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Ahaus: Dialog über Zwischenlagerung im Rathaus

20. Mai 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
AHAUS – In einer Informationsveranstaltung für den Rat und die Bürger*innen der Stadt Ahaus hat die BGZ ihre aktuellen Projekte vorgestellt. Die Vertreter des bundeseigenen Unternehmens erläuterten etwa die Planungen zur Aufbewahrung von Forschungsreaktor-Brennelementen im Zwischenlager Ahaus. Neben der BGZ berichtete die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) über den derzeitigen Stand der geplanten CASTOR-Transporte aus Jülich nach Ahaus.

„Wir können die CASTOR-Behälter aus Jülich sicher aufbewahren“, sagte Dr. Matthias Heck, Bereichsleiter Genehmigungen bei der BGZ. Dies sei durch die Genehmigungsbehörde umfangreich geprüft und bestätigt worden. „Im vergangenen Jahr hat das Oberverwaltungsgericht Münster die Rechtmäßigkeit der Genehmigung festgestellt“, unterstrich er. Die BGZ hat die Annahme eines leeren CASTOR-Behälters aus Jülich bereits erfolgreich getestet. Unabhängige Sachverständige haben der BGZ den reibungslosen Ablauf bescheinigt.

Für die JEN stellte Dr. Guido Caspary, Prokurist und Hauptabteilungsleiter Dekontamination und Entsorgung, den Stand der Vorbereitungen für einen möglichen Transport der CASTOR-Behälter nach Ahaus vor. Die erforderliche Beförderungsgenehmigung hat das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) noch nicht erteilt.

Dr. David Knollmann, verantwortlich für die BGZ-Kommunikation am Standort Ahaus, ging auf zwei weitere Themen ein: Ursprünglich sollten 152 Behälter mit mittelradioaktiven Abfällen aus der französischen Wiederaufarbeitung im Zwischenlager Ahaus aufbewahrt werden. Stattdessen einigten sich Deutschland und Frankreich 2021 auf eine andere Lösung, die bis zu 30 leere und ausgediente Brennelemente-Transportbehälter für die Zwischenlagerung in Ahaus vorsah. „Diese Behälter kommen nun nicht nach Ahaus und werden aktuell bei einem Unternehmen in den USA verwertet“, sagte Knollmann.

Das zweite Thema war die Aufbewahrung von Brennelementen aus dem Forschungsreaktor München II (FRM II) im Zwischenlager Ahaus. „Wie auch im Fall der Jülicher Brennelemente kommt die BGZ ihren vertraglichen Verpflichtungen nach, indem sie die Aufbewahrung vorbereitet“, erläuterte Knollmann. Es gebe langjährig bestehende Vereinbarungen, die nun umgesetzt würden. Im laufenden Genehmigungsverfahren habe die BGZ umfangreiche Nachweise zur Sicherheit vorgelegt. Das Verfahren sei weit fortgeschritten.

Karola Voß, Bürgermeisterin der Stadt Ahaus, erklärte: „Wir begrüßen, dass für die Brennelemente-Transportbehälter aus Frankreich nun eine alternative Entsorgung gefunden wurde. Trotz unterschiedlicher Auffassungen hinsichtlich zukünftiger potentieller Einlagerungen, insbesondere denen aus Jülich, fühlen wir uns durch die BGZ vor Ort gut informiert. Der bislang gepflegte enge und vertrauensvolle Austausch ist wichtig.“ Die Bürgermeisterin machte auch deutlich: „Die Zwischenlagerung ist nur für eine begrenzte Zeit konzipiert. Als Standortkommune übernehmen wir seit Jahrzehnten Verantwortung. Die Entsorgung der hochradioaktiven Abfälle in einem Endlager ist eine Aufgabe von gesamtgesellschaftlicher Verantwortung. Deshalb ist die Endlagersuche wichtig und muss nach Kräften vorangetrieben werden.“

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/05/2025-05-20-PM-BGZ-Dialogveranstaltung-Ahaus-scaled-e1754299100863.jpg 1440 2390 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2025-05-20 09:20:262025-05-20 09:20:26Ahaus: Dialog über Zwischenlagerung im Rathaus

„KERNgeschichten“: BGZ unterstützt POP-UP-MUSEUM

16. Mai 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite

NECKARWESTHEIM/ GEMMRIGHEIM – Mit dem Modell eines CASTOR-Behälters unterstützt die BGZ das POP-UP-MUSEUM „KERNgeschichten“ in Gemmrigheim. Vom 15. Mai bis 15. Juni befasst sich die partizipative Ausstellung des Museums der Alltagskultur mit Erinnerungen und Geschichten zum ehemaligen Kernkraftwerk Neckarwestheim. Das Museum und die Betreiberin des Zwischenlagers bieten zudem gemeinsame Führungen durch die Ausstellung an.

Mit der Podiumsdiskussion „Nach der Kernkraft – Was ist die Energie von morgen?“ wird die Ausstellung am Samstag, den 17. Mai, um 16 Uhr offiziell eröffnet. Neben Gästen aus Politik und Wissenschaft wird die BGZ durch Dr. Genevieve Mulack, Referentin für Standortkommunikation der Region Südwest, auf dem Podium vertreten sein.

Dr. Alexander Schwanebeck, Leiter des Museums der Alltagskultur im Schloss Waldenbuch und Antonia Schnell (Landesmuseum Württemberg in Stuttgart), realisierten die Ausstellung gemeinsam mit der Landesstelle für Alltagskultur und dem Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen. Die Organisatoren freuen sich über die Beteiligung der BGZ bei der Ausstellung. „Das CASTOR-Modell steht für eine der vielen Stimmen und Perspektiven in unserem Museum, das nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft der KERNgeschichte zeigt“, so Schwanebeck.

„Für uns ist es eine schöne Gelegenheit den Museumsbesucher*innen anhand des Modells zu zeigen, wie die BGZ die radioaktiven Abfälle in ihren Zwischenlagern bis zur Abgabe an ein Endlager sicher aufbewahrt“, betont Dr. Genevieve Mulack. Derzeit stehen 99 Behälter mit hochradioaktiven Abfällen im Brennelemente-Zwischenlager Neckarwestheim.

Das POP-UP-MUSEUM befindet sich in der Hofgasse 22, im Saal der Kelter (1. UG) in Gemmrigheim. Die Ausstellung ist barrierefrei erreichbar. Öffnungszeiten: Do. bis So., 11–18 Uhr (auch an Feiertagen). Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen sind hier erhältlich: Pop-Up-Museum | Museum der Alltagskultur — Schloss Waldenbuch

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/05/Bildarchiv_574030-scaled.jpg 1707 2560 Genevieve Mulack https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Genevieve Mulack2025-05-16 09:43:402025-05-16 09:43:40„KERNgeschichten“: BGZ unterstützt POP-UP-MUSEUM
Studsvik Nuclear AB

Forschung an bestrahlten