• Link zu Instagram
  • Link zu Xing
  • Link zu LinkedIn
  • Link zu Youtube
  • Karriere
    • Arbeiten bei der BGZ
    • Ausbildung bei der BGZ
    • Stellenangebote
  • Presse
  • Mediathek
  • Kontakt
  • Gebärdensprache
  • Leichte Sprache
  • Deutsch Deutsch Deutsch de
  • English English Englisch en
Wir überarbeiten unsere Website – Ihre Meinung hilft uns (4 Minuten Umfrage)   → Zur Umfrage • Wir überarbeiten unsere Website – Ihre Meinung hilft uns (4 Minuten Umfrage)   → Zur Umfrage • Wir überarbeiten unsere Website – Ihre Meinung hilft uns (4 Minuten Umfrage)   → Zur Umfrage
  • Über uns
    • Unser Auftrag
    • Unsere Leitlinien
    • Organisation
    • Aufsichtsrat
    • Geschäftsführung
    • Zertifikate/Berichte
    • Umweltbewusst handeln
  • Aktuelles
    • Alle Meldungen
    • Meldepflichtige Ereignisse
    • Veranstaltungen
    • Forum Zwischenlagerung
    • Newsletter
    • Ausschreibungen
    • Standortumfrage
  • Sichere Zwischenlagerung
    • Zwischenlagerung – Allgemeine Information
    • Fragen und Antworten
    • Die Abfälle
    • Transport- und Lagerbehälter
  • Standorte
  • BGZ-Gruppe
    • BZA | Brennelement-Zwischenlager Ahaus GmbH
    • BLG | Brennelementlager Gorleben GmbH
    • KHG | Kerntechnische Hilfsdienst GmbH
  • Projekte
    • Verlängerte Zwischenlagerung
    • Forschung als Aufgabe der BGZ
    • Rücknahme radioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitung
    • Forschungsreaktoren
  • Ihre Fragen
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Nach Abschaltung der Atomkraftwerke: BGZ sorgt für sichere Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle

12. April 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
ESSEN – Die letzten drei Atomkraftwerke in Deutschland werden zum 15. April 2023 abgeschaltet. Doch viele Aufgaben der nuklearen Sicherheit bleiben. Die BGZ wird die radioaktiven Abfälle sicher bis zur Abgabe an ein Endlager aufbewahren.

Das von der BGZ angewandte Konzept der Zwischenlagerung ist so robust ausgelegt, dass Effekte ausgeschlossen werden können, bei denen die Sicherheit plötzlich und unerwartet gefährdet ist. Eine umfangreiche Überwachung sorgt dafür, dass der sichere Betrieb der Zwischenlager dauerhaft gewährleistet ist. So sind die Behälter, in denen die hochradioaktiven Abfälle aufbewahrt werden, an ein Überwachungssystem angeschlossen, das rund um die Uhr deren Dichtheit kontrolliert.

Die Einhaltung der Sicherheit wird fortlaufend durch die Aufsichtsbehörden und externe Gutachter überprüft. Es gibt keinerlei Anzeichen für Sicherheitsdefizite. „Wir sind daher davon überzeugt, dass das durch uns umgesetzte Konzept der trockenen Zwischenlagerung der hochradioaktiven Abfälle, auch im internationalen Vergleich, am besten geeignet ist, die Sicherheit der Zwischenlagerung über die nächsten Dekaden zu gewährleisten“, betont Dr. Michael Hoffmann, Bereichsleiter Betrieb bei der BGZ.

Da die Genehmigungen für die Zwischenlager, in denen die hochradioaktiven Abfälle aufbewahrt werden, ab 2034 sukzessive auslaufen, bereitet sich die BGZ auf die verlängerte Zwischenlagerung, und damit auch auf entsprechende Anträge bei den zuständigen Behörden, vor. Dazu verfolgt das bundeseigene Unternehmen ein umfassendes Forschungsprogramm, in dessen Rahmen es mit nationalen und internationalen Partnern aus Industrie, Wissenschaft und von Universitäten das Langzeitverhalten von Behältern und Brennelementen untersucht.

Erste Erkenntnisse und die Erfahrung aus mehr als drei Jahrzehnten sicherem Zwischenlagerbetrieb in Deutschland zeigen, dass die Behälter geeignet sind, das radioaktive Material über einen längeren Zeitraum sicher einzuschließen, als ursprünglich vorgesehen. „Eines steht in jedem Fall fest: Wir werden die sichere Aufbewahrung gewährleisten, bis alle Behälter an das Endlager abgegeben sind“, so Hoffmann.

Über die Standorte der BGZ sowie die dort gelagerten radioaktiven Abfälle informiert das Unternehmen auf seiner Website https://zwischenlager.info.

 

Hintergrund

Die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die erste Genehmigung für das Zwischenlager in Gorleben läuft im Jahr 2034 aus. Da es Jahrzehnte dauert, bis alle hochradioaktiven Abfälle an ein Endlager abgegeben sind, wäre auch nach der ursprünglichen Planung, einen Endlagerstandort bis 2031 zu benennen, eine verlängerte Zwischenlagerung erforderlich gewesen. Auf diese bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung 2017 vor. Im November 2022 wurde bekannt, dass sich die Suche nach einem Endlagerstandort verzögert. Die verantwortliche Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) rechnet frühestens in den 2040er Jahren mit der Benennung eines Standorts. Die BGZ wird rechtzeitig neue Aufbewahrungsgenehmigungen für ihre Standorte beantragen und in diesen neu zu führenden Genehmigungsverfahren nachweisen, dass die Sicherheit der Zwischenlagerung über 40 Jahre hinaus gewährleistet ist. Weitere Informationen sind hier erhältlich: https://bgz.de.

