Gorleben: 25 Jahre Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle

Vor 25 Jahren wurde der erste CASTOR-Behälter in das Zwischenlager Gorleben transportiert. Die Rahmenbedingungen der deutschen Atompolitik sowie der Entsorgung radioaktiver Abfälle haben sich seitdem fundamental verändert.

Der erste Behälter mit Brennelementen traf am 25. April 1995 in Gorleben ein. Dies erfolgte unter dem damaligen Konzept, die hochradioaktiven Abfälle aus dem Betrieb der Atomkraftwerke in den Zwischenlagern Ahaus und Gorleben zentral aufzubewahren. Mit der Novelle des Atomgesetzes im Jahr 2002 sind dann an den Standorten der Atomkraftwerke Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente errichtet worden, dadurch wurden deren Transporte nach Ahaus und Gorleben obsolet. Zudem ist die Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente im Ausland ab dem Jahr 2005 eingestellt worden.

Zehn Jahre später haben die Bundesregierung, die Landesregierungen und die Abfallverursacher im Rahmen des Neustarts der Endlagersuche ein Konzept abgestimmt, wonach die noch aus dem Ausland zurückzuführenden Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente nicht mehr nach Gorleben, sondern in die Zwischenlager Biblis, Isar, Brokdorf und Philippsburg zu transportieren sind. Hierzu wurde das Atomgesetz entsprechend geändert. Demnach hat der endgültig letzte Castor-Transport nach Gorleben im Jahr 2011 stattgefunden. https://rueckfuehrung.bgz.de/

Im Jahr 2016 sind dann die Verantwortlichkeiten für die Stilllegung und den Rückbau der Atomkraftwerke sowie für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle neu geregelt worden. Die AKW-Betreiber sind seitdem für deren Stilllegung und Rückbau sowie die fachgerechte Verpackung der radioaktiven Abfälle zuständig. Die Zwischen- und Endlagerung liegt nun in der Verantwortung des Bundes. Als dessen Gesellschaft betreibt die BGZ seit 2017 das Zwischenlager Gorleben. Dadurch ist die Finanzierung und Durchführung der sicheren Zwischenlagerung am Standort Gorleben – wie an allen anderen Zwischenlagern in Deutschland auch – bis zur Endlagerung der radioaktiven Abfälle gewährleistet. Mit dem Standortauswahlgesetz ist die Grundlage geschaffen worden für eine transparente und wissenschaftsbasierte Suche nach diesem Endlager. Ausgangspunkt des Standortauswahlverfahrens ist die sogenannte weiße Landkarte. Bei der Suche wird das gesamte Bundesgebiet betrachtet, ohne bestimmte Regionen zu bevorzugen und ohne bestimmte Regionen von vornherein auszuschließen. https://www.bmu.de/pressemitteilung/hendricks-novelliertes-standortauswahlgesetz-schafft-grundlage-fuer-faires-und-legitimes-suchverfahr/

Unterweser: BGZ übernimmt weiteres Zwischenlager

Am 17. April hat die BGZ die Betriebsverantwortung für das neu gebaute Abfall-Zwischenlager 2 (AZU 2) am Standort Unterweser übernommen.

Es dient der Aufbewahrung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen wie beispielsweise Schutzkleidung, Filtermaterialien oder Anlagenteilen aus dem Kraftwerksbetrieb und -rückbau. Ab dem Jahr 2027 sollen die Abfälle an die Einrichtungen des Endlagers Konrad abgegeben werden.

Nachdem die BGZ am Standort bereits zu Beginn des Jahres 2019 das Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle sowie zu Jahresbeginn 2020 das erste Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle (AZU 1) übernommen hatte, wurde nun mit der Übertragung des AZU 2 auf die BGZ die durch das Entsorgungsübergangsgesetz vorgesehene Neuordnung in der kerntechnischen Entsorgung weiter umgesetzt. Danach sind die Betreiber der Kernkraftwerke für deren Stilllegung und Rückbau sowie die fachgerechte Verpackung der radioaktiven Abfälle zuständig. Die Durchführung und Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung liegt in der Verantwortung des Bundes. Die finanziellen Mittel für die Zwischen- und Endlagerung haben die Kraftwerksbetreiber dem Bund in einem öffentlich-rechtlichen Fonds zur Verfügung gestellt, in den sie rund 24 Milliarden Euro eingezahlt haben.

„Mit der Übertragung des AZU 2 befinden sich nun alle drei Zwischenlager am Standort unter dem Dach der BGZ. Dank unseren kompetenten und zuverlässigen Fachleuten und der bewährten Technik bleibt der sichere Betrieb der Anlagen selbstverständlich auch in Zukunft gewährleistet“, erklärt Christian Otter, Leiter des Zwischenlagers Unterweser. Errichtet wurde das AZU 2 in den vergangenen Jahren durch den Kraftwerksbetreiber. Voraussetzung für die Übernahme des Zwischenlagers durch die BGZ war die kürzlich erfolgte Feststellung der Betriebsbereitschaft der Anlage durch das für die Atomaufsicht verantwortliche Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz.

Philippsburg: BGZ übernimmt Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle

Am 14. April hat die BGZ die Betriebsverantwortung für das neu gebaute Abfall-Zwischenlager am Standort Philippsburg übernommen.

Es dient der Aufbewahrung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen wie beispielsweise Schutzkleidung, Filtermaterialien oder Anlagenteilen aus dem Kraftwerksbetrieb und -rückbau. Ab dem Jahr 2027 sollen die Abfälle an die Einrichtungen des Endlagers Konrad abgegeben werden.

Nachdem die BGZ bereits zu Beginn des Jahres 2019 das Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle am Standort übernommen hatte, wurde nun mit der Übertragung des Abfall-Zwischenlagers auf die BGZ die durch das Entsorgungsübergangsgesetz vorgesehene Neuordnung in der kerntechnischen Entsorgung weiter umgesetzt. Danach sind die Betreiber der Kernkraftwerke für deren Stilllegung und Rückbau sowie die fachgerechte Verpackung der radioaktiven Abfälle zuständig. Die Durchführung und Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung liegt in der Verantwortung des Bundes. Die finanziellen Mittel für die Zwischen- und Endlagerung haben die Kraftwerksbetreiber dem Bund in einem öffentlich rechtlichen Fonds zur Verfügung gestellt, in den sie rund 24 Milliarden Euro eingezahlt haben.

„Mit unserem erfahrenen Team am Standort werden wir das Abfall-Zwischenlager ebenso sicher und zuverlässig betreiben wie schon das Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle“, erklärt Dr. Steffen Vonderau, Leiter des Zwischenlagers Philippsburg. Errichtet wurde das Abfall-Zwischenlager Philippsburg in den vergangenen Jahren durch den Kraftwerksbetreiber. Voraussetzung für die Übernahme des Zwischenlagers durch die BGZ war die kürzlich erfolgte Feststellung der Betriebsbereitschaft der Anlage durch das für die Atomaufsicht verantwortliche Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.

Wechsel in der Leitung des Zwischenlagers Isar

Am Zwischenlager Isar hat es einen personellen Wechsel gegeben: Seit 1. April 2020 führt Markus Luginger als Leiter des Zwischenlagers das derzeit neunköpfige Team der BGZ am Standort Isar.

Luginger folgt auf Lutz Oelschläger, der übergangsweise die Leitungsfunktion übernommen hatte. Mit der Region Landshut ist Markus Luginger schon seit seiner Kindheit eng verbunden. Aufgewachsen in einem Ortsteil der Marktgemeinde Essenbach, hat er in Landshut Abitur gemacht und sich nach dem Wehrdienst für ein Maschinenbaustudium an der dortigen Fachhochschule (FH) entschieden.

