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BGZ/C. Mick

Replik der BGZ auf einen Kommentar von Wolfgang Ehmke (BI Lüchow-Dannenberg)

13. März 2023/in Aktuelles, Startseite
Stellungnahme von Dr. Michael Hoffmann und Burghard Rosen (beide BGZ) zum Kommentar „Wird das Zwischenlager Gorleben zum Dauerlager?“ von Wolfgang Ehmke (BI Lüchow-Dannenberg)

Mit Erstaunen haben wir den von Wolfgang Ehmke verfassten „Zwischenruf“ im Vorfeld der Infoveranstaltung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg zur Kenntnis genommen, bei der die BGZ vor zahlreichen Gästen erläuterte, wie wir die sichere Zwischenlagerung auch in Zukunft gewährleisten werden. Nicht nur vor dem Hintergrund, dass wir just bei dieser Veranstaltung der BI unseren Umgang mit den neuen Zeithorizonten bei der Endlagersuche eingehend darstellten und für Diskussionen zur Verfügung standen, irritiert die von Herrn Ehmke formulierte Forderung: „Macht euch ehrlich, [ …] sprecht es deutlich aus: die Zwischenlagerung ist ein Jahrhundertprojekt.“ Hier trägt Herr Ehmke Eulen nach Athen. So sind es doch gerade wir als BGZ, die seit unserer Gründung regelmäßig proaktiv und transparent in diversen Veranstaltungen an den Standorten sowie überregional kommunizieren, dass wir uns auf deutlich längere Zwischenlagerzeiten vorbereiten, als ursprünglich vorgesehen.

Irritierend ist auch der Vorwurf, „Michael Hoffmann werde wohl selbst nicht daran glauben“, dass 1.900 Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus den Zwischenlagern binnen 20 Jahren nach Inbetriebnahme des Endlagers dort eingelagert werden könnten. Diese Aussage ist völlig aus dem Zusammenhang gerissen. In der aus dem Magazin „Einblicke“ zitierten Passage unterstreicht Michael Hoffmann damit, dass allein der Transport der Abfälle von den Zwischenlagern zum Endlager mindestens 20 Jahre dauere, einmal mehr, dass dies „nicht zu schaffen“ (Zitat Hoffmann im Artikel) sei, bevor die aktuellen Aufbewahrungsgenehmigungen auslaufen. Die genannten 20 Jahre sind also keineswegs als Festlegung auf eine Zeitspanne für die Auslagerung zu betrachten, sondern als Verdeutlichung der Tatsache, dass eine verlängerte Zwischenlagerung notwendig wird – und das auch nicht erst seit Bekanntwerden der neuen Zeithorizonte bei der Endlagersuche.

Richtig ist, dass die Aufbewahrungsgenehmigungen für hochradioaktive Abfälle an allen Standorten der BGZ auf 40 Jahre befristet sind. Unsere Aufgabe ist es nun, die Einhaltung aller Schutzziele auch über diesen Zeitraum hinaus nachzuweisen. Bei den zu führenden Genehmigungsverfahren handelt es sich im Übrigen nicht um Verlängerungen der bestehenden Aufbewahrungsgenehmigungen, sondern um völlig neu zu erlangende Genehmigungen nach dem Atomgesetz. Wenn Herr Ehmke nun also fordert, die technische Möglichkeit der verlängerten Zwischenlagerung der Brennelemente „wäre in einem neuen Genehmigungsverfahren für Gorleben oder Ahaus erst einmal zu belegen“ – und durch den Konjunktiv suggeriert, dass dies bislang nicht vorgesehen ist – , liegt er falsch. Die klare Antwort lautet: Genau das tun wir. Die BGZ bereitet sich bereits seit ihrer Gründung darauf vor.

Im Zentrum dieser Vorbereitungen steht unser Forschungsprogramm, das wir bereits in zahlreichen Veranstaltungen öffentlich vorgestellt und diskutiert haben. In diesem untersuchen wir gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern aus Forschung, Industrie und Universitäten auch das Langzeitverhalten von Behältern und Inventaren. Herr Ehmke bezeichnet es als „fahrlässig“ zu behaupten, die radioaktiven Abfälle könnten auch über die ursprünglichen Genehmigungen hinaus gelagert werden. Fakt ist: Erste Erkenntnisse und die Erfahrung aus vier Jahrzehnten sicherem Betrieb zeigen, dass die Behälter geeignet sind, das radioaktive Material über einen längeren Zeitraum sicher einzuschließen, als ursprünglich vorgesehen. Um dies nachzuweisen, liegt ein Schwerpunkt der BGZ-Forschung auf dem Langzeitverhalten der Metalldichtungen im Deckelsystem der Behälter.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Langzeitverhalten der Brennelemente. Die BGZ untersucht im Rahmen eines eigenen Forschungsprojekts bestrahlte Brennstäbe in heißen Zellen in Schweden. Darunter befinden sich auch Brennstäbe aus Hochabbrand-Brennelementen. Durch die Forschungsvorhaben werden somit die notwendigen Erkenntnisse für die verlängerte Zwischenlagerung erlangt, so dass ein Öffnen von Behältern nach aktuellem Stand nicht erforderlich ist.

