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik anpassen und regelmäßig über den Fortschritt informieren“, so Stuke.

Standortkommunikator Stefan Mirbeth stellte vorab gemeinsam mit Thomas Tittel, Leiter des Zwischenlagers Grafenrheinfeld, die Aufgaben der BGZ vor und erläuterte die Vorhaben und Planungen am Standort. Dazu zählen umfangreiche Investitionen in Höhe von über 30 Millionen Euro in neue Gebäude, Werkstätten und Schutzeinrichtungen, die für den künftigen, vom Kraftwerk unabhängigen Zwischenlagerbetrieb notwendig sind.

Im Anschluss an die Vorträge diskutierten die Vertreter der BGZ mit den Gemeinderäten der sechs Kommunen Grafenrheinfeld, Gochsheim, Grettstadt, Röthlein, Schwebheim und Sennfeld über ihre Positionen zum Forschungsprogramm und zur Zwischenlagerung in Grafenrheinfeld.

„Seitdem die BGZ das Zwischenlager 2019 übernommen hat, tauschen sich die Gemeinden im Schweinfurter Mainbogen und die bundeseigene Gesellschaft regelmäßig aus. Dieser kontinuierliche Dialog ist wichtig, um die verantwortungsvollen Aufgaben der BGZ auch kritisch begleiten zu können. Denn die Zwischenlagerung in Grafenrheinfeld darf nicht länger dauern als unbedingt notwendig und dies auch nur im Rahmen der bestehenden rechtlichen und technischen Anforderungen“, erklärte Dr. Volker Karb, Bürgermeister der Gemeinde Schwebheim und Sprecher der Allianz Schweinfurter Mainbogen.

Hintergrund:
Die Genehmigungen für Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle sind in Deutschland auf 40 Jahre befristet. Die Genehmigung für das Zwischenlager Grafenrheinfeld läuft im Jahr 2046 aus.

Nach der bisherigen Einschätzung steht ein Endlager erst zur Verfügung, nachdem die befristeten Genehmigungen für die Zwischenlager ausgelaufen sind. Die BGZ bereitet sich bereits seit ihrer Gründung auf eine Zwischenlagerung über den bisher genehmigten Zeitraum hinaus vor und wird deshalb rechtzeitig neue Zwischenlagergenehmigungen für ihre Standorte beantragen.

Mit dem Forschungsprogramm führt die BGZ einen breiten fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene. Im Rahmen von konkreten Forschungsvorhaben arbeitet die BGZ mit Partnern aus der Industrie sowie Forschungsinstituten und Universitäten zusammen.

Das Forschungsprogramm kann hier angesehen und heruntergeladen werden: https://bgz.de/mediathek/#publikationen

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/12/020_BGZ_Dialog-in-Schwebheim-scaled.jpg 1706 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2022-12-09 12:00:532025-11-18 09:58:30Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle: BGZ stellt Mainbogen-Gemeinden Forschungsprogramm vor

Umfrage im Auftrag der BGZ: Bürger*innen werden zur Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle befragt

8. Dezember 2022/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite

ESSEN/BERLIN – Was wissen und denken die Menschen in Deutschland über die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle? Im Auftrag der BGZ findet derzeit eine Umfrage in den Regionen rund um die Zwischenlagerstandorte statt.

Per Zufallsprinzip werden Bürger*innen, die in der Nähe eines von der BGZ betriebenen Zwischenlagers wohnen, aktuell von Mitarbeiter*innen einer unabhängigen Gesellschaft für Sozialforschung online oder per Telefon kontaktiert. Die Interviewer*innen möchten wissen, was die Menschen über die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle wissen und denken.

Mit dieser ersten repräsentativen und anonymisierten Umfrage an ihren Standorten möchte die BGZ Erkenntnisse über den Informationsstand der Bevölkerung sowie das Stimmungsbild der Menschen vor Ort gewinnen. Diese sollen in die Arbeit des bundeseigenen Unternehmens einfließen. Über die Ergebnisse der Erhebung wird die BGZ nach Auswertung der Daten informieren.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/09/Slider-BGZ_Ahaus_3514_371_low_1-scaled.jpg 1087 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2022-12-08 15:25:212025-04-24 18:16:38Umfrage im Auftrag der BGZ: Bürger*innen werden zur Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle befragt
Kranert-Rydzy/BGZ

Vorsitzender des Bundestagsumweltausschusses besucht BGZ-Zwischenlager Neckarwestheim

7. Dezember 2022/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite

NECKARWESTHEIM – Der Bundestagsabgeordnete Harald Ebner (B90/Die Grünen) hat sich in Neckarwestheim über die Zwischenlagerung von hochradioaktiven Abfällen informiert. Mit Blick auf die andauernde Suche nach einem Endlager wies Ebner darauf hin, dass der verlängerten Zwischenlagerung eine besondere Bedeutung zukomme.

