Gorleben: Bürgermeister*innen besuchen Zwischenlager
GORLEBEN – Bürgermeister*innen aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg informierten sich bei der BGZ in Gorleben über die nächsten Schritte beim Genehmigungsverfahren zur notwendigen verlängerten Zwischenlagerung. Die Kommunalpolitiker*innen diskutierten mit den Vertretern des bundeseigenen Unternehmens auch über den Stand der aktuellen Bauarbeiten für die Schutzwand und die Sicherungszentrale.
Um die Sicherheit auch über den bisher genehmigten Zeitraum bis 2034 hinaus nachzuweisen, wird die BGZ ein Genehmigungsverfahren nach dem Atomgesetz starten. „Wir werden im Jahr 2026 einen entsprechenden Antrag beim zuständigen Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) stellen“, so Standortsprecher Dr. Tristan Zielinski. Der Antrag werde auf die bereits vorhandenen 113 Behälter beschränkt und die Bevölkerung bei dem Genehmigungsverfahren beteiligt, so Zielinski.
Im Vorlauf zu diesem Genehmigungsverfahren beantragte die BGZ eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) beim BASE. Zurzeit erfolgt die sogenannte Kartierung, in der ein Fachbüro Umweltdaten rund um das Zwischenlager erfasst. Diese Daten fließen in den UVP-Bericht ein, den die BGZ dem BASE als zuständige Behörde vorlegen wird. „Die BGZ hatte uns frühzeitig über alle Schritte des Verfahrens informiert. Jetzt geht es darum, zügig die UVP einzuleiten und die Öffentlichkeit auch hier einzubeziehen“, ergänzte Jürgen Meyer als Samtgemeindebürgermeister der Elbtalaue.
Während des Rundgangs machten sich die Kommunalpolitiker*innen ein Bild vom Fortschritt der Bauarbeiten auf dem Zwischenlagergelände. Der Bau einer Schutzwand um die Halle mit den hochradioaktiven Abfällen ist Teil des Gesamtprojekts zur Nachrüstung der Anlagensicherung des Zwischenlagers, zu dem auch der Einbau von Kerosinsammelkanälen und der Neubau der Sicherungszentrale für den Werkschutz zählen. Dieser ist gleichzeitig eine Voraussetzung für den Rückbau der Pilotkonditionierungsanlage (PKA).
„Wir stehen im regelmäßigen Austausch mit der BGZ und haben Vertrauen, dass die radioaktiven Abfälle gewissenhaft aufbewahrt werden“, sagte Gartows Samtgemeindebürgermeister Christian Järnecke nach dem Rundgang. „Als Standortkommune übernehmen wir hier auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Zwischenlager dürfen allerdings keine Dauerlösung sein. Daher ist es wichtig, die Endlagersuche konsequent voranzutreiben.“
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