Anders als von Herrn Ehmke behauptet, verfügen wir mit der Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) in Gorleben über eine heiße Zelle, in der ein Behälter geöffnet werden könnte. Die PKA ging bekanntlich nie in den eigentlichen Betrieb und ist somit frei von Kontamination mit radioaktiven Stoffen. Wir haben frühzeitig kommuniziert, dass die Anlage stillgelegt und zurückgebaut wird. Dies hatte die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg stets gefordert. Es verwundert daher schon sehr, dass diese sich nun offensichtlich daran stört, dass die Untersuchungen des Inventars in heißen Zellen in Schweden stattfinden werden.

Das Forschungsprojekt ermöglicht die Untersuchung einer großen Zahl verschiedener Brennstäbe und somit die Abdeckung des bei der BGZ eingelagerten Inventars aus den deutschen Atomkraftwerken. Der Erkenntnisgewinn ist folglich deutlich größer, als beim Öffnen eines einzelnen Behälters, dessen Inventar hinsichtlich des Abbrands und Hüllrohrmaterials nicht repräsentativ für die rund 29.000 Brennelemente sein kann, die ab 2027 in den Zwischenlagern der BGZ aufbewahrt werden.

Forschung ist natürlich immer ein offener Prozess. Wir werden daher das Forschungsprogramm laufend fortschreiben, an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik anpassen und die Öffentlichkeit dabei einbinden. Wenn wir Erkenntnisse gewinnen, die eine Neubewertung der Sicherheit der verlängerten Zwischenlagerung erforderlich machen, werden wir diese Neubewertung selbstverständlich vornehmen.

Das Konzept der Zwischenlagerung ist zudem so robust ausgelegt, dass Effekte ausgeschlossen werden können, bei denen die Sicherheit plötzlich und unerwartet gefährdet ist. Ein umfangreiches Überwachungskonzept sorgt dafür, dass frühzeitig Maßnahmen umgesetzt werden können, die den sicheren Betrieb dauerhaft gewährleisten. Wir werden fortlaufend prüfen, ob dieses Monitoring verstärkt werden muss.

Auch die Maßnahmen zum Schutz gegen terroristische und kriminelle Handlungen werden permanent durch die Aufsichts- und Sicherheitsbehörden überprüft und bei Bedarf angepasst. Maßnahmen des Betreibers und des Staates sind dabei aufeinander abgestimmt und eng verzahnt. Im Ergebnis zählen Zwischenlager zu den bestgesicherten Anlagen in Deutschland. Der bestmögliche Schutz ist es aber, die radioaktiven Stoffe in einem Endlager in tiefen geologischen Schichten zu lagern. Zwischenlager dürfen keine Dauerlösung sein. Auch dies haben wir stets klar postuliert.

Zusammenfassend lässt sich konstatieren, dass wir davon überzeugt sind, dass das durch uns umgesetzte Konzept der trockenen Zwischenlagerung, auch im internationalen Vergleich, am besten geeignet ist, über die nächsten Dekaden die Sicherheit der Zwischenlagerung zu gewährleisten. So lange, bis alle Behälter an ein Endlager abgegeben sind. Diese verlängerte Zwischenlagerung ist eine der Kernaufgaben, auf die wir uns seit unserer Gründung vorbereiten. Die Interaktion mit der Öffentlichkeit ist dabei für uns elementar und mehr als ein Lippenbekenntnis. Daher werden wir weiterhin den Dialog mit der Öffentlichkeit führen und diese bei den anstehenden Genehmigungsverfahren frühzeitig beteiligen.

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/03/BGZ_Gorleben_3513_198_low-scaled.jpg 1707 2560 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2023-03-13 09:49:502025-04-24 18:13:43Replik der BGZ auf einen Kommentar von Wolfgang Ehmke (BI Lüchow-Dannenberg)
Christopher Mick/BGZ

Aufsichtsrat der BGZ nimmt seine Arbeit auf

9. Februar 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
BERLIN/ESSEN – Für die sichere Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle setzt die BGZ auf fachliches Knowhow und die hohe Kompetenz einer wachsenden Zahl von Mitarbeiter*innen. Mit der Bildung eines Aufsichtsrats trägt das bundeseigene Unternehmen dieser Wachstumsdynamik nun Rechnung.