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/04/2023-04-12-Das-Brennelemente-Zwischenlager-Gorleben.jpg 1707 2560 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2023-04-12 11:11:592025-04-24 16:02:32Nach Abschaltung der Atomkraftwerke: BGZ sorgt für sichere Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle
Christopher Mick/BGZ

Vom Reaktor in den CASTOR: Ausgediente Brennelemente vom Kernkraftwerk Brokdorf ins Zwischenlager transportiert

31. März 2023/in Aktuelles, Startseite
BROKDORF – Auf einem Sattelschlepper werden 120 Tonnen schwere Gusseisen-Behälter im Schritttempo vorsichtig über das Gelände des Kernkraftwerks Brokdorf gezogen. Ihr Ziel: der Empfangsbereich des Zwischenlagers. Dort angekommen befördert ein Team von Ingenieuren, Technikern und Strahlenschützern die Behälter mit Hilfe eines gewaltigen Krans zunächst in den Wartungsbereich der massiven Stahlbetonhalle. Hier erfolgt eine streng durch Aufsichtsbehörde und Gutachter überwachte Eingangskontrolle der über sechs Meter hohen Behälter. Ihr Inhalt: ausgediente Brennelemente aus dem Betrieb des Kernkraftwerks Brokdorf.

Bis Ende 2025 soll das Kernkraftwerk an der Unterelbe brennstofffrei sein. In einer ersten von insgesamt sieben Kampagnen hat ein Team von Spezialisten nun fünf Behälter mit abgebrannten Brennelementen beladen und in das von der bundeseigenen BGZ betriebene StandortZwischenlager in direkter Nachbarschaft des Kraftwerks gebracht, wo die CASTOR-Behälter sicher bis zur Abgabe an ein Endlager aufbewahrt werden. Dieser Vorgang ist ein Meilenstein auf dem Weg zum Rückbau des Meilers, der sich nach seiner Stilllegung im Dezember 2021 im sogenannten Nachbetrieb befindet.

„Während die Beladung und der Transport der fünf CASTOR-Behälter Aufgabe des Kraftwerksbetreibers, der PreussenElektra GmbH, ist, kümmern sich unsere Fachleute um die Handhabung der Behälter im Zwischenlager. Speziell geschultes Personal trägt während der gesamten Kampagne dafür Sorge, dass die Behälter mit zwei Deckeln sicher verschlossen und frei von radioaktiver Kontamination sind“, erklärt Finn Harders, Leiter des Strahlenschutzes bei der BGZ am Standort Brokdorf.

Nach der Eingangskontrolle wird jeder Behälter mit dem Kran auf den eigens für ihn vorgesehenen Stellplatz in der Halle gebracht und dort an das Überwachungssystem angeschlossen. Denn die Dichtheit beider Deckel jedes Castor-Behälters im Zwischenlager wird mit Hilfe dieses Behälterüberwachungssystems kontrolliert. Dabei erfasst ein im äußeren Deckel eingebauter Druckschalter den Überdruck im Sperrraum zwischen den beiden Deckeln und überwacht damit die Dichtheit des gesamten Deckelsystems. Für den extrem unwahrscheinlichen Fall einer Deckelundichtigkeit ist vorgesorgt: „Im Wartungsbereich des Zwischenlagers könnten im Bedarfsfall alle notwendigen Reparaturen durchgeführt werden, ohne dass ein Behälter geöffnet werden muss“, erläutert Harders.

Insgesamt stehen in deutschen Zwischenlagern etwa 1.200 Transport- und Lagerbehälter. In Brokdorf sind es aktuell 40. Wenn alle vorgesehenen Brennelemente und Rückführungsabfälle eingelagert sind, werden es rund 84 Exemplare sein. Im Jahr 2030, nachdem alle deutschen Kernkraftwerke brennstofffrei sind, werden in Deutschland rund 1.900 Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aufbewahrt. Sobald ein Endlager für diese hochradioaktiven Abfälle gefunden ist und in Betrieb geht, werden alle Behälter schrittweise aus den Zwischenlagern zum Endlager abtransportiert. Bis dahin ist die BGZ für die sichere Zwischenlagerung verantwortlich – auch lange, nachdem das Kernkraftwerk verschwunden und am ehemaligen Standort nur noch eine grüne Wiese zu sehen ist.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/03/Einfahren-eines-beladenen-CASTOR-Behaelters-in-das-Brennelemente-Zwischenlager-Brokdorf.jpg 1116 2000 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-03-31 09:54:522025-04-24 18:12:04Vom Reaktor in den CASTOR: Ausgediente Brennelemente vom Kernkraftwerk Brokdorf ins Zwischenlager transportiert

Verlängerte Zwischenlagerung: BGZ präsentiert Forschungsprogramm am Standort Unterweser

29. März 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite, vZL
STADLAND – Wie die sichere Aufbewahrung der Behälter mit hochradioaktiven Abfällen bis zu deren Abgabe an ein Endlager gewährleistet wird, darüber hat die BGZ  bei einer Dialogveranstaltung in der Markthalle Rodenkirchen rund 30 Bürger*innen informiert. Wichtiger Baustein für die verlängerte Zwischenlagerung ist das Forschungsprogramm der BGZ, das Vertreter des bundeseigenen Unternehmens präsentierten.

Zunächst gab Christian Otter, Leiter des Zwischenlagers Unterweser, einen Überblick über aktuelle Projekte am Standort. Dazu zählen im Wesentlichen die Planungen für die organisatorische, bauliche und personelle Entkopplung der Zwischenlager vom Kernkraftwerk Unterweser. In diesem Kontext bereitet die BGZ unter anderem die Errichtung eines eigenen Funktionsgebäudes für Mitarbeiter*innen und das Wachpersonal vor.