Ebner, der Vorsitzender des Umweltausschusses des Bundestages und atompolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, wurde von Standortleiter Thomas Taschke und Hendrik Kranert-Rydzy, Abteilungsleiter Politik, in Neckarwestheim begrüßt. Taschke erläuterte bei einem Rundgang: „Aktuell sind 94 der 151 Stellplätze für Behälter mit verbrauchten Brennelementen belegt. Final werden hier 135 Behälter stehen, für deren sichere Aufbewahrung wir sorgen, bis sie an ein Endlager abgegeben werden.“

Nach der Besichtigung erklärte Ebner: „Mit der Nutzung der Atomenergie in Deutschland wird am 15. April 2023 endgültig Schluss sein, so hat es der Bundestag beschlossen. Es werden auch keine weiteren Brennelemente mehr beschafft. Dennoch ist die Endlagerfrage weiter ungelöst. Erbe des Atomstrom-Zeitalters werden rund 1.900 Behälter mit hochradioaktiven Abfällen sein, für die noch kein dauerhaft sicherer Ort gefunden ist. Gerade im Hinblick auf die nun bekannt gewordene Zeitplanung muss auf die sichere Zwischenlagerung und den dafür notwendigen weiteren Schritten besonderes Augenmerk gelegt werden. Dementsprechend kommt deren sicherer Zwischenlagerung eine besondere Bedeutung zu – auch hier in Neckarwestheim.“

Der BGZ komme die wichtige Aufgabe zu, diese schwierige Übergangsphase zu meistern. „Es war ein sehr guter Austausch. Heute konnte ich mich vor Ort davon überzeugen, mit welcher Expertise dieser hochbrisante Auftrag von der BGZ wahrgenommen wird“, sagte der Bundestagsabgeordnete.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/12/PM-MdB-Ebner-besucht-BGZ-Zwischenlager-Neckarwestheim-scaled.jpg 2560 2419 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2022-12-07 15:00:352025-04-24 18:16:58Vorsitzender des Bundestagsumweltausschusses besucht BGZ-Zwischenlager Neckarwestheim
BGZ/Steen

Brokdorf: Umweltminister Tobias Goldschmidt besucht BGZ-Zwischenlager

4. November 2022/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite

BROKDORF – Der schleswig-holsteinische Umweltminister Tobias Goldschmidt hat sich bei seinem Standortbesuch über die sichere Zwischenlagerung in Brokdorf informiert. Bei der Begehung des Zwischenlagers für hochradioaktive Abfälle erläuterten die BGZ-Vertreter unter anderem die anstehende bauliche Nachrüstung, für die seit kurzem die atomrechtliche Genehmigung des zuständigen Bundesamtes vorliegt.

Begrüßt wurde der Minister durch den Leiter des Zwischenlagers, Sandro Ringel, BGZ-Sprecher Burghard Rosen und den Standortkommunikator Jonas Wingert. Ringel berichtete, dass neben dem Bau einer zusätzlichen Stahlbetonwand auch ein neuer Durchfahrschutz sowie ein Wach- und Zugangsgebäude geplant seien. Bis zur Umsetzung dieser Nachrüstung wird die Sicherung der Anlage durch temporäre Maßnahmen gewährleistet.

Darüber hinaus informierten die BGZ-Vertreter den Minister über den aktuellen Stand der Vorbereitungen für die Rückführung hochradioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente nach Brokdorf. Weitere Themen waren die Vorbereitungen für den vom Kraftwerk unabhängigen Zwischenlagerbetrieb sowie die Kommunikationsarbeit der BGZ vor Ort.