Der Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner konstituierenden Sitzung in Berlin Christian Kühn MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, zum Vorsitzenden gewählt. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im Gremium und mit der BGZ. Die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, deren Wahrnehmung durch die BGZ ich in meiner neuen Funktion gerne begleite“, so Christian Kühn. Als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats fungiert Thomas Tittel, Leiter des BGZ-Zwischenlagers in Grafenrheinfeld.

Der neu gebildete Aufsichtsrat der BGZ besteht aus insgesamt sechs Mitgliedern. Vier Vertreter*innen wurden von der Gesellschafterversammlung bestimmt, zu ihnen zählen der Vorsitzende Christian Kühn, Dr. Susan Krohn (Ministerialdirigentin im Bundesumweltministerium), Dr. Martin Hillebrecht Freiherr von Liebenstein (Ministerialrat im Bundesfinanzministerium) und Prof. Dr. Julia Hartmann (Professorin für Management und Nachhaltigkeit an der EBS Business School). Zwei weitere Mitglieder wurden nach einem festgelegten Wahlverfahren von den Arbeitnehmer*innen der BGZ gewählt. Thomas Tittel und Thomas Klein (Fachkraft für Arbeitssicherheit) vertreten deren Interessen im Aufsichtsrat.

Das Gremium bestellt, überwacht und berät die BGZ-Geschäftsführung und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, eingebunden. Die BGZ wurde als Gesellschaft des Bundes in Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) gegründet. Unternehmen dieser Rechtsformen mit mehr als 500 Arbeitnehmer*innen sind gesetzlich verpflichtet, einen mitbestimmten Aufsichtsrat zu etablieren.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/02/2023-02-09-PM-Aufsichtsrat-der-BGZ.jpg 1500 2000 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-02-09 12:23:322025-04-24 18:14:01Aufsichtsrat der BGZ nimmt seine Arbeit auf

BGZ informiert in Dannenberg: Sichere Zwischenlagerung auch bei längerer Endlagersuche gewährleistet

6. Februar 2023/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite, Verlängerte Zwischenlagerung
DANNENBERG – Wie die BGZ die sichere Aufbewahrung von hochradioaktiven Abfällen bis zu deren Abgabe an ein Endlager
gewährleistet, erläuterte das bundeseigene Unternehmen jüngst bei einer Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative LüchowDannenberg.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 hat die BGZ regelmäßig darüber informiert, dass sie sich auf deutlich längere Zwischenlagerzeiten vorbereitet, als ursprünglich vorgesehen. Denn auch nach der bisherigen Planung steht ein Endlager erst zur Verfügung, nachdem die Aufbewahrungsgenehmigungen für die Zwischenlager ausgelaufen sind. So ist das Brennelement-Zwischenlager Gorleben bis 2034 genehmigt.

„Der vor kurzem bekannt gewordene veränderte Zeitbedarf bei der Suche nach einem Endlager stellt für das Handeln der BGZ keine wesentliche Veränderung dar“, betonte BGZ-Standortkommunikator Dr. Tristan Zielinski bei der Veranstaltung. Ein wesentlicher Grund dafür: Das Konzept der Zwischenlagerung ist so robust ausgelegt, dass Effekte ausgeschlossen werden können, bei denen die Sicherheit plötzlich und unerwartet gefährdet ist.

Ein umfangreiches Überwachungskonzept sorgt dafür, dass gegebenenfalls frühzeitig Maßnahmen abgeleitet werden können, die den sicheren Betrieb dauerhaft gewährleisten. In allen  Zwischenlagern finden darüber hinaus regelmäßige Überprüfungen statt, wodurch technische Systeme weiterentwickelt und bei Bedarf angepasst werden können. Die BGZ wird zudem fortlaufend prüfen, ob dieses Monitoring verstärkt werden muss.

Um die Sicherheit der Zwischenlagerung über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren hinaus nachzuweisen, verfolgt die BGZ ein umfassendes Forschungsprogramm. In dessen Rahmen werden unter anderem Alterungseffekte der Behälter und ihres Inventars betrachtet. So wurden bei den Behältern bislang keine Effekte identifiziert, die gegen eine Langzeiteignung sprechen.