Im Anschluss veranschaulichte Ralf Schneider-Eickhoff die gegenwärtigen Forschungsaktivitäten der BGZ. Den Schwerpunkt bilden zurzeit experimentelle Untersuchungen an Metalldichtungen und Brennstabsegmenten, die zusätzliche Erkenntnisse zum Langzeitverhalten der Behälterdichtungen beziehungsweise der Brennelemente liefern sollen. Mit dem Forschungsprogramm habe die BGZ die Grundlage dafür erarbeitet, die Sicherheit der Zwischenlagerung auch über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren hinaus nachzuweisen, erläuterte Schneider-Eickhoff. Das Programm werde laufend fortgeschrieben und an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik angepasst.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 hat die BGZ immer wieder darüber informiert, dass sie sich auf deutlich längere Zwischenlagerzeiten vorbereitet, als ursprünglich vorgesehen. Denn auch nach der bisherigen Planung hätte ein Endlager erst zur Verfügung gestanden, nachdem die auf 40 Jahre befristeten Aufbewahrungsgenehmigungen für die Zwischenlager ausgelaufen sind. Am Standort Unterweser ist das Brennelemente-Zwischenlager aktuell bis 2047 genehmigt.

„Wir sind davon überzeugt, dass das durch uns umgesetzte Konzept der trockenen Zwischenlagerung, auch im internationalen Vergleich, am besten geeignet ist, über die nächsten Dekaden die Sicherheit der Zwischenlagerung zu gewährleisten hob BGZ-Standortkommunikator Jonas Wingert hervor. „Das Konzept der trockenen Zwischenlagerung ist so robust ausgelegt, dass Effekte ausgeschlossen werden können, bei denen die Sicherheit plötzlich und unerwartet gefährdet ist.“

Ein umfassendes Überwachungskonzept sorgt dafür, dass gegebenenfalls frühzeitig Maßnahmen abgeleitet werden können, die den sicheren Betrieb dauerhaft gewährleisten. In allen Zwischenlagern finden darüber hinaus regelmäßige Überprüfungen statt. Dadurch können technische Systeme weiterentwickelt und bei Bedarf angepasst werden. Die BGZ wird zudem fortlaufend prüfen, ob dieses Monitoring erweitert werden muss.

Im Anschluss an die Veranstaltung zeigte sich Standlands Bürgermeister Harald Stindt zufrieden mit dem Informationsangebot der BGZ: „Die Bürgerinnen und Bürger haben sich einen sehr guten Eindruck von den aktuellen Planungen der BGZ hier am Standort Unterweser verschaffen können. Wichtig ist nun, dass die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle vorangetrieben wird.“

Hintergrund

Zwischenlager dürfen keine Dauerlösung darstellen. Die radioaktiven Abfälle sollen daher unterirdisch in einer tiefengeologischen Formation in Deutschland dauerhaft gelagert werden. Da die Suche nach einem Endlager-Standort noch nicht abgeschlossen ist, reichen die ursprünglich auf 40 Jahre befristeten Genehmigungen der Zwischenlager nicht aus. Die BGZ wird rechtzeitig neue Genehmigungen beantragen und die sichere Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle bis zu ihrer Abgabe an das Endlager nachweisen. Darauf bereitet sie sich mit ihrem Forschungsprogramm vor. Im Rahmen von konkreten Forschungsvorhaben arbeitet die BGZ mit Partnern aus der Industrie sowie mit Forschungsinstituten und Universitäten zusammen und führt einen breiten fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene.

Das Forschungsprogramm kann hier angesehen und heruntergeladen werden: https://bgz.de/forschungsprogramm/

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/03/Gemeindebuergermeister-Harald-Stindt-mit-Vertretern-der-BGZ-scaled.jpg 1707 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-03-29 11:58:232025-04-24 18:12:55Verlängerte Zwischenlagerung: BGZ präsentiert Forschungsprogramm am Standort Unterweser
Delegation von Studsvik aus Schweden besichtigt BGZ-Zwischenlager in Lingen.Wollny/BGZ

Verlängerte Zwischenlagerung: BGZ-Forschungsprojekt untersucht bestrahlte Brennelemente

14. März 2023/in Aktuelles, Forschung, Leda, Pressemitteilung, Startseite, vZL
ESSEN – Die BGZ wird im Rahmen eines internationalen Forschungsprojekts das Verhalten bestrahlter Brennelemente untersuchen, um die sichere Zwischenlagerung auch über den bisher genehmigten Zeitraum hinaus nachzuweisen. Für einen fachlichen Austausch dazu hatte das bundeseigene Unternehmen Expert*innen aus Schweden zu Gast, wo die Brennstäbe in heißen Zellen untersucht werden.

„Durch das Projekt gewinnen wir wichtige Erkenntnisse für die verlängerte Zwischenlagerung der Brennelemente“, sagt Dr. Maik Stuke, Leiter des Forschungsprojekts bei der BGZ. In dessen Rahmen werden Brennstäbe in den Laboren der Firma Studsvik in Schweden untersucht, darunter auch Teile von Brennstäben aus deutschen Atomkraftwerken. „Mit den Untersuchungen erhalten wir wichtige Informationen über das Verhalten der bei der BGZ aufbewahrten hochradioaktiven Abfälle“, betont Stuke.

Die BGZ hat bei dem Forschungsprojekt die Federführung und arbeitet mit nationalen und internationalen Partnern aus der Forschung, Industrie sowie mit Behörden zusammen.

Um die nächsten Schritte für die laufenden experimentellen Untersuchungen in den heißen Zellen in Schweden zu besprechen, trafen sich nun Expert*innen von Studsvik mit dem Projektteam der BGZ in Essen. Im Rahmen des Besuchs verschaffte sich die Delegation aus Schweden zudem einen Eindruck vom Konzept zur Aufbewahrung radioaktiver Abfälle in Deutschland. „Das Projekt steht für die gute internationale Zusammenarbeit wichtiger Akteure der nuklearen Entsorgung“, sagt Peter Askeljung, Leiter des Projekts bei Studsvik. So leiste die Forschungsgemeinschaft einen bedeutenden Beitrag zur sicheren Zwischenlagerung.

