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Zwischenlager Isar: Probelauf erfolgreich durchgeführt

3. Mai 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
NIEDERAICHBACH – Die BGZ hat im Zwischenlager Isar erfolgreich einen Probelauf für die vorgesehene Einlagerung von CASTOR-Behältern mit Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente durchgeführt. Dieser ist Teil der Vorbereitungen für die Rücknahme dieser Abfälle. Ein Termin für den Transport nach Bayern steht noch nicht fest.

„Unser Team absolvierte mit einem leeren, knapp 100 Tonnen schweren CASTOR-Behälter erfolgreich alle Arbeitsschritte, die zur Einlagerung erforderlich sind“, erläutert Markus Luginger, Leiter des Zwischenlagers Isar. Die BGZ habe dadurch gezeigt, dass sie die hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung sicher annehmen und aufbewahren kann.

Unabhängige Sachverständige überwachten im Auftrag des bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) als für das Zwischenlager Isar zuständige Aufsichtsbehörde den mehrtägigen Probelauf und bestätigten dessen ordnungsgemäße Durchführung.

Mitte April erteilte das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) der BGZ die Genehmigung, sieben CASTOR-Behälter mit verglasten hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung im Zwischenlager Isar aufzubewahren. „Die Behälter sollen in den nächsten Jahren vom britischen Sellafield in das Zwischenlager Isar gebracht werden. Ein Termin für den Transport steht noch nicht fest“, informiert Stefan Mirbeth, verantwortlich für die BGZ-Kommunikation am Standort Isar.

Noch ausstehende Voraussetzung für die Rückführung ist eine Transportgenehmigung nach dem Atomgesetz, die ein von der Energiewirtschaft beauftragtes Unternehmen beim BASE beantragt hat. Diese ist noch nicht erteilt.

 

Hintergrund:

Bis 2005 wurden Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien und Frankreich transportiert. Die dabei angefallenen, hochradioaktiven Abfälle müssen die Abfallbesitzer, die Betreiber der Atomkraftwerke, gemäß ihren vertraglichen Verpflichtungen nach Deutschland zurückführen. Zur Rücknahme dieser Abfälle hat sich die Bundesrepublik Deutschland auch völkerrechtlich verpflichtet.

Im Jahr 2015 ist ein Konzept zur Verteilung der noch im Ausland lagernden Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente mit breitem politischem Konsens verabschiedet worden. Dieses sieht eine bundesweit ausgewogene Verteilung der Behälter vor. Damals sind vier Standorte für die Rückführung festgelegt worden: Biblis in Hessen, Brokdorf in Schleswig-Holstein, Isar in Bayern und Philippsburg in Baden-Württemberg.

Nach Hessen ist die Rückführung bereits abgeschlossen: Im November 2020 wurden sechs Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der britischen Wiederaufarbeitung zum Zwischenlager Biblis transportiert. Für Deutschland war dies der erste große Rücktransport von Atommüll in CASTOR-Behältern seit 2011. Er verlief reibungslos und ohne Störungen.

18 weitere CASTOR-Behälter müssen in den kommenden Jahren noch nach Deutschland zurückgeführt werden, davon sieben Behälter in das Zwischenlager Isar. Nach Abschluss der Rückführung werden die Behälter dann in den Bundesländern aufbewahrt, aus deren Atomkraftwerken anteilig die größte Menge an Kernbrennstoff ins Ausland gebracht wurde.

Die BGZ hat von Beginn an proaktiv über die Rückführung informiert, so beispielsweise vor rund 500 Bürger*innen in Niederaichbach. Sie wird diese Kommunikation fortsetzen. Weitere Informationen finden sich auch hier: https://rueckfuehrung.bgz.de/

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/05/2023-05-03-PM-Probelauf-ZL-Isar.jpg 1500 2000 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-05-03 12:56:062025-04-24 15:58:50Zwischenlager Isar: Probelauf erfolgreich durchgeführt

Zwischenlager Brokdorf mit neuer Leitung

2. Mai 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
BROKDORF – Zum 1. Mai 2023 hat Marco Paschen die Leitung des BGZ-Zwischenlagers Brokdorf übernommen. Er folgt damit auf Sandro Ringel, der inzwischen als Hauptabteilungsleiter für die Standorte Brokdorf, Brunsbüttel, Gorleben und Krümmel zuständig ist. Voraussetzung war zudem eine Zustimmung des schleswig-holsteinischen Umweltministeriums (MEKUN) als zuständige Aufsichtsbehörde, die nun erteilt wurde.