Auch das Verhalten der Brennelemente erforscht die BGZ mit nationalen und internationalen Partnern aus Industrie und Wissenschaft. So werden im Rahmen eines Forschungsprojekts Brennstäbe in heißen Zellen in Schweden untersucht, die das in den Zwischenlagern der BGZ eingelagerte Inventar abdecken. „Wir gewinnen dadurch alle notwendigen Erkenntnisse für die verlängerte Zwischenlagerung der Brennelemente“, sagte Dr. Michael Hoffmann, der als Bereichsleiter für den sicheren Betrieb der Zwischenlager zuständig ist. Ein Öffnen von Behältern sei dafür nicht erforderlich.

Hoffmann betonte abschließend: „Die BGZ ist davon überzeugt, dass das durch sie umgesetzte Konzept der trockenen Zwischenlagerung – auch im internationalen Vergleich – geeignet ist, die Sicherheit der Zwischenlagerung über die nächsten Dekaden bis zur Abgabe der Behälter an ein Endlager zu gewährleisten.“ Selbstverständlich, so Hoffmann, werde die BGZ die Öffentlichkeit hinsichtlich der Forschungsergebnisse der BGZ sowie zu den anstehenden Genehmigungsverfahren im Vorfeld frühzeitig und adäquat beteiligen.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/02/VA-BI-Gorleben-6_zuschnitt2-scaled.jpg 1441 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-02-06 08:24:532025-11-18 09:58:04BGZ informiert in Dannenberg: Sichere Zwischenlagerung auch bei längerer Endlagersuche gewährleistet
Landratsamt Landshut/Carina Weinzierl

BGZ informiert Kreistag Landshut: Sichere Zwischenlagerung auch bei längerer Endlagersuche gewährleistet

27. Januar 2023/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite, Verlängerte Zwischenlagerung

Landshut – Wie die BGZ die sichere Aufbewahrung der Behälter mit hochradioaktiven Abfällen bis zu deren Abgabe an ein Endlager gewährleistet, erläuterte das bundeseigene Unternehmen jüngst dem Landshuter Kreistag.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 hat die BGZ immer wieder darüber informiert, dass sie sich auf deutlich längere Zwischenlagerzeiten vorbereitet als ursprünglich vorgesehen. Denn auch nach der bisherigen Planung steht ein Endlager erst zur Verfügung, nachdem die Aufbewahrungsgenehmigungen für die Zwischenlager ausgelaufen sind. Am Standort Isar ist das Brennelemente-Zwischenlager (BZI) aktuell bis 2047 genehmigt.

„Der veränderte Zeitbedarf bei der Endlagersuche stellt für das Handeln der BGZ keine wesentliche Veränderung dar“, betonte BGZ-Standortkommunikator Stefan Mirbeth vor dem Kreistag Landshut. Der entscheidende Grund dafür: Das Konzept der Zwischenlagerung ist so robust ausgelegt, dass Effekte ausgeschlossen werden können, bei denen die Sicherheit plötzlich und unerwartet gefährdet ist.

In allen Zwischenlagern finden regelmäßige Überprüfungen statt, wodurch technische Systeme weiterentwickelt und bei Bedarf angepasst werden können. Die BGZ wird zudem fortlaufend prüfen, ob das bestehende Monitoring der Zwischenlagerung verstärkt werden muss.

Um die Sicherheit der Zwischenlagerung über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren hinaus nachweisen zu können, verfolgt die BGZ ein umfassendes Forschungsprogramm. In dessen Rahmen werden beispielsweise Alterungseffekte der Behälter und ihres Inventars betrachtet. Das Programm wird laufend fortgeschrieben und an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik angepasst.

„Die BGZ ist davon überzeugt, dass das durch sie umgesetzte Konzept – auch im internationalen Vergleich – am besten geeignet ist, die Sicherheit der Zwischenlagerung bis zur Abgabe der Behälter an ein Endlager zu gewährleisten“, so BGZ-Sprecher Mirbeth.

Im Rahmen der Kreistagssitzung stellte Markus Luginger, Leiter des Zwischenlagers Isar, auch die geplanten Baumaßnamen am Standort vor. Dazu zählen Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe in neue Gebäude, Werkstätten und Schutzeinrichtungen, die für den künftigen, vom Kraftwerk unabhängigen Zwischenlagerbetrieb notwendig sind.