Hintergrund:
Die Aufbewahrungsgenehmigungen für die Zwischenlager der BGZ sind auf 40 Jahre befristet. Im November 2022 wurde bekannt, dass sich die Suche nach einem Endlager verzögert, wodurch die radioaktiven Abfälle deutlich länger an den Zwischenlagerstandorten aufbewahrt werden müssen. Doch auch nach der ursprünglichen Planung steht ein Endlager erst zur Verfügung, nachdem die Aufbewahrungsgenehmigungen für die Zwischenlager ausgelaufen sind. Die BGZ hat daher seit ihrer Gründung im Jahr 2017 regelmäßig darüber informiert, dass sie sich auf deutlich längere Zwischenlagerzeiten vorbereitet. Mit der verlängerten Zwischenlagerung sind technische Fragen verbunden, die die BGZ im Rahmen der noch zu führenden Genehmigungsverfahren beantworten wird. Dazu verfolgt das bundeseigene Unternehmen ein umfassendes Forschungsprogramm. Im Rahmen nationaler und internationaler Forschungsprojekte untersucht die BGZ unter anderem das Langzeitverhalten von Behältern und Brennelementen. Eines dieser Forschungsprojekte ist LEDA (Long-Term Experimental Dry Storage Analysis), in dessen Rahmen Teile von bestrahlten Brennelementen in heißen Zellen in Schweden untersucht werden.

Weitere Informationen zu LEDA sowie zum Forschungsprogramm der BGZ sind unter https://bgz.de/forschungsprogramm zu finden.

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/03/PM-BGZ-Forschungsprojekt-LEDA-scaled.jpg 1920 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-03-14 15:18:452025-11-18 09:57:50Verlängerte Zwischenlagerung: BGZ-Forschungsprojekt untersucht bestrahlte Brennelemente
BGZ/C. Mick

Replik der BGZ auf einen Kommentar von Wolfgang Ehmke (BI Lüchow-Dannenberg)

13. März 2023/in Aktuelles, Startseite
Stellungnahme von Dr. Michael Hoffmann und Burghard Rosen (beide BGZ) zum Kommentar „Wird das Zwischenlager Gorleben zum Dauerlager?“ von Wolfgang Ehmke (BI Lüchow-Dannenberg)

Mit Erstaunen haben wir den von Wolfgang Ehmke verfassten „Zwischenruf“ im Vorfeld der Infoveranstaltung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg zur Kenntnis genommen, bei der die BGZ vor zahlreichen Gästen erläuterte, wie wir die sichere Zwischenlagerung auch in Zukunft gewährleisten werden. Nicht nur vor dem Hintergrund, dass wir just bei dieser Veranstaltung der BI unseren Umgang mit den neuen Zeithorizonten bei der Endlagersuche eingehend darstellten und für Diskussionen zur Verfügung standen, irritiert die von Herrn Ehmke formulierte Forderung: „Macht euch ehrlich, [ …] sprecht es deutlich aus: die Zwischenlagerung ist ein Jahrhundertprojekt.“ Hier trägt Herr Ehmke Eulen nach Athen. So sind es doch gerade wir als BGZ, die seit unserer Gründung regelmäßig proaktiv und transparent in diversen Veranstaltungen an den Standorten sowie überregional kommunizieren, dass wir uns auf deutlich längere Zwischenlagerzeiten vorbereiten, als ursprünglich vorgesehen.

Irritierend ist auch der Vorwurf, „Michael Hoffmann werde wohl selbst nicht daran glauben“, dass 1.900 Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus den Zwischenlagern binnen 20 Jahren nach Inbetriebnahme des Endlagers dort eingelagert werden könnten. Diese Aussage ist völlig aus dem Zusammenhang gerissen. In der aus dem Magazin „Einblicke“ zitierten Passage unterstreicht Michael Hoffmann damit, dass allein der Transport der Abfälle von den Zwischenlagern zum Endlager mindestens 20 Jahre dauere, einmal mehr, dass dies „nicht zu schaffen“ (Zitat Hoffmann im Artikel) sei, bevor die aktuellen Aufbewahrungsgenehmigungen auslaufen. Die genannten 20 Jahre sind also keineswegs als Festlegung auf eine Zeitspanne für die Auslagerung zu betrachten, sondern als Verdeutlichung der Tatsache, dass eine verlängerte Zwischenlagerung notwendig wird – und das auch nicht erst seit Bekanntwerden der neuen Zeithorizonte bei der Endlagersuche.

Richtig ist, dass die Aufbewahrungsgenehmigungen für hochradioaktive Abfälle an allen Standorten der BGZ auf 40 Jahre befristet sind. Unsere Aufgabe ist es nun, die Einhaltung aller Schutzziele auch über diesen Zeitraum hinaus nachzuweisen. Bei den zu führenden Genehmigungsverfahren handelt es sich im Übrigen nicht um Verlängerungen der bestehenden Aufbewahrungsgenehmigungen, sondern um völlig neu zu erlangende Genehmigungen nach dem Atomgesetz. Wenn Herr Ehmke nun also fordert, die technische Möglichkeit der verlängerten Zwischenlagerung der Brennelemente „wäre in einem neuen Genehmigungsverfahren für Gorleben oder Ahaus erst einmal zu belegen“ – und durch den Konjunktiv suggeriert, dass dies bislang nicht vorgesehen ist – , liegt er falsch. Die klare Antwort lautet: Genau das tun wir. Die BGZ bereitet sich bereits seit ihrer Gründung darauf vor.