„Ich habe mir einen sehr guten Eindruck von der verantwortungsvollen Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier am Standort Brokdorf verschaffen können“, betonte Minister Goldschmidt im Anschluss an den Termin. „Durch die sichere Zwischenlagerung der abgebrannten Brennelemente aus dem Kernkraftwerk leistet die BGZ einen wichtigen Beitrag zu dessen Rückbau und zur Vollendung des Atomausstiegs in unserem Land.“

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/11/2022-11-04-Brokdorf-Umweltminister-Tobias-Goldschmidt-besucht-BGZ-Zwischenlager-scaled.jpg 1920 2560 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2022-11-04 08:41:162025-04-24 18:17:18Brokdorf: Umweltminister Tobias Goldschmidt besucht BGZ-Zwischenlager
Anke Jacobs

Dr. Ewold Seeba scheidet als Vorsitzender der BGZ-Geschäftsführung aus

31. Oktober 2022/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite

BERLIN/ESSEN – In der Geschäftsführung der BGZ mbH gibt es eine personelle Veränderung. Dr. Ewold Seeba beendet seine Tätigkeit als Vorsitzender der Geschäftsführung in dem bundeseigenen Unternehmen zum 31. Oktober 2022.

Ewold Seeba übernahm das Amt zum 1. November 2018 und steht seitdem zusammen mit dem technischen Geschäftsführer Wilhelm Graf und dem kaufmännischen Geschäftsführer Lars Köbler an der Spitze der BGZ. Zum 31. Oktober 2022 scheidet der Diplom-Volkswirt nun aus dem bundeseigenen Unternehmen wie vorgesehen aus: „Da bereits von vornherein meine Zeit bei der BGZ als beurlaubter Beamter in meinem Anstellungsvertrag festgelegt wurde, entspricht der Zeitpunkt meiner eigenen Berufs- und auch Lebensplanung“, sagt Seeba. Sein Kollege Wilhelm Graf schließt an: „Wir haben in der Geschäftsführung hervorragend zusammengearbeitet und viele Weichenstellungen in der wichtigen Gründungsphase der BGZ gemeinsam getätigt. Lars Köbler und ich bedanken uns herzlich bei Ewold Seeba für die vertrauensvolle, gute gemeinsame Zeit und wünschen ihm für seinen anstehenden Ruhestand alles erdenklich Gute.“

Neben der Planung eines Logistikzentrums für eine zügigere Entsorgung von schwach-und mittelradioaktiven Abfällen in das Endlager Konrad gehörte die Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit und deren Aufbau zu seinem Verantwortungsbereich. Die direkte Kommunikation auf Augenhöhe war Seeba dabei immer ein wichtiges Anliegen. So kam er bei zahlreichen Besuchen und Veranstaltungen an den Zwischenlagerstandorten mit vielen Stakeholdern und Bürger*innen ins Gespräch. „Den Dialog mit den Menschen vor Ort aufzubauen war für mich Aufgabe und Herzensangelegenheit zugleich. Der offene und von gegenseitigem Respekt geprägte Austausch ist gerade bei einem sensiblen Thema wie der Lagerung radioaktiver Abfälle von entscheidender Bedeutung für das notwendige Vertrauen in unsere Arbeit“, so Seeba. „Wir haben als Unternehmen vieles aus den zahlreichen Gesprächen und Diskussionen mitgenommen und in die Arbeitsplanung der BGZ integriert“, bilanzierte Seeba, der sich rückblickend bei allen Kolleg*innen der BGZ-Belegschaft für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedankte.

Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Stefan Tidow, würdigte die Tätigkeit von Dr. Seeba als Vorsitzender Geschäftsführer, durch dessen Wirken die BGZ zu einem „verlässlichen Partner bei der politisch anspruchsvollen und gesellschaftlich herausfordernden Aufgabe der Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle“ geworden sei. Das Ministerium ist Vertreter der alleinigen Gesellschafterin der BGZ und derzeit im Auswahlprozess für eine Nachfolgerin. Bis zur Neubesetzung der Stelle werden die Aufgaben des CEO kommissarisch von Lars Köbler und Wilhelm Graf sowie im Hinblick auf das Logistikzentrum Konrad vom Generalbevollmächtigten Christian Möbius übernommen.

Hintergrund:

Dr. Ewold Seeba (Dipl. Volkswirt) studierte in Göttingen und war als Beamter in verschiedenen Bundesministerien und im Bundeskanzleramt tätig. Zuletzt als Ministerialdirektor „Leiter der Abteilung Z“ im Bundesministerium für Umwelt, Reaktorsicherheit und Bauen. Den Vorsitz der Geschäftsführung der Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH (BGZ) hat er im November 2018 übernommen. Zuvor war er von Juli 2016 bis November 2018 Geschäftsführer der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) und von 2014 bis 2016 kommissarischer Präsident des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgung (heute BASE).