Die BGZ nutzte auch die Gelegenheit, turnusgemäß über die geplante Rücknahme radioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitung in England zu informieren. Wie bereits mehrfach vorgestellt – unter anderem bei einer öffentlichen Großveranstaltung in Niederaichbach – sollen sieben Behälter mit verglasten Abfällen aus Sellafield nach Isar rückgeführt werden. Zur Rücknahme dieser Abfälle hat sich die Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich verpflichtet. Der Zeitpunkt des Transports steht allerdings derzeit noch nicht fest, auch die Einlagerungsgenehmigung wurde bislang noch nicht erteilt.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/01/BGZ-Kreistag-Landshut-scaled.jpg 1708 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-01-27 12:00:152025-11-18 09:58:16BGZ informiert Kreistag Landshut: Sichere Zwischenlagerung auch bei längerer Endlagersuche gewährleistet
Mick

Kerntechnische Anlagen: BGZ übernimmt Notfall-Vorsorge

25. Januar 2023/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite

ESSEN/KARLSRUHE – Bei einem Notfall in einer kerntechnischen Anlage unterstützt die Kerntechnische Hilfsdienst GmbH (KHG) den Betreiber beim Schutz von Bevölkerung und Umwelt. Diese wichtige Aufgabe ist nun in staatlicher Hand. Die bundeseigene BGZ hat die Mehrheitsanteile der KHG übernommen.

So hält die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH seit Jahresbeginn 92,2 Prozent der KHG-Anteile. Weitere Gesellschafter sind die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH (JEN) und die Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH (KTE). „Mit der Übernahme der Mehrheitsanteile durch die BGZ als bundeseigenes Unternehmen ist die Finanzierung und Durchführung der Notfallvorsorge in kerntechnischen Anlagen in Deutschland langfristig gesichert“, sagt Lars Köbler, Geschäftsführer der KHG und kaufmännischer Geschäftsführer der BGZ.

Aufgabe der KHG mit Sitz in Eggenstein-Leopoldshafen bei Karlsruhe ist es, die Folgen von potentiellen Notfällen in kerntechnischen Anlagen einzudämmen und zu beseitigen, um Mensch und Umwelt zu schützen. Dafür verfügt das Unternehmen über speziell ausgebildetes Personal und eine umfangreiche technische Ausrüstung. Darüber hinaus sind 140 speziell geschulte externe Fachkräfte an der Technik der KHG ausgebildet und in eine 24/7-Rufbereitschaft eingebunden.

Hintergrund:
Betreiber von kerntechnischen Anlagen in Deutschland sind gesetzlich dazu verpflichtet, eine technische und personelle Vorsorge für den Notfall zu treffen. Im Rahmen dieser Vorsorge unterstützt die Kerntechnische Hilfsdienst GmbH die BGZ als Betreiberin kerntechnischer Anlagen. Die KHG wird von ihren Gesellschaftern beauftragt, stellt ihre Dienstleistungen auf Anforderung aber auch Dritten, zum Beispiel Behörden, zur Verfügung. Weitere Informationen zur KHG und ihren Aufgaben finden Sie hier.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/01/BGZ-uebernimmt-Mehrheitsanteile-der-KHG.jpg 928 2000 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2023-01-25 13:30:542025-04-24 18:15:54Kerntechnische Anlagen: BGZ übernimmt Notfall-Vorsorge

Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle: BGZ stellt Mainbogen-Gemeinden Forschungsprogramm vor

9. Dezember 2022/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite, Verlängerte Zwischenlagerung

SCHWEBHEIM/GRAFENRHEINFELD – Die BGZ hat Vertreter*innen der sechs Gemeinden, die zur Allianz Schweinfurter Mainbogen gehören, ihr Forschungsprogramm zur verlängerten Zwischenlagerung vorgestellt. Das bundeseigene Unternehmen informierte außerdem über umfangreiche Investitionen am Standort Grafenrheinfeld.

„Mit unserem Forschungsprogramm bearbeiten wir alle Forschungsfragen, die sich im Zusammenhang mit der Sicherheit einer verlängerten Zwischenlagerung an den Standorten der BGZ für hochradioaktive Abfälle stellen“, erläuterte Dr. Maik Stuke von der für Forschung zuständigen Abteilung. Mit dem Programm habe die BGZ die Grundlage dafür erarbeitet, die Sicherheit der Zwischenlagerung über den bisher genehmigten Zeitraum von 40 Jahren hinaus nachzuweisen.

In seinem Vortrag veranschaulichte Stuke die zahlreichen Forschungsaktivitäten der BGZ: von Langzeituntersuchungen zur Sicherheit der Behälter-Dichtungen bis zu Experimenten, die zusätzliche Erkenntnisse zum Langzeitverhalten der Brennelemente liefern sollen. „Wir werden das Forschungsprogramm laufend fortschreiben, an den sich weiterentwickelnden Stand von Wissenschaft und Technik anpassen und regelmäßig über den Fortschritt informieren“, so Stuke.