Im Zentrum dieser Vorbereitungen steht unser Forschungsprogramm, das wir bereits in zahlreichen Veranstaltungen öffentlich vorgestellt und diskutiert haben. In diesem untersuchen wir gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern aus Forschung, Industrie und Universitäten auch das Langzeitverhalten von Behältern und Inventaren. Herr Ehmke bezeichnet es als „fahrlässig“ zu behaupten, die radioaktiven Abfälle könnten auch über die ursprünglichen Genehmigungen hinaus gelagert werden. Fakt ist: Erste Erkenntnisse und die Erfahrung aus vier Jahrzehnten sicherem Betrieb zeigen, dass die Behälter geeignet sind, das radioaktive Material über einen längeren Zeitraum sicher einzuschließen, als ursprünglich vorgesehen. Um dies nachzuweisen, liegt ein Schwerpunkt der BGZ-Forschung auf dem Langzeitverhalten der Metalldichtungen im Deckelsystem der Behälter.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Langzeitverhalten der Brennelemente. Die BGZ untersucht im Rahmen eines eigenen Forschungsprojekts bestrahlte Brennstäbe in heißen Zellen in Schweden. Darunter befinden sich auch Brennstäbe aus Hochabbrand-Brennelementen. Durch die Forschungsvorhaben werden somit die notwendigen Erkenntnisse für die verlängerte Zwischenlagerung erlangt, so dass ein Öffnen von Behältern nach aktuellem Stand nicht erforderlich ist.

Anders als von Herrn Ehmke behauptet, verfügen wir mit der Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) in Gorleben über eine heiße Zelle, in der ein Behälter geöffnet werden könnte. Die PKA ging bekanntlich nie in den eigentlichen Betrieb und ist somit frei von Kontamination mit radioaktiven Stoffen. Wir haben frühzeitig kommuniziert, dass die Anlage stillgelegt und zurückgebaut wird. Dies hatte die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg stets gefordert. Es verwundert daher schon sehr, dass diese sich nun offensichtlich daran stört, dass die Untersuchungen des Inventars in heißen Zellen in Schweden stattfinden werden.

Das Forschungsprojekt ermöglicht die Untersuchung einer großen Zahl verschiedener Brennstäbe und somit die Abdeckung des bei der BGZ eingelagerten Inventars aus den deutschen Atomkraftwerken. Der Erkenntnisgewinn ist folglich deutlich größer, als beim Öffnen eines einzelnen Behälters, dessen Inventar hinsichtlich des Abbrands und Hüllrohrmaterials nicht repräsentativ für die rund 29.000 Brennelemente sein kann, die ab 2027 in den Zwischenlagern der BGZ aufbewahrt werden.

Forschung ist natürlich immer ein offener Prozess. Wir werden daher das Forschungsprogramm laufend fortschreiben, an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik anpassen und die Öffentlichkeit dabei einbinden. Wenn wir Erkenntnisse gewinnen, die eine Neubewertung der Sicherheit der verlängerten Zwischenlagerung erforderlich machen, werden wir diese Neubewertung selbstverständlich vornehmen.

Das Konzept der Zwischenlagerung ist zudem so robust ausgelegt, dass Effekte ausgeschlossen werden können, bei denen die Sicherheit plötzlich und unerwartet gefährdet ist. Ein umfangreiches Überwachungskonzept sorgt dafür, dass frühzeitig Maßnahmen umgesetzt werden können, die den sicheren Betrieb dauerhaft gewährleisten. Wir werden fortlaufend prüfen, ob dieses Monitoring verstärkt werden muss.

Auch die Maßnahmen zum Schutz gegen terroristische und kriminelle Handlungen werden permanent durch die Aufsichts- und Sicherheitsbehörden überprüft und bei Bedarf angepasst. Maßnahmen des Betreibers und des Staates sind dabei aufeinander abgestimmt und eng verzahnt. Im Ergebnis zählen Zwischenlager zu den bestgesicherten Anlagen in Deutschland. Der bestmögliche Schutz ist es aber, die radioaktiven Stoffe in einem Endlager in tiefen geologischen Schichten zu lagern. Zwischenlager dürfen keine Dauerlösung sein. Auch dies haben wir stets klar postuliert.

Zusammenfassend lässt sich konstatieren, dass wir davon überzeugt sind, dass das durch uns umgesetzte Konzept der trockenen Zwischenlagerung, auch im internationalen Vergleich, am besten geeignet ist, über die nächsten Dekaden die Sicherheit der Zwischenlagerung zu gewährleisten. So lange, bis alle Behälter an ein Endlager abgegeben sind. Diese verlängerte Zwischenlagerung ist eine der Kernaufgaben, auf die wir uns seit unserer Gründung vorbereiten. Die Interaktion mit der Öffentlichkeit ist dabei für uns elementar und mehr als ein Lippenbekenntnis. Daher werden wir weiterhin den Dialog mit der Öffentlichkeit führen und diese bei den anstehenden Genehmigungsverfahren frühzeitig beteiligen.

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/03/BGZ_Gorleben_3513_198_low-scaled.jpg 1707 2560 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2023-03-13 09:49:502025-04-24 18:13:43Replik der BGZ auf einen Kommentar von Wolfgang Ehmke (BI Lüchow-Dannenberg)
Christopher Mick/BGZ

Aufsichtsrat der BGZ nimmt seine Arbeit auf

9. Februar 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
BERLIN/ESSEN – Für die sichere Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle setzt die BGZ auf fachliches Knowhow und die hohe Kompetenz einer wachsenden Zahl von Mitarbeiter*innen. Mit der Bildung eines Aufsichtsrats trägt das bundeseigene Unternehmen dieser Wachstumsdynamik nun Rechnung.

Der Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner konstituierenden Sitzung in Berlin Christian Kühn MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, zum Vorsitzenden gewählt. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im Gremium und mit der BGZ. Die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, deren Wahrnehmung durch die BGZ ich in meiner neuen Funktion gerne begleite“, so Christian Kühn. Als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats fungiert Thomas Tittel, Leiter des BGZ-Zwischenlagers in Grafenrheinfeld.