Die 2017 gegründete BGZ mit Hauptsitz in Essen betreibt an derzeit insgesamt 16 Standorten dezentrale und zentrale Zwischenlager. Als Gesellschaft des Bundes gewährleistet sie den sicheren und zuverlässigen Betrieb der Zwischenlager für schwach-, mittel- und hochradioaktive Abfälle bis zu ihrer Endlagerung. Die BGZ beschäftigt über 500 Mitarbeiter*innen.

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2018/05/dr_seeba_web_996x1030px.jpg 1030 996 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2022-10-31 16:10:182025-04-24 18:19:17Dr. Ewold Seeba scheidet als Vorsitzender der BGZ-Geschäftsführung aus

Brokdorf: BGZ im Austausch über verlängerte Zwischenlagerung

28. Oktober 2022/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite, vZL

BROKDORF – Die BGZ hat gestern bei ihrer Dialogveranstaltung rund 30 Bürger*innen über die Vorbereitungen für die notwendige verlängerte Zwischenlagerung informiert. Dazu hat das bundeseigene Unternehmen ein eigenes Forschungsprogramm veröffentlicht, das es nun vor Ort präsentierte.

Zu Beginn der Veranstaltung gab Sandro Ringel, Leiter des Zwischenlagers Brokdorf, einen Überblick über aktuelle Projekte am Standort. Dazu zählen die Planungen für die im Juli 2022 genehmigte Nachrüstung des Zwischenlagers sowie die Vorbereitungen für die geplante Rückführung hochradioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente nach Brokdorf.

Im Anschluss präsentierte Dr. Jörn Becker, Leiter der Abteilung Zentrale Fachfragen, das Forschungsprogramm der BGZ. In seinem Vortrag veranschaulichte er die Forschungsaktivitäten – von Langzeituntersuchungen zur Sicherheit der Behälterdichtungen bis zu Experimenten, die zusätzliche Erkenntnisse zum Langzeitverhalten der Brennelemente liefern sollen. Mit dem Forschungsprogramm habe die BGZ die Grundlage dafür erarbeitet, die Sicherheit der Zwischenlagerung auch über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren nachzuweisen, erläuterte Becker.

In der sich anschließenden Diskussion lobte Brokdorfs Bürgermeisterin Elke Göttsche die Zusammenarbeit mit der BGZ und die Dialogbereitschaft zu allen relevanten Themen: „Die BGZ informiert umfassend über ihre standortspezifischen und übergeordneten Aktivitäten. Ich begrüße diese proaktive Kommunikation und die klare Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit den Fragen vor Ort. Wir stehen in einem regelmäßigen und konstruktiven Austausch.“

Hintergrund:

Die Genehmigungen für Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle sind in Deutschland auf 40 Jahre befristet. Die Genehmigung für das Zwischenlager Brokdorf läuft demnach im Jahr 2047 aus. Zwischenlager dürfen keine Dauerlösung darstellen. Die radioaktiven Abfälle sollen daher unterirdisch in einer tiefengeologischen Formation in Deutschland dauerhaft gelagert werden. Mit einem betriebsbereiten Endlager für hochradioaktive Abfälle ist ab dem Jahr 2050 zu rechnen. Daher reichen die ursprünglich auf 40 Jahre befristeten Genehmigungen der Zwischenlager nicht aus. Die BGZ wird rechtzeitig neue Genehmigungen beantragen, um die radioaktiven Abfälle bis zu ihrer Abgabe an das Endlager sicher aufzubewahren. Darauf bereitet sie sich mit ihrem Forschungsprogramm vor, in dessen Rahmen die BGZ einen breiten fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene führt. Im Rahmen von konkreten Forschungsvorhaben arbeitet die BGZ mit Partnern aus der Industrie sowie Forschungsinstituten und Universitäten zusammen.

Das Forschungsprogramm kann hier angesehen und heruntergeladen werden: https://bgz.de/mediathek/#publikationen

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/10/2022-10-28-Brokdorf-BGZ-im-Austausch-ueber-verlaengerte-Zwischenlagerung-scaled.jpg 1707 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2022-10-28 10:27:532025-04-24 18:19:38Brokdorf: BGZ im Austausch über verlängerte Zwischenlagerung
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  • BGZ stellt Antrag für die verlängerte Zwischenlagerung in Gorleben 29. Juni 2026
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