Standortkommunikator Stefan Mirbeth stellte vorab gemeinsam mit Thomas Tittel, Leiter des Zwischenlagers Grafenrheinfeld, die Aufgaben der BGZ vor und erläuterte die Vorhaben und Planungen am Standort. Dazu zählen umfangreiche Investitionen in Höhe von über 30 Millionen Euro in neue Gebäude, Werkstätten und Schutzeinrichtungen, die für den künftigen, vom Kraftwerk unabhängigen Zwischenlagerbetrieb notwendig sind.

Im Anschluss an die Vorträge diskutierten die Vertreter der BGZ mit den Gemeinderäten der sechs Kommunen Grafenrheinfeld, Gochsheim, Grettstadt, Röthlein, Schwebheim und Sennfeld über ihre Positionen zum Forschungsprogramm und zur Zwischenlagerung in Grafenrheinfeld.

„Seitdem die BGZ das Zwischenlager 2019 übernommen hat, tauschen sich die Gemeinden im Schweinfurter Mainbogen und die bundeseigene Gesellschaft regelmäßig aus. Dieser kontinuierliche Dialog ist wichtig, um die verantwortungsvollen Aufgaben der BGZ auch kritisch begleiten zu können. Denn die Zwischenlagerung in Grafenrheinfeld darf nicht länger dauern als unbedingt notwendig und dies auch nur im Rahmen der bestehenden rechtlichen und technischen Anforderungen“, erklärte Dr. Volker Karb, Bürgermeister der Gemeinde Schwebheim und Sprecher der Allianz Schweinfurter Mainbogen.

Hintergrund:
Die Genehmigungen für Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle sind in Deutschland auf 40 Jahre befristet. Die Genehmigung für das Zwischenlager Grafenrheinfeld läuft im Jahr 2046 aus.

Nach der bisherigen Einschätzung steht ein Endlager erst zur Verfügung, nachdem die befristeten Genehmigungen für die Zwischenlager ausgelaufen sind. Die BGZ bereitet sich bereits seit ihrer Gründung auf eine Zwischenlagerung über den bisher genehmigten Zeitraum hinaus vor und wird deshalb rechtzeitig neue Zwischenlagergenehmigungen für ihre Standorte beantragen.

Mit dem Forschungsprogramm führt die BGZ einen breiten fachlichen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene. Im Rahmen von konkreten Forschungsvorhaben arbeitet die BGZ mit Partnern aus der Industrie sowie Forschungsinstituten und Universitäten zusammen.

Das Forschungsprogramm kann hier angesehen und heruntergeladen werden: https://bgz.de/mediathek/#publikationen

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/12/020_BGZ_Dialog-in-Schwebheim-scaled.jpg 1706 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2022-12-09 12:00:532025-11-18 09:58:30Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle: BGZ stellt Mainbogen-Gemeinden Forschungsprogramm vor

Umfrage im Auftrag der BGZ: Bürger*innen werden zur Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle befragt

8. Dezember 2022/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite

ESSEN/BERLIN – Was wissen und denken die Menschen in Deutschland über die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle? Im Auftrag der BGZ findet derzeit eine Umfrage in den Regionen rund um die Zwischenlagerstandorte statt.

Per Zufallsprinzip werden Bürger*innen, die in der Nähe eines von der BGZ betriebenen Zwischenlagers wohnen, aktuell von Mitarbeiter*innen einer unabhängigen Gesellschaft für Sozialforschung online oder per Telefon kontaktiert. Die Interviewer*innen möchten wissen, was die Menschen über die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle wissen und denken.

Mit dieser ersten repräsentativen und anonymisierten Umfrage an ihren Standorten möchte die BGZ Erkenntnisse über den Informationsstand der Bevölkerung sowie das Stimmungsbild der Menschen vor Ort gewinnen. Diese sollen in die Arbeit des bundeseigenen Unternehmens einfließen. Über die Ergebnisse der Erhebung wird die BGZ nach Auswertung der Daten informieren.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/09/Slider-BGZ_Ahaus_3514_371_low_1-scaled.jpg 1087 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2022-12-08 15:25:212025-04-24 18:16:38Umfrage im Auftrag der BGZ: Bürger*innen werden zur Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle befragt
Kranert-Rydzy/BGZ

Vorsitzender des Bundestagsumweltausschusses besucht BGZ-Zwischenlager Neckarwestheim

7. Dezember 2022/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite

NECKARWESTHEIM – Der Bundestagsabgeordnete Harald Ebner (B90/Die Grünen) hat sich in Neckarwestheim über die Zwischenlagerung von hochradioaktiven Abfällen informiert. Mit Blick auf die andauernde Suche nach einem Endlager wies Ebner darauf hin, dass der verlängerten Zwischenlagerung eine besondere Bedeutung zukomme.