Der neu gebildete Aufsichtsrat der BGZ besteht aus insgesamt sechs Mitgliedern. Vier Vertreter*innen wurden von der Gesellschafterversammlung bestimmt, zu ihnen zählen der Vorsitzende Christian Kühn, Dr. Susan Krohn (Ministerialdirigentin im Bundesumweltministerium), Dr. Martin Hillebrecht Freiherr von Liebenstein (Ministerialrat im Bundesfinanzministerium) und Prof. Dr. Julia Hartmann (Professorin für Management und Nachhaltigkeit an der EBS Business School). Zwei weitere Mitglieder wurden nach einem festgelegten Wahlverfahren von den Arbeitnehmer*innen der BGZ gewählt. Thomas Tittel und Thomas Klein (Fachkraft für Arbeitssicherheit) vertreten deren Interessen im Aufsichtsrat.

Das Gremium bestellt, überwacht und berät die BGZ-Geschäftsführung und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, eingebunden. Die BGZ wurde als Gesellschaft des Bundes in Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) gegründet. Unternehmen dieser Rechtsformen mit mehr als 500 Arbeitnehmer*innen sind gesetzlich verpflichtet, einen mitbestimmten Aufsichtsrat zu etablieren.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/02/2023-02-09-PM-Aufsichtsrat-der-BGZ.jpg 1500 2000 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-02-09 12:23:322025-04-24 18:14:01Aufsichtsrat der BGZ nimmt seine Arbeit auf

BGZ informiert in Dannenberg: Sichere Zwischenlagerung auch bei längerer Endlagersuche gewährleistet

6. Februar 2023/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite, vZL
DANNENBERG – Wie die BGZ die sichere Aufbewahrung von hochradioaktiven Abfällen bis zu deren Abgabe an ein Endlager
gewährleistet, erläuterte das bundeseigene Unternehmen jüngst bei einer Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative LüchowDannenberg.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 hat die BGZ regelmäßig darüber informiert, dass sie sich auf deutlich längere Zwischenlagerzeiten vorbereitet, als ursprünglich vorgesehen. Denn auch nach der bisherigen Planung steht ein Endlager erst zur Verfügung, nachdem die Aufbewahrungsgenehmigungen für die Zwischenlager ausgelaufen sind. So ist das Brennelement-Zwischenlager Gorleben bis 2034 genehmigt.

„Der vor kurzem bekannt gewordene veränderte Zeitbedarf bei der Suche nach einem Endlager stellt für das Handeln der BGZ keine wesentliche Veränderung dar“, betonte BGZ-Standortkommunikator Dr. Tristan Zielinski bei der Veranstaltung. Ein wesentlicher Grund dafür: Das Konzept der Zwischenlagerung ist so robust ausgelegt, dass Effekte ausgeschlossen werden können, bei denen die Sicherheit plötzlich und unerwartet gefährdet ist.

Ein umfangreiches Überwachungskonzept sorgt dafür, dass gegebenenfalls frühzeitig Maßnahmen abgeleitet werden können, die den sicheren Betrieb dauerhaft gewährleisten. In allen  Zwischenlagern finden darüber hinaus regelmäßige Überprüfungen statt, wodurch technische Systeme weiterentwickelt und bei Bedarf angepasst werden können. Die BGZ wird zudem fortlaufend prüfen, ob dieses Monitoring verstärkt werden muss.

Um die Sicherheit der Zwischenlagerung über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren hinaus nachzuweisen, verfolgt die BGZ ein umfassendes Forschungsprogramm. In dessen Rahmen werden unter anderem Alterungseffekte der Behälter und ihres Inventars betrachtet. So wurden bei den Behältern bislang keine Effekte identifiziert, die gegen eine Langzeiteignung sprechen.

Auch das Verhalten der Brennelemente erforscht die BGZ mit nationalen und internationalen Partnern aus Industrie und Wissenschaft. So werden im Rahmen eines Forschungsprojekts Brennstäbe in heißen Zellen in Schweden untersucht, die das in den Zwischenlagern der BGZ eingelagerte Inventar abdecken. „Wir gewinnen dadurch alle notwendigen Erkenntnisse für die verlängerte Zwischenlagerung der Brennelemente“, sagte Dr. Michael Hoffmann, der als Bereichsleiter für den sicheren Betrieb der Zwischenlager zuständig ist. Ein Öffnen von Behältern sei dafür nicht erforderlich.

Hoffmann betonte abschließend: „Die BGZ ist davon überzeugt, dass das durch sie umgesetzte Konzept der trockenen Zwischenlagerung – auch im internationalen Vergleich – geeignet ist, die Sicherheit der Zwischenlagerung über die nächsten Dekaden bis zur Abgabe der Behälter an ein Endlager zu gewährleisten.“ Selbstverständlich, so Hoffmann, werde die BGZ die Öffentlichkeit hinsichtlich der Forschungsergebnisse der BGZ sowie zu den anstehenden Genehmigungsverfahren im Vorfeld frühzeitig und adäquat beteiligen.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/02/VA-BI-Gorleben-6_zuschnitt2-scaled.jpg 1441 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-02-06 08:24:532025-11-18 09:58:04BGZ informiert in Dannenberg: Sichere Zwischenlagerung auch bei längerer Endlagersuche gewährleistet
Landratsamt Landshut/Carina Weinzierl

BGZ informiert Kreistag Landshut: Sichere Zwischenlagerung auch bei längerer Endlagersuche gewährleistet

27. Januar 2023/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite, vZL

Landshut – Wie die BGZ die sichere Aufbewahrung der Behälter mit hochradioaktiven Abfällen bis zu deren Abgabe an ein Endlager gewährleistet, erläuterte das bundeseigene Unternehmen jüngst dem Landshuter Kreistag.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 hat die BGZ immer wieder darüber informiert, dass sie sich auf deutlich längere Zwischenlagerzeiten vorbereitet als ursprünglich vorgesehen. Denn auch nach der bisherigen Planung steht ein Endlager erst zur Verfügung, nachdem die Aufbewahrungsgenehmigungen für die Zwischenlager ausgelaufen sind. Am Standort Isar ist das Brennelemente-Zwischenlager (BZI) aktuell bis 2047 genehmigt.