Im Kernkraftwerk Isar (KKI) startete er 2003 mit der Schichtleiterausbildung auch seine berufliche Karriere in der Kerntechnik. Nach weiteren Tätigkeiten – unter anderen als Assistent der Kraftwerksleitung sowie als Teilbereichsleiter für Schutzaufgaben – zeichnete der 42-jährige Ingenieur seit Mitte 2017 als Fachbereichsleiter „Zentrale Aufgaben“ verantwortlich und übernahm dabei auch die Funktion des Objektsicherungsbeauftragten im KKI.

Das Brennelemente-Zwischenlager Isar wurde 2007 in Betrieb genommen. Seit Januar 2019 ist die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung als neuer Betreiber für das Zwischenlager verantwortlich.

BGZ auf der Ausbildungsmesse Salzwedel

Als eins von über 80 Unternehmen hat sich die BGZ auf der Ausbildungsmesse in Salzwedel präsentiert.

Die Gesellschaft für Zwischenlagerung engagiert sich für den Nachwuchs und bildet am Standort Gorleben Elektroniker*innen für Betriebstechnik aus. Am Stand in der Sporthalle der berufsbildenden Schulen stießen die zahlreichen Informationsmöglichkeiten auf reges Interesse.

„Viele Jugendliche nutzen die gut organisierte Messe, um auszuloten, welche Ausbildung die richtige ist und dabei frühzeitig erste Kontakte zu den Betrieben herzustellen“, so Ausbildungsleiter Felix Kamphausen. Auch die Azubis der BGZ waren vor Ort, um Fragen zu den Abläufen und Anforderungen der Ausbildung zu beantworten. Insbesondere die Modelle und Beispiele in Form von elektronischen Steuerungen veranschaulichten praxisnah das berufliche Tätigkeitsfeld. Interesse an Technik und gute Noten in Mathe und Physik sind beste Voraussetzungen, um ins Berufsleben zu starten. Wer sich selbst ein Bild von der Ausbildung bei der BGZ machen möchte, kann dies bei einem Praktikum tun.

Interessierte können sich unter karriere.bgz.de informieren und bewerben.

Krümmel: BGZ setzt Veranstaltungsreihe fort

Die BGZ hat am Dienstagabend ihre Dialogveranstaltungen am Standort Krümmel fortgesetzt. Bürgerinnen und Bürger tauschten sich im Ratssaal der Stadt Geesthacht mit den Verantwortlichen der BGZ über die sichere Aufbewahrung radioaktiver Abfälle am Standort aus.

Der Leiter des Zwischenlagers, Dr. Henning Knigge, erklärte: „Die Übernahme des Zwischenlagers für ausgediente Brennelemente zum Jahresbeginn 2019 hat gut funktioniert, wir betreiben es sicher und zuverlässig. Wir bereiten uns nun auf die Übernahme des Zwischenlagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle im kommenden Jahr vor. Dazu stehen wir in engem Austausch mit der Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH, die das Abfalllager derzeit errichtet.“

„Mit der Einlagerung des letzten Brennelements des Kernkraftwerks Krümmel und der damit verbundenen Brennstofffreiheit der Anlage ist die Annahme hochradioaktiver Abfälle in unser Zwischenlager abgeschlossen“, erläutert Dr. Henning Knigge. „Auch die Nachrüstung der Anlagensicherung verläuft planmäßig“, so Knigge weiter. „Zudem werden wir personell weiter wachsen und unsere BGZ-Mannschaft von derzeit neun auf 19 Mitarbeiter vergrößern.“

Olaf Schulze äußerte sich als Bürgermeister von Geesthacht im Anschluss positiv über die Arbeit und die Kommunikation der BGZ: „Es ist erfreulich, dass die Übertragung des Zwischenlagers reibungslos verlaufen ist und die BGZ in transparenter Form über den Fortgang der zahlreichen Projekte berichtet“, so Schulze.

Ahaus: Regelmäßiger Informationsaustausch mit dem Rat der Stadt

Mitglieder des Rates und der Stadtverwaltung Ahaus haben sich am gestrigen Abend zu ihrem regelmäßigen Informationsaustausch mit Vertretern der BGZ am Zwischenlager Ahaus getroffen.

Im Informationshaus gab zunächst Burghard Rosen den Ratsmitgliedern einen Überblick über die Entwicklung der BGZ seit dem letzten Treffen vor gut einem Jahr. Bedingt durch die Übernahme zahlreicher Zwischenlager in Deutschland hat sich die Belegschaft der BGZ auf heute gut 350 Beschäftigte verdoppelt. Aktuell betreibt die BGZ 21 Zwischenlager an 16 Standorten.

Für das Zwischenlager Ahaus gingen mit diesem Wachstum personelle Veränderungen einher: Die Presse- und Standortkommunikation Ahaus hat zum 1. Januar 2020 Dr. David Knollmann von Burghard Rosen übernommen, der in dieser Funktion für alle BGZ-Standorte in Deutschland tätig ist. Zudem stellte sich Uwe Wolf als neuer Leiter des Zwischenlagers Ahaus vor. Er folgt auf Markus Röder, der die Leitung der BGZ-Standorte in Nordwestdeutschland übernommen hat und der den Ratsmitgliedern die aktuellen Projekte am Standort Ahaus erläuterte. Hierzu gehören weit fortgeschrittene Nachrüstungsmaßnahmen ebenso wie die Aufbewahrung schwach- und mittelradioaktiver Abfälle oder die geplante Zwischenlagerung von Forschungsreaktorbrennelementen im Zwischenlager Ahaus.

Detaillierte Informationen zu den Hintergründen des vorgesehenen Transports der Brennelemente des Forschungsreaktors der Technischen Universität München (FRM II) vermittelte Dr. Heiko Gerstenberg als dessen stellvertretender technischer Direktor. Er beschrieb die Art des verwendeten Kernbrennstoffs, seine Anwendungsgebiete im Forschungsreaktor und zeigte auf, welche technischen und genehmigungsrechtlichen Schritte bis zu einer Einlagerung der Brennelemente im Zwischenlager Ahaus zu absolvieren sind. Im Anschluss an die Einführungsvorträge tauschten sich die Vertreter von BGZ und TU München mit den Ratsmitgliedern über ihre Fragen und Positionen zur Zwischenlagerung in Ahaus aus.

„Ungeachtet unterschiedlicher Auffassungen in einigen Fragen bleibt der persönliche Austausch und der offene Umgang miteinander weiterhin richtig und wichtig“, erklärte Karola Voß, Bürgermeisterin der Stadt Ahaus. Voß dankte der BGZ wie der Delegation der TU München für die Informationen aus erster Hand. „Diesen Dialog hier am Standort möchten wir auch in Zukunft aufrechterhalten“, so Voß weiter.

BGZ übernimmt Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle

In wenigen Tagen wird die nächste Etappe bei der Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung erreicht: Zum 1. Januar 2020 übernimmt die BGZ auch die Betriebsführung bei sechs Zwischenlagern für schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Diese befinden sich an den Standorten Biblis (zwei Lager), Obrigheim, Unterweser, Stade und Würgassen.

Die dort aufbewahrten Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung, wie zum Beispiel Schutzkleidung, Filter oder Anlagenteile, stammen aus Betrieb und Rückbau der Kernkraftwerke und werden ab dem Jahr 2027 an das Endlager Konrad bei Salzgitter abgegeben. Weitere Zwischenlager an den Standorten Brunsbüttel, Krümmel, Neckarwestheim, Philippsburg, Grafenrheinfeld und Unterweser werden derzeit von den Energieversorgungsunternehmen errichtet und nach erfolgter Inbetriebnahme ebenfalls auf die BGZ übertragen.

Nachdem die BGZ bereits zu Beginn des Jahres 2019 die Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle von den Energieversorgungsunternehmen übernommen hatte und seitdem sicher betreibt, wird nun mit der Übertragung der Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle auf die BGZ die durch das Entsorgungsübergangsgesetz vorgesehene Neuordnung in der kerntechnischen Entsorgung weiter umgesetzt. Danach sind die Betreiber der Kernkraftwerke für deren Stilllegung und Rückbau sowie die fachgerechte Verpackung der radioaktiven Abfälle zuständig. Die Durchführung und Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung liegt in der Verantwortung des Bundes, der zum Zwecke der sicheren Zwischenlagerung im Jahr 2017 die BGZ gegründet hat. Die finanziellen Mittel für die Zwischen- und Endlagerung haben die Betreiber dem Bund in einem öffentlich rechtlichen Fonds zur Verfügung gestellt, in den sie rund 24 Milliarden Euro eingezahlt haben.

„Die Übertragung der Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle auf die bundeseigene BGZ ist ein weiterer wichtiger Schritt bei der gesetzlich vorgesehenen Neuordnung der Aufgaben in der kerntechnischen Entsorgung. Wir haben durch unser motiviertes und fachkundiges Personal die Übertragung sehr gut vorbereitet und werden zusammen mit unseren neuen Mitarbeitern weiterhin dafür Sorge tragen, dass die radioaktiven Abfälle bis zu deren Endlagerung unter den höchsten Sicherheitsstandards aufbewahrt werden“, macht Dr. Ewold Seeba, Vorsitzender der BGZ-Geschäftsführung, deutlich.

Krümmel: Einlagerung hochradioaktiver Abfälle abgeschlossen

Krümmel: Einlagerung hochradioaktiver Abfälle abgeschlossen

Im Zwischenlager Krümmel hat die BGZ die Einlagerung hochradioaktiver Abfälle abgeschlossen. Begleitet durch unabhängige Sachverständige der schleswig-holsteinischen Atomaufsicht transportierte das Team der BGZ einen letzten CASTOR-Behälter auf seinen Stellplatz in der Zwischenlagerhalle. Zuvor hatte der Betreiber des Kernkraftwerks Krümmel den Behälter mit Brennstäben aus dem Lagerbecken des Reaktors beladen.

Genehmigt ist das Zwischenlager Krümmel für die Aufbewahrung von bis zu 65 CASTOR-Behältern. Mit dem jetzt eingelagerten 42. CASTOR-Behälter wird die Kapazität des Zwischenlagers lediglich zu zwei Dritteln genutzt. Die am Standort gelagerte Menge an hochradioaktiven Abfällen fällt damit aufgrund des Atomausstiegs deutlich geringer aus als ursprünglich geplant. Neben den Zwischenlagern Gorleben und Unterweser ist Krümmel damit der dritte Standort der BGZ, an dem die Einlagerung von hochradioaktiven Abfällen beendet ist.

„Die sichere und zuverlässige Aufbewahrung radioaktiver Abfälle bis zu ihrer Endlagerung ist unsere Kernkompetenz“, erklärt Dr. Henning Knigge. Gemeinsam mit derzeit sechs weiteren Kolleginnen und Kollegen der BGZ führt der Ingenieur als Leiter des Zwischenlagers den Betrieb vor Ort. Künftig wird die Mannschaft der BGZ in Krümmel weiter wachsen. Entsprechend der gesetzlichen Regelungen zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung wurde der BGZ das Zwischenlager Krümmel am 1. Januar 2019 vom bisherigen Betreiber übertragen. Ein weiteres Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus Betrieb und Rückbau wird derzeit geplant und wird nach Inbetriebnahme ebenfalls auf die BGZ übertragen.

Übung im Zwischenlager Ahaus

Im Zwischenlager Ahaus findet am 24. Oktober 2019 eine routinemäßige Feuerwehrübung statt.

Derartige Übungen werden in regelmäßigen Abständen in allen kerntechnischen Anlagen durchgeführt. Hierdurch ist in Notfallsituationen eine reibungslose Zusammenarbeit des Anlagenbetreibers mit externen Einsatzkräften gewährleistet.