Ebner, der Vorsitzender des Umweltausschusses des Bundestages und atompolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, wurde von Standortleiter Thomas Taschke und Hendrik Kranert-Rydzy, Abteilungsleiter Politik, in Neckarwestheim begrüßt. Taschke erläuterte bei einem Rundgang: „Aktuell sind 94 der 151 Stellplätze für Behälter mit verbrauchten Brennelementen belegt. Final werden hier 135 Behälter stehen, für deren sichere Aufbewahrung wir sorgen, bis sie an ein Endlager abgegeben werden.“

Nach der Besichtigung erklärte Ebner: „Mit der Nutzung der Atomenergie in Deutschland wird am 15. April 2023 endgültig Schluss sein, so hat es der Bundestag beschlossen. Es werden auch keine weiteren Brennelemente mehr beschafft. Dennoch ist die Endlagerfrage weiter ungelöst. Erbe des Atomstrom-Zeitalters werden rund 1.900 Behälter mit hochradioaktiven Abfällen sein, für die noch kein dauerhaft sicherer Ort gefunden ist. Gerade im Hinblick auf die nun bekannt gewordene Zeitplanung muss auf die sichere Zwischenlagerung und den dafür notwendigen weiteren Schritten besonderes Augenmerk gelegt werden. Dementsprechend kommt deren sicherer Zwischenlagerung eine besondere Bedeutung zu – auch hier in Neckarwestheim.“

Der BGZ komme die wichtige Aufgabe zu, diese schwierige Übergangsphase zu meistern. „Es war ein sehr guter Austausch. Heute konnte ich mich vor Ort davon überzeugen, mit welcher Expertise dieser hochbrisante Auftrag von der BGZ wahrgenommen wird“, sagte der Bundestagsabgeordnete.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/12/PM-MdB-Ebner-besucht-BGZ-Zwischenlager-Neckarwestheim-scaled.jpg 2560 2419 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2022-12-07 15:00:352025-04-24 18:16:58Vorsitzender des Bundestagsumweltausschusses besucht BGZ-Zwischenlager Neckarwestheim
BGZ/Steen

Brokdorf: Umweltminister Tobias Goldschmidt besucht BGZ-Zwischenlager

4. November 2022/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite

BROKDORF – Der schleswig-holsteinische Umweltminister Tobias Goldschmidt hat sich bei seinem Standortbesuch über die sichere Zwischenlagerung in Brokdorf informiert. Bei der Begehung des Zwischenlagers für hochradioaktive Abfälle erläuterten die BGZ-Vertreter unter anderem die anstehende bauliche Nachrüstung, für die seit kurzem die atomrechtliche Genehmigung des zuständigen Bundesamtes vorliegt.

Begrüßt wurde der Minister durch den Leiter des Zwischenlagers, Sandro Ringel, BGZ-Sprecher Burghard Rosen und den Standortkommunikator Jonas Wingert. Ringel berichtete, dass neben dem Bau einer zusätzlichen Stahlbetonwand auch ein neuer Durchfahrschutz sowie ein Wach- und Zugangsgebäude geplant seien. Bis zur Umsetzung dieser Nachrüstung wird die Sicherung der Anlage durch temporäre Maßnahmen gewährleistet.

Darüber hinaus informierten die BGZ-Vertreter den Minister über den aktuellen Stand der Vorbereitungen für die Rückführung hochradioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente nach Brokdorf. Weitere Themen waren die Vorbereitungen für den vom Kraftwerk unabhängigen Zwischenlagerbetrieb sowie die Kommunikationsarbeit der BGZ vor Ort.

„Ich habe mir einen sehr guten Eindruck von der verantwortungsvollen Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier am Standort Brokdorf verschaffen können“, betonte Minister Goldschmidt im Anschluss an den Termin. „Durch die sichere Zwischenlagerung der abgebrannten Brennelemente aus dem Kernkraftwerk leistet die BGZ einen wichtigen Beitrag zu dessen Rückbau und zur Vollendung des Atomausstiegs in unserem Land.“

https://bgz.de/wp-content/uploads/2022/11/2022-11-04-Brokdorf-Umweltminister-Tobias-Goldschmidt-besucht-BGZ-Zwischenlager-scaled.jpg 1920 2560 Tabea Reckelkamm https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Tabea Reckelkamm2022-11-04 08:41:162025-04-24 18:17:18Brokdorf: Umweltminister Tobias Goldschmidt besucht BGZ-Zwischenlager
Anke Jacobs

Dr. Ewold Seeba scheidet als Vorsitzender der BGZ-Geschäftsführung aus

31. Oktober 2022/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite

BERLIN/ESSEN – In der Geschäftsführung der BGZ mbH gibt es eine personelle Veränderung. Dr. Ewold Seeba beendet seine Tätigkeit als Vorsitzender der Geschäftsführung in dem bundeseigenen Unternehmen zum 31. Oktober 2022.