„Der veränderte Zeitbedarf bei der Endlagersuche stellt für das Handeln der BGZ keine wesentliche Veränderung dar“, betonte BGZ-Standortkommunikator Stefan Mirbeth vor dem Kreistag Landshut. Der entscheidende Grund dafür: Das Konzept der Zwischenlagerung ist so robust ausgelegt, dass Effekte ausgeschlossen werden können, bei denen die Sicherheit plötzlich und unerwartet gefährdet ist.

In allen Zwischenlagern finden regelmäßige Überprüfungen statt, wodurch technische Systeme weiterentwickelt und bei Bedarf angepasst werden können. Die BGZ wird zudem fortlaufend prüfen, ob das bestehende Monitoring der Zwischenlagerung verstärkt werden muss.

Um die Sicherheit der Zwischenlagerung über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren hinaus nachweisen zu können, verfolgt die BGZ ein umfassendes Forschungsprogramm. In dessen Rahmen werden beispielsweise Alterungseffekte der Behälter und ihres Inventars betrachtet. Das Programm wird laufend fortgeschrieben und an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik angepasst.

„Die BGZ ist davon überzeugt, dass das durch sie umgesetzte Konzept – auch im internationalen Vergleich – am besten geeignet ist, die Sicherheit der Zwischenlagerung bis zur Abgabe der Behälter an ein Endlager zu gewährleisten“, so BGZ-Sprecher Mirbeth.

Im Rahmen der Kreistagssitzung stellte Markus Luginger, Leiter des Zwischenlagers Isar, auch die geplanten Baumaßnamen am Standort vor. Dazu zählen Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe in neue Gebäude, Werkstätten und Schutzeinrichtungen, die für den künftigen, vom Kraftwerk unabhängigen Zwischenlagerbetrieb notwendig sind.

Die BGZ nutzte auch die Gelegenheit, turnusgemäß über die geplante Rücknahme radioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitung in England zu informieren. Wie bereits mehrfach vorgestellt – unter anderem bei einer öffentlichen Großveranstaltung in Niederaichbach – sollen sieben Behälter mit verglasten Abfällen aus Sellafield nach Isar rückgeführt werden. Zur Rücknahme dieser Abfälle hat sich die Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich verpflichtet. Der Zeitpunkt des Transports steht allerdings derzeit noch nicht fest, auch die Einlagerungsgenehmigung wurde bislang noch nicht erteilt.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/01/BGZ-Kreistag-Landshut-scaled.jpg 1708 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-01-27 12:00:152025-11-18 09:58:16BGZ informiert Kreistag Landshut: Sichere Zwischenlagerung auch bei längerer Endlagersuche gewährleistet
Mick

Kerntechnische Anlagen: BGZ übernimmt Notfall-Vorsorge

25. Januar 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite

ESSEN/KARLSRUHE – Bei einem Notfall in einer kerntechnischen Anlage unterstützt die Kerntechnische Hilfsdienst GmbH (KHG) den Betreiber beim Schutz von Bevölkerung und Umwelt. Diese wichtige Aufgabe ist nun in staatlicher Hand. Die bundeseigene BGZ hat die Mehrheitsanteile der KHG übernommen.

So hält die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH seit Jahresbeginn 92,2 Prozent der KHG-Anteile. Weitere Gesellschafter sind die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH (JEN) und die Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH (KTE). „Mit der Übernahme der Mehrheitsanteile durch die BGZ als bundeseigenes Unternehmen ist die Finanzierung und Durchführung der Notfallvorsorge in kerntechnischen Anlagen in Deutschland langfristig gesichert“, sagt Lars Köbler, Geschäftsführer der KHG und kaufmännischer Geschäftsführer der BGZ.

Aufgabe der KHG mit Sitz in Eggenstein-Leopoldshafen bei Karlsruhe ist es, die Folgen von potentiellen Notfällen in kerntechnischen Anlagen einzudämmen und zu beseitigen, um Mensch und Umwelt zu schützen. Dafür verfügt das Unternehmen über speziell ausgebildetes Personal und eine umfangreiche technische Ausrüstung. Darüber hinaus sind 140 speziell geschulte externe Fachkräfte an der Technik der KHG ausgebildet und in eine 24/7-Rufbereitschaft eingebunden.

Hintergrund:
Betreiber von kerntechnischen Anlagen in Deutschland sind gesetzlich dazu verpflichtet, eine technische und personelle Vorsorge für den Notfall zu treffen. Im Rahmen dieser Vorsorge unterstützt die Kerntechnische Hilfsdienst GmbH die BGZ als Betreiberin kerntechnischer Anlagen. Die KHG wird von ihren Gesellschaftern beauftragt, stellt ihre Dienstleistungen auf Anforderung aber auch Dritten, zum Beispiel Behörden, zur Verfügung. Weitere Informationen zur KHG und ihren Aufgaben finden Sie hier.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/01/BGZ-uebernimmt-Mehrheitsanteile-der-KHG.jpg 928 2000 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-01-25 13:30:542025-04-24 18:15:54Kerntechnische Anlagen: BGZ übernimmt Notfall-Vorsorge

Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle: BGZ stellt Mainbogen-Gemeinden Forschungsprogramm vor

9. Dezember 2022/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite, vZL

SCHWEBHEIM/GRAFENRHEINFELD – Die BGZ hat Vertreter*innen der sechs Gemeinden, die zur Allianz Schweinfurter Mainbogen gehören, ihr Forschungsprogramm zur verlängerten Zwischenlagerung vorgestellt. Das bundeseigene Unternehmen informierte außerdem über umfangreiche Investitionen am Standort Grafenrheinfeld.

„Mit unserem Forschungsprogramm bearbeiten wir alle Forschungsfragen, die sich im Zusammenhang mit der Sicherheit einer verlängerten Zwischenlagerung an den Standorten der BGZ für hochradioaktive Abfälle stellen“, erläuterte Dr. Maik Stuke von der für Forschung zuständigen Abteilung. Mit dem Programm habe die BGZ die Grundlage dafür erarbeitet, die Sicherheit der Zwischenlagerung über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren hinaus nachzuweisen.

In seinem Vortrag veranschaulichte Stuke die zahlreichen Forschungsaktivitäten der BGZ: von Langzeituntersuchungen zur Sicherheit der Behälter-Dichtungen bis zu Experimenten, die zusätzliche Erkenntnisse zum Langzeitverhalten der Brennelemente liefern sollen. „Wir werden das Forschungsprogramm laufend fortschreiben, an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik anpassen und regelmäßig über den Fortschritt informieren“, so Stuke.

Standortkommunikator Stefan Mirbeth stellte vorab gemeinsam mit Thomas Tittel, Leiter des Zwischenlagers Grafenrheinfeld, die Aufgaben der BGZ vor und erläuterte die Vorhaben und Planungen am Standort. Dazu zählen umfangreiche Investitionen in Höhe von über 30 Millionen Euro in neue Gebäude, Werkstätten und Schutzeinrichtungen, die für den künftigen, vom Kraftwerk unabhängigen Zwischenlagerbetrieb notwendig sind.

Im Anschluss an die Vorträge diskutierten die Vertreter der BGZ mit den Gemeinderäten der sechs Kommunen Grafenrheinfeld, Gochsheim, Grettstadt, Röthlein, Schwebheim und Sennfeld über ihre Positionen zum Forschungsprogramm und zur Zwischenlagerung in Grafenrheinfeld.

„Seitdem die BGZ das Zwischenlager 2019 übernommen hat, tauschen sich die Gemeinden im Schweinfurter Mainbogen und die bundeseigene Gesellschaft regelmäßig aus. Dieser kontinuierliche Dialog ist wichtig, um die verantwortungsvollen Aufgaben der BGZ auch kritisch begleiten zu können. Denn die Zwischenlagerung in Grafenrheinfeld darf nicht länger dauern als unbedingt notwendig und dies auch nur im Rahmen der bestehenden rechtlichen und technischen Anforderungen“, erklärte Dr. Volker Karb, Bürgermeister der Gemeinde Schwebheim und Sprecher der Allianz Schweinfurter Mainbogen.

Hintergrund:
Die Genehmigungen für Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle sind in Deutschland auf 40 Jahre befristet. Die Genehmigung für das Zwischenlager Grafenrheinfeld läuft im Jahr 2046 aus.

Nach der bisherigen Einschätzung steht ein Endlager erst zur Verfügung, nachdem die befristeten Genehmigungen für die Zwischenlager ausgelaufen sind. Die BGZ bereitet sich bereits seit ihrer Gründung auf eine Zwischenlagerung über den bisher genehmigten Zeitraum hinaus vor und wird deshalb rechtzeitig neue Zwischenlagergenehmigungen für ihre Standorte beantragen.

Mit dem Forschungsprogramm führt die BGZ einen breiten fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene. Im Rahmen von konkreten Forschungsvorhaben arbeitet die BGZ mit Partnern aus der Industrie sowie Forschungsinstituten und Universitäten zusammen.

Das Forschungsprogramm kann hier angesehen und heruntergeladen werden: https://bgz.de/mediathek/#publikationen

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/12/020_BGZ_Dialog-in-Schwebheim-scaled.jpg 1706 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2022-12-09 12:00:532025-11-18 09:58:30Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle: BGZ stellt Mainbogen-Gemeinden Forschungsprogramm vor
Seite 19 von 28«‹1718192021›»

Search

Search Search

News / Pressemitteilungen

  • Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle: BGZ weitet Forschung an bestrahlten Brennstäben aus 3. September 2026
  • Erfolgreiche Notfallübung: BGZ und Feuerwehr trainieren im Abfall-Zwischenlager 1. September 2026
  • Schutz- und Sicherheitskraft mit Auszeichnung: BGZ-Mitarbeiter Kai von Oesen in Köln geehrt 12. August 2026
  • Staatssekretär des baden-württembergischen Umweltministeriums und Bürgermeister besuchen Zwischenlager Neckarwestheim 7. August 2026
  • Zwei Sportsfreunde mit einer Passion: Bouldern in der Bundesliga 5. August 2026
  • Broschüre: Verlängerte Zwischenlagerung kurz und knapp 14. Juli 2026
  • Arbeitskreis Wesermarsch besichtigt BGZ-Zwischenlager 13. Juli 2026
  • BGZ stellt Antrag für die verlängerte Zwischenlagerung in Gorleben 29. Juni 2026
  • Rückführung radioaktiver Abfälle aus dem Ausland abgeschlossen 25. Juni 2026
  • BGZ beantragt Aufbewahrungsgenehmigung für weitere 20 Jahre 22. Juni 2026

Hauptsitz

BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH
Frohnhauser Straße 50
45127 Essen

Telefon 0201 2796-0
E-Mail info@bgz.de

Startseite | Presse | Impressum | Datenschutz | Compliance
Erklärung zur Barrierefreiheit

Büro Berlin

BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH
Wilhelmstraße 118
10963 Berlin

Telefon 030 253 592 100
E-Mail info@bgz.de

ecozoom Zertifikat: Alle Webseiten-Emissionen wurden ausgeglichen.
Nach oben scrollen