Der 46-jährige Marco Paschen war zuletzt Leiter für Sicherung und Instandhaltung bei der BGZ in Brunsbüttel. Nach dem Studium der Wirtschaftsinformatik begann er 2004 zunächst als Sachgebietsleiter für Prozessdatenverarbeitung im Kernkraftwerk Brunsbüttel. Dort trug der gebürtige Dithmarscher dann die Verantwortung für die IT-Systeme einschließlich der Brandschutz- und Anlagensicherungssysteme.

Im Zuge der geplanten Übertragung des Zwischenlagers auf die BGZ wechselte Marco Paschen dann als Fachbereichsleiter zum Zwischenlager Brunsbüttel. Zusätzlich fungierte er als IT-Sicherheitsbeauftragter für die beiden kerntechnischen Anlagen und Einrichtungen am Standort Brunsbüttel.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/05/2023-05-02-Neuer-Leiter-des-Zwischenlagers-Brokdorf-Marco-Paschen.jpg 1500 2000 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2023-05-02 09:24:392025-04-24 15:59:13Zwischenlager Brokdorf mit neuer Leitung

Zwischenlager Unterweser: Kreispolitik informiert sich über geplante Investitionen

20. April 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
UNTERWESER – Bei einem Besuch am Standort Unterweser hat die BGZ den Landrat Stephan Siefken sowie die Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen über die sichere Zwischenlagerung informiert.

Im Fokus stand dabei auch die geplante Errichtung eines Wach- und Funktionsgebäudes. Entsprechende Vorarbeiten sind weit fortgeschritten. Der dreigeschossige Bau zählt zu den wichtigsten Projekten für den vom Kernkraftwerk entkoppelten Zwischenlagerbetrieb. Die Vertreter*innen der Kreispolitik besichtigten auch das Brennelemente-Zwischenlager und erhielten so Einblicke in das Konzept der sicheren Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle.

Im Anschluss an den Termin äußerte sich Landrat Stephan Siefken: „Ich bin froh, mich vor Ort davon überzeugen zu können, dass die BGZ auf Grundlage der gültigen Genehmigungen in die Sicherheit des Zwischenlagerstandortes investiert. Ich begrüße es, dass die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle ab Ende dieses Jahrzehnts an das Endlager Konrad abgegeben werden sollen.“

Siefken führt weiter aus: „Mindestens genauso wichtig ist es jedoch, dass der bereits eingeleitete Prozess der Endlagersuche weiter intensiv betrieben wird, um Klarheit über den Zeitplan für den Verbleib der hochradioaktiven Brennelemente zu schaffen. Die Wesermarsch halte ich allein aufgrund der tiefliegenden Gebiete und damit verbundenen allgemeinen Hochwasserrisiken generell für vollkommen ungeeignet, um hier ein Endlager zu bauen.“

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/04/2023-04-20-Landrat-Stephan-Siefken-3.v.r.-mit-Mitgliedern-des-Kreistags-Wesermarsch-und-Vertretern-der-BGZ-im-Brennelement-Zwischenlager-Unterweser-scaled.jpg 2498 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2023-04-20 11:24:172025-04-24 16:01:05Zwischenlager Unterweser: Kreispolitik informiert sich über geplante Investitionen

Ahaus: BGZ informiert zum Zwischenlager

18. April 2023/in Aktuelles, Startseite
AHAUS – In einer Informationsveranstaltung für den Rat und die Bürger*innen der Stadt Ahaus wird die BGZ die aktuellen Vorhaben am Zwischenlager-Standort vorstellen. Die Veranstaltung findet statt am Montag, den 08. Mai 2023, ab 19 Uhr im Ratssaal der Stadt Ahaus.

Das bundeseigene Unternehmen wird in der Informationsveranstaltung außerdem erläutern, wie die sichere Zwischenlagerung auch angesichts des neuen Zeithorizonts bei der Endlagersuche gewährleistet werden soll. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) wird an dem Abend den aktuellen Stand der Suche darstellen.

Hintergrund:
Die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigung für das Zwischenlager in Ahaus läuft im Jahr 2036 aus. Da es Jahrzehnte dauert, bis alle hochradioaktiven Abfälle an ein Endlager abgegeben sind, wäre auch nach der ursprünglichen Planung, einen Endlagerstandort bis 2031 zu benennen, eine verlängerte Zwischenlagerung erforderlich gewesen. Auf diese bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung 2017 vor. Im November 2022 wurde bekannt, dass sich die Suche nach einem Endlagerstandort verzögert. Die verantwortliche Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) rechnet frühestens in den 2040er Jahren mit der Benennung eines Standorts. Die BGZ wird rechtzeitig neue Aufbewahrungsgenehmigungen für ihre Standorte beantragen und muss in diesen neu zu führenden Genehmigungsverfahren nachweisen, dass die Sicherheit der Zwischenlagerung über 40 Jahre hinaus gewährleistet ist.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/04/BGZ_Ahaus_3514_388_low-scaled.jpg 2017 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2023-04-18 09:36:122025-04-24 16:01:31Ahaus: BGZ informiert zum Zwischenlager

BGZ veröffentlicht jährlichen Bericht zur Umgebungsüberwachung und lädt zum Dialog ein

13. April 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
GORLEBEN – Im Bericht wird bestätigt, dass die BGZ-Anlagen keine radioaktiven Stoffe emittiert haben und die Strahlung am Zaun deutlich unterhalb des Genehmigungswertes gelegen hat.

So ist für das Jahr 2022 am Anlagenzaun an der Stelle mit der höchsten Strahlung ein Wert von 0,10 Millisievert ermittelt worden. Diesen würde eine Person aufnehmen, die sich ununterbrochen ein Jahr lang am Zaun aufhielte. Der Genehmigungswert liegt bei 0,30 Millisievert pro Jahr. Zum Vergleich: Infolge eines Wohnortwechsels von Norddeutschland in ein deutsches Mittelgebirge ergibt sich eine zusätzliche Strahlenbelastung von rund 0,18 Millisievert pro Jahr.

Auch die Auswertung der Proben aus Luft, Niederschlag, Boden, Grundwasser und Vegetation haben für 2022 keine aus dem Betrieb des Zwischenlagers stammende Radioaktivität ergeben. Insgesamt ist langfristig mit einer weiteren Abnahme der Jahresdosis zu rechnen, da keine Einlagerungen hochradioaktiver Abfälle mehr erfolgen.

Der Umgebungsüberwachungsbericht kann hier heruntergeladen werden.

„Wir möchten die interessierten Bürger*innen gerne im Rahmen einer Dialogveranstaltung über die Ergebnisse der Umgebungsüberwachung informieren und diese erörtern“, sagt Dr. Tristan Zielinski als Standortkommunikator für das BGZ-Zwischenlager Gorleben.

Die Veranstaltung findet statt am
Mittwoch, den 03.05.2023, um 18:30 Uhr
im Infohaus der BGZ
Lüchower Str. 4, 29475 Gorleben

Für die Teilnahme wird um eine Anmeldung gebeten, die per Mail an info@bgz.de oder telefonisch unter 05882/10286 möglich ist.

Kommen Sie bei Fragen gerne auf uns zu.

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/04/2023-04-13-Das-Brennelemente-Zwischenlager-Gorleben-scaled.jpg 1707 2560 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2023-04-13 14:14:242025-04-24 16:01:50BGZ veröffentlicht jährlichen Bericht zur Umgebungsüberwachung und lädt zum Dialog ein

Zwischenlager Isar: Aufbewahrung von Wiederaufarbeitungsabfällen genehmigt

12. April 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
NIEDERAICHBACH – Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hat der BGZ die Genehmigung erteilt, sieben CASTOR-Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung im Zwischenlager Isar aufzubewahren.

„Die nun erteilte Genehmigung nach dem Atomgesetz bescheinigt uns, dass das Konzept der Zwischenlagerung trägt und die Behälter im Zwischenlager Isar sicher aufbewahrt werden können“, erläutert Stefan Weber als Leiter der Abteilung Genehmigungen bei der BGZ.

Der Leiter des Zwischenlagers Isar, Markus Luginger, ergänzt: „Die Behälter mit verglasten Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente im Ausland sollen in den nächsten Jahren vom britischen Sellafield in das Zwischenlager Isar gebracht werden. Ein Termin für den Transport steht noch nicht fest.“ Für die Rückführung sei zudem eine Transportgenehmigung nach dem Atomgesetz erforderlich, die ein von der Energiewirtschaft beauftragtes Unternehmen beim BASE beantragt hat. Diese ist allerdings noch nicht erteilt.

Stefan Mirbeth, verantwortlich für die BGZ-Kommunikation am Standort Isar, erläutert: „Im Jahr 2015 ist ein Konzept zur Verteilung der noch im Ausland lagernden Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente mit breitem politischem Konsens verabschiedet worden. Dieses sieht eine bundesweit ausgewogene Verteilung der Behälter vor.“ Damals sind vier Standorte für die Rückführung festgelegt worden: Biblis in Hessen, Brokdorf in Schleswig-Holstein, Isar in Bayern und Philippsburg in Baden-Württemberg. „Diese Verteilung ist fair, denn sie orientiert sich am Verursacherprinzip“, macht Mirbeth deutlich und ordnet ein: „Der meiste Kernbrennstoff wurde aus niedersächsischen AKW zur Wiederaufarbeitung ins Ausland gebracht. Nach Niedersachsen wurden demnach auch 108 CASTOR-Behälter zurückgeführt.“ Mirbeth weiter: „Fast ebenso viel Material wurde aber auch aus bayerischen AKW zur Wiederaufarbeitung ins Ausland gebracht. Nach Bayern wurde allerdings bislang kein einziger CASTOR-Behälter transportiert.“

Nach Hessen ist die Rückführung bereits abgeschlossen: Im November 2020 wurden sechs Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der britischen Wiederaufarbeitung zum Zwischenlager Biblis transportiert. Für Deutschland war dies der erste große Rücktransport von Atommüll in CASTOR-Behältern seit 2011. Er verlief reibungslos und ohne Störungen.

18 weitere CASTOR-Behälter müssen in den kommenden Jahren noch nach Deutschland zurückgeführt werden, davon sieben Behälter in das Zwischenlager Isar. Nach Abschluss der Rückführung werden die Behälter dann in den Bundesländern aufbewahrt, aus deren Atomkraftwerken anteilig die größte Menge an Kernbrennstoff ins Ausland gebracht wurde.

 

Hintergrund

Bis 2005 wurden Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien und Frankreich transportiert. Gemäß ihren vertraglichen Verpflichtungen müssen die Abfallbesitzer, die Betreiber der Atomkraftwerke, ihre noch im Ausland lagernden Wiederaufarbeitungsabfälle nach Deutschland zurückführen. Zur Rücknahme dieser Abfälle hat sich die Bundesrepublik Deutschland auch völkerrechtlich verpflichtet.

Die BGZ hat von Beginn an proaktiv über die Rückführung informiert, so beispielsweise vor rund 500 Bürger*innen in Niederaichbach. Sie wird diese Kommunikation fortsetzen. Weitere Informationen finden sich auch hier: https://rueckfuehrung.bgz.de/

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/04/2023-04-12-Das-Brennelemente-Zwischenlager-Isar.jpg 2299 2560 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2023-04-12 15:52:352025-04-24 16:02:10Zwischenlager Isar: Aufbewahrung von Wiederaufarbeitungsabfällen genehmigt

Nach Abschaltung der Atomkraftwerke: BGZ sorgt für sichere Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle

12. April 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
ESSEN – Die letzten drei Atomkraftwerke in Deutschland werden zum 15. April 2023 abgeschaltet. Doch viele Aufgaben der nuklearen Sicherheit bleiben. Die BGZ wird die radioaktiven Abfälle sicher bis zur Abgabe an ein Endlager aufbewahren.

Das von der BGZ angewandte Konzept der Zwischenlagerung ist so robust ausgelegt, dass Effekte ausgeschlossen werden können, bei denen die Sicherheit plötzlich und unerwartet gefährdet ist. Eine umfangreiche Überwachung sorgt dafür, dass der sichere Betrieb der Zwischenlager dauerhaft gewährleistet ist. So sind die Behälter, in denen die hochradioaktiven Abfälle aufbewahrt werden, an ein Überwachungssystem angeschlossen, das rund um die Uhr deren Dichtheit kontrolliert.

Die Einhaltung der Sicherheit wird fortlaufend durch die Aufsichtsbehörden und externe Gutachter überprüft. Es gibt keinerlei Anzeichen für Sicherheitsdefizite. „Wir sind daher davon überzeugt, dass das durch uns umgesetzte Konzept der trockenen Zwischenlagerung der hochradioaktiven Abfälle, auch im internationalen Vergleich, am besten geeignet ist, die Sicherheit der Zwischenlagerung über die nächsten Dekaden zu gewährleisten“, betont Dr. Michael Hoffmann, Bereichsleiter Betrieb bei der BGZ.

Da die Genehmigungen für die Zwischenlager, in denen die hochradioaktiven Abfälle aufbewahrt werden, ab 2034 sukzessive auslaufen, bereitet sich die BGZ auf die verlängerte Zwischenlagerung, und damit auch auf entsprechende Anträge bei den zuständigen Behörden, vor. Dazu verfolgt das bundeseigene Unternehmen ein umfassendes Forschungsprogramm, in dessen Rahmen es mit nationalen und internationalen Partnern aus Industrie, Wissenschaft und von Universitäten das Langzeitverhalten von Behältern und Brennelementen untersucht.

Erste Erkenntnisse und die Erfahrung aus mehr als drei Jahrzehnten sicherem Zwischenlagerbetrieb in Deutschland zeigen, dass die Behälter geeignet sind, das radioaktive Material über einen längeren Zeitraum sicher einzuschließen, als ursprünglich vorgesehen. „Eines steht in jedem Fall fest: Wir werden die sichere Aufbewahrung gewährleisten, bis alle Behälter an das Endlager abgegeben sind“, so Hoffmann.

Über die Standorte der BGZ sowie die dort gelagerten radioaktiven Abfälle informiert das Unternehmen auf seiner Website https://zwischenlager.info.

 

Hintergrund

Die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die erste Genehmigung für das Zwischenlager in Gorleben läuft im Jahr 2034 aus. Da es Jahrzehnte dauert, bis alle hochradioaktiven Abfälle an ein Endlager abgegeben sind, wäre auch nach der ursprünglichen Planung, einen Endlagerstandort bis 2031 zu benennen, eine verlängerte Zwischenlagerung erforderlich gewesen. Auf diese bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung 2017 vor. Im November 2022 wurde bekannt, dass sich die Suche nach einem Endlagerstandort verzögert. Die verantwortliche Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) rechnet frühestens in den 2040er Jahren mit der Benennung eines Standorts. Die BGZ wird rechtzeitig neue Aufbewahrungsgenehmigungen für ihre Standorte beantragen und in diesen neu zu führenden Genehmigungsverfahren nachweisen, dass die Sicherheit der Zwischenlagerung über 40 Jahre hinaus gewährleistet ist. Weitere Informationen sind hier erhältlich: https://bgz.de.

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/04/2023-04-12-Das-Brennelemente-Zwischenlager-Gorleben.jpg 1707 2560 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2023-04-12 11:11:592025-04-24 16:02:32Nach Abschaltung der Atomkraftwerke: BGZ sorgt für sichere Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle
Christopher Mick/BGZ

Vom Reaktor in den CASTOR: Ausgediente Brennelemente vom Kernkraftwerk Brokdorf ins Zwischenlager transportiert

31. März 2023/in Aktuelles, Startseite
BROKDORF – Auf einem Sattelschlepper werden 120 Tonnen schwere Gusseisen-Behälter im Schritttempo vorsichtig über das Gelände des Kernkraftwerks Brokdorf gezogen. Ihr Ziel: der Empfangsbereich des Zwischenlagers. Dort angekommen befördert ein Team von Ingenieuren, Technikern und Strahlenschützern die Behälter mit Hilfe eines gewaltigen Krans zunächst in den Wartungsbereich der massiven Stahlbetonhalle. Hier erfolgt eine streng durch Aufsichtsbehörde und Gutachter überwachte Eingangskontrolle der über sechs Meter hohen Behälter. Ihr Inhalt: ausgediente Brennelemente aus dem Betrieb des Kernkraftwerks Brokdorf.

Bis Ende 2025 soll das Kernkraftwerk an der Unterelbe brennstofffrei sein. In einer ersten von insgesamt sieben Kampagnen hat ein Team von Spezialisten nun fünf Behälter mit abgebrannten Brennelementen beladen und in das von der bundeseigenen BGZ betriebene StandortZwischenlager in direkter Nachbarschaft des Kraftwerks gebracht, wo die CASTOR-Behälter sicher bis zur Abgabe an ein Endlager aufbewahrt werden. Dieser Vorgang ist ein Meilenstein auf dem Weg zum Rückbau des Meilers, der sich nach seiner Stilllegung im Dezember 2021 im sogenannten Nachbetrieb befindet.

„Während die Beladung und der Transport der fünf CASTOR-Behälter Aufgabe des Kraftwerksbetreibers, der PreussenElektra GmbH, ist, kümmern sich unsere Fachleute um die Handhabung der Behälter im Zwischenlager. Speziell geschultes Personal trägt während der gesamten Kampagne dafür Sorge, dass die Behälter mit zwei Deckeln sicher verschlossen und frei von radioaktiver Kontamination sind“, erklärt Finn Harders, Leiter des Strahlenschutzes bei der BGZ am Standort Brokdorf.

Nach der Eingangskontrolle wird jeder Behälter mit dem Kran auf den eigens für ihn vorgesehenen Stellplatz in der Halle gebracht und dort an das Überwachungssystem angeschlossen. Denn die Dichtheit beider Deckel jedes Castor-Behälters im Zwischenlager wird mit Hilfe dieses Behälterüberwachungssystems kontrolliert. Dabei erfasst ein im äußeren Deckel eingebauter Druckschalter den Überdruck im Sperrraum zwischen den beiden Deckeln und überwacht damit die Dichtheit des gesamten Deckelsystems. Für den extrem unwahrscheinlichen Fall einer Deckelundichtigkeit ist vorgesorgt: „Im Wartungsbereich des Zwischenlagers könnten im Bedarfsfall alle notwendigen Reparaturen durchgeführt werden, ohne dass ein Behälter geöffnet werden muss“, erläutert Harders.

Insgesamt stehen in deutschen Zwischenlagern etwa 1.200 Transport- und Lagerbehälter. In Brokdorf sind es aktuell 40. Wenn alle vorgesehenen Brennelemente und Rückführungsabfälle eingelagert sind, werden es rund 84 Exemplare sein. Im Jahr 2030, nachdem alle deutschen Kernkraftwerke brennstofffrei sind, werden in Deutschland rund 1.900 Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aufbewahrt. Sobald ein Endlager für diese hochradioaktiven Abfälle gefunden ist und in Betrieb geht, werden alle Behälter schrittweise aus den Zwischenlagern zum Endlager abtransportiert. Bis dahin ist die BGZ für die sichere Zwischenlagerung verantwortlich – auch lange, nachdem das Kernkraftwerk verschwunden und am ehemaligen Standort nur noch eine grüne Wiese zu sehen ist.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/03/Einfahren-eines-beladenen-CASTOR-Behaelters-in-das-Brennelemente-Zwischenlager-Brokdorf.jpg 1116 2000 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-03-31 09:54:522025-04-24 18:12:04Vom Reaktor in den CASTOR: Ausgediente Brennelemente vom Kernkraftwerk Brokdorf ins Zwischenlager transportiert

Verlängerte Zwischenlagerung: BGZ präsentiert Forschungsprogramm am Standort Unterweser

29. März 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite, Verlängerte Zwischenlagerung
STADLAND – Wie die sichere Aufbewahrung der Behälter mit hochradioaktiven Abfällen bis zu deren Abgabe an ein Endlager gewährleistet wird, darüber hat die BGZ  bei einer Dialogveranstaltung in der Markthalle Rodenkirchen rund 30 Bürger*innen informiert. Wichtiger Baustein für die verlängerte Zwischenlagerung ist das Forschungsprogramm der BGZ, das Vertreter des bundeseigenen Unternehmens präsentierten.

Zunächst gab Christian Otter, Leiter des Zwischenlagers Unterweser, einen Überblick über aktuelle Projekte am Standort. Dazu zählen im Wesentlichen die Planungen für die organisatorische, bauliche und personelle Entkopplung der Zwischenlager vom Kernkraftwerk Unterweser. In diesem Kontext bereitet die BGZ unter anderem die Errichtung eines eigenen Funktionsgebäudes für Mitarbeiter*innen und das Wachpersonal vor.

Im Anschluss veranschaulichte Ralf Schneider-Eickhoff die gegenwärtigen Forschungsaktivitäten der BGZ. Den Schwerpunkt bilden zurzeit experimentelle Untersuchungen an Metalldichtungen und Brennstabsegmenten, die zusätzliche Erkenntnisse zum Langzeitverhalten der Behälterdichtungen beziehungsweise der Brennelemente liefern sollen. Mit dem Forschungsprogramm habe die BGZ die Grundlage dafür erarbeitet, die Sicherheit der Zwischenlagerung auch über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren hinaus nachzuweisen, erläuterte Schneider-Eickhoff. Das Programm werde laufend fortgeschrieben und an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik angepasst.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 hat die BGZ immer wieder darüber informiert, dass sie sich auf deutlich längere Zwischenlagerzeiten vorbereitet, als ursprünglich vorgesehen. Denn auch nach der bisherigen Planung hätte ein Endlager erst zur Verfügung gestanden, nachdem die auf 40 Jahre befristeten Aufbewahrungsgenehmigungen für die Zwischenlager ausgelaufen sind. Am Standort Unterweser ist das Brennelemente-Zwischenlager aktuell bis 2047 genehmigt.

„Wir sind davon überzeugt, dass das durch uns umgesetzte Konzept der trockenen Zwischenlagerung, auch im internationalen Vergleich, am besten geeignet ist, über die nächsten Dekaden die Sicherheit der Zwischenlagerung zu gewährleisten hob BGZ-Standortkommunikator Jonas Wingert hervor. „Das Konzept der trockenen Zwischenlagerung ist so robust ausgelegt, dass Effekte ausgeschlossen werden können, bei denen die Sicherheit plötzlich und unerwartet gefährdet ist.“

Ein umfassendes Überwachungskonzept sorgt dafür, dass gegebenenfalls frühzeitig Maßnahmen abgeleitet werden können, die den sicheren Betrieb dauerhaft gewährleisten. In allen Zwischenlagern finden darüber hinaus regelmäßige Überprüfungen statt. Dadurch können technische Systeme weiterentwickelt und bei Bedarf angepasst werden. Die BGZ wird zudem fortlaufend prüfen, ob dieses Monitoring erweitert werden muss.

Im Anschluss an die Veranstaltung zeigte sich Standlands Bürgermeister Harald Stindt zufrieden mit dem Informationsangebot der BGZ: „Die Bürgerinnen und Bürger haben sich einen sehr guten Eindruck von den aktuellen Planungen der BGZ hier am Standort Unterweser verschaffen können. Wichtig ist nun, dass die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle vorangetrieben wird.“

Hintergrund

Zwischenlager dürfen keine Dauerlösung darstellen. Die radioaktiven Abfälle sollen daher unterirdisch in einer tiefengeologischen Formation in Deutschland dauerhaft gelagert werden. Da die Suche nach einem Endlager-Standort noch nicht abgeschlossen ist, reichen die ursprünglich auf 40 Jahre befristeten Genehmigungen der Zwischenlager nicht aus. Die BGZ wird rechtzeitig neue Genehmigungen beantragen und die sichere Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle bis zu ihrer Abgabe an das Endlager nachweisen. Darauf bereitet sie sich mit ihrem Forschungsprogramm vor. Im Rahmen von konkreten Forschungsvorhaben arbeitet die BGZ mit Partnern aus der Industrie sowie mit Forschungsinstituten und Universitäten zusammen und führt einen breiten fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene.

Das Forschungsprogramm kann hier angesehen und heruntergeladen werden: https://bgz.de/forschungsprogramm/

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/03/Gemeindebuergermeister-Harald-Stindt-mit-Vertretern-der-BGZ-scaled.jpg 1707 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-03-29 11:58:232025-04-24 18:12:55Verlängerte Zwischenlagerung: BGZ präsentiert Forschungsprogramm am Standort Unterweser
Delegation von Studsvik aus Schweden besichtigt BGZ-Zwischenlager in Lingen.Wollny/BGZ

Verlängerte Zwischenlagerung: BGZ-Forschungsprojekt untersucht bestrahlte Brennelemente

14. März 2023/in Aktuelles, Forschung, Leda, Pressemitteilung, Startseite, Verlängerte Zwischenlagerung
ESSEN – Die BGZ wird im Rahmen eines internationalen Forschungsprojekts das Verhalten bestrahlter Brennelemente untersuchen, um die sichere Zwischenlagerung auch über den bisher genehmigten Zeitraum hinaus nachzuweisen. Für einen fachlichen Austausch dazu hatte das bundeseigene Unternehmen Expert*innen aus Schweden zu Gast, wo die Brennstäbe in heißen Zellen untersucht werden.

„Durch das Projekt gewinnen wir wichtige Erkenntnisse für die verlängerte Zwischenlagerung der Brennelemente“, sagt Dr. Maik Stuke, Leiter des Forschungsprojekts bei der BGZ. In dessen Rahmen werden Brennstäbe in den Laboren der Firma Studsvik in Schweden untersucht, darunter auch Teile von Brennstäben aus deutschen Atomkraftwerken. „Mit den Untersuchungen erhalten wir wichtige Informationen über das Verhalten der bei der BGZ aufbewahrten hochradioaktiven Abfälle“, betont Stuke.

Die BGZ hat bei dem Forschungsprojekt die Federführung und arbeitet mit nationalen und internationalen Partnern aus der Forschung, Industrie sowie mit Behörden zusammen.

Um die nächsten Schritte für die laufenden experimentellen Untersuchungen in den heißen Zellen in Schweden zu besprechen, trafen sich nun Expert*innen von Studsvik mit dem Projektteam der BGZ in Essen. Im Rahmen des Besuchs verschaffte sich die Delegation aus Schweden zudem einen Eindruck vom Konzept zur Aufbewahrung radioaktiver Abfälle in Deutschland. „Das Projekt steht für die gute internationale Zusammenarbeit wichtiger Akteure der nuklearen Entsorgung“, sagt Peter Askeljung, Leiter des Projekts bei Studsvik. So leiste die Forschungsgemeinschaft einen bedeutenden Beitrag zur sicheren Zwischenlagerung.

Hintergrund:
Die Aufbewahrungsgenehmigungen für die Zwischenlager der BGZ sind auf 40 Jahre befristet. Im November 2022 wurde bekannt, dass sich die Suche nach einem Endlager verzögert, wodurch die radioaktiven Abfälle deutlich länger an den Zwischenlagerstandorten aufbewahrt werden müssen. Doch auch nach der ursprünglichen Planung steht ein Endlager erst zur Verfügung, nachdem die Aufbewahrungsgenehmigungen für die Zwischenlager ausgelaufen sind. Die BGZ hat daher seit ihrer Gründung im Jahr 2017 regelmäßig darüber informiert, dass sie sich auf deutlich längere Zwischenlagerzeiten vorbereitet. Mit der verlängerten Zwischenlagerung sind technische Fragen verbunden, die die BGZ im Rahmen der noch zu führenden Genehmigungsverfahren beantworten wird. Dazu verfolgt das bundeseigene Unternehmen ein umfassendes Forschungsprogramm. Im Rahmen nationaler und internationaler Forschungsprojekte untersucht die BGZ unter anderem das Langzeitverhalten von Behältern und Brennelementen. Eines dieser Forschungsprojekte ist LEDA (Long-Term Experimental Dry Storage Analysis), in dessen Rahmen Teile von bestrahlten Brennelementen in heißen Zellen in Schweden untersucht werden.

Weitere Informationen zu LEDA sowie zum Forschungsprogramm der BGZ sind unter https://bgz.de/forschungsprogramm zu finden.

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/03/PM-BGZ-Forschungsprojekt-LEDA-scaled.jpg 1920 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-03-14 15:18:452025-11-18 09:57:50Verlängerte Zwischenlagerung: BGZ-Forschungsprojekt untersucht bestrahlte Brennelemente
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