Ewold Seeba übernahm das Amt zum 1. November 2018 und steht seitdem zusammen mit dem technischen Geschäftsführer Wilhelm Graf und dem kaufmännischen Geschäftsführer Lars Köbler an der Spitze der BGZ. Zum 31. Oktober 2022 scheidet der Diplom-Volkswirt nun aus dem bundeseigenen Unternehmen wie vorgesehen aus: „Da bereits von vornherein meine Zeit bei der BGZ als beurlaubter Beamter in meinem Anstellungsvertrag festgelegt wurde, entspricht der Zeitpunkt meiner eigenen Berufs- und auch Lebensplanung“, sagt Seeba. Sein Kollege Wilhelm Graf schließt an: „Wir haben in der Geschäftsführung hervorragend zusammengearbeitet und viele Weichenstellungen in der wichtigen Gründungsphase der BGZ gemeinsam getätigt. Lars Köbler und ich bedanken uns herzlich bei Ewold Seeba für die vertrauensvolle, gute gemeinsame Zeit und wünschen ihm für seinen anstehenden Ruhestand alles erdenklich Gute.“

Neben der Planung eines Logistikzentrums für eine zügigere Entsorgung von schwach-und mittelradioaktiven Abfällen in das Endlager Konrad gehörte die Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit und deren Aufbau zu seinem Verantwortungsbereich. Die direkte Kommunikation auf Augenhöhe war Seeba dabei immer ein wichtiges Anliegen. So kam er bei zahlreichen Besuchen und Veranstaltungen an den Zwischenlagerstandorten mit vielen Stakeholdern und Bürger*innen ins Gespräch. „Den Dialog mit den Menschen vor Ort aufzubauen war für mich Aufgabe und Herzensangelegenheit zugleich. Der offene und von gegenseitigem Respekt geprägte Austausch ist gerade bei einem sensiblen Thema wie der Lagerung radioaktiver Abfälle von entscheidender Bedeutung für das notwendige Vertrauen in unsere Arbeit“, so Seeba. „Wir haben als Unternehmen vieles aus den zahlreichen Gesprächen und Diskussionen mitgenommen und in die Arbeitsplanung der BGZ integriert“, bilanzierte Seeba, der sich rückblickend bei allen Kolleg*innen der BGZ-Belegschaft für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedankte.

Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Stefan Tidow, würdigte die Tätigkeit von Dr. Seeba als Vorsitzender Geschäftsführer, durch dessen Wirken die BGZ zu einem „verlässlichen Partner bei der politisch anspruchsvollen und gesellschaftlich herausfordernden Aufgabe der Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle“ geworden sei. Das Ministerium ist Vertreter der alleinigen Gesellschafterin der BGZ und derzeit im Auswahlprozess für eine Nachfolgerin. Bis zur Neubesetzung der Stelle werden die Aufgaben des CEO kommissarisch von Lars Köbler und Wilhelm Graf sowie im Hinblick auf das Logistikzentrum Konrad vom Generalbevollmächtigten Christian Möbius übernommen.

Hintergrund:

Dr. Ewold Seeba (Dipl. Volkswirt) studierte in Göttingen und war als Beamter in verschiedenen Bundesministerien und im Bundeskanzleramt tätig. Zuletzt als Ministerialdirektor „Leiter der Abteilung Z“ im Bundesministerium für Umwelt, Reaktorsicherheit und Bauen. Den Vorsitz der Geschäftsführung der Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH (BGZ) hat er im November 2018 übernommen. Zuvor war er von Juli 2016 bis November 2018 Geschäftsführer der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) und von 2014 bis 2016 kommissarischer Präsident des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgung (heute BASE).

Die 2017 gegründete BGZ mit Hauptsitz in Essen betreibt an derzeit insgesamt 16 Standorten dezentrale und zentrale Zwischenlager. Als Gesellschaft des Bundes gewährleistet sie den sicheren und zuverlässigen Betrieb der Zwischenlager für schwach-, mittel- und hochradioaktive Abfälle bis zu ihrer Endlagerung. Die BGZ beschäftigt über 500 Mitarbeiter*innen.

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2018/05/dr_seeba_web_996x1030px.jpg 1030 996 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2022-10-31 16:10:182025-04-24 18:19:17Dr. Ewold Seeba scheidet als Vorsitzender der BGZ-Geschäftsführung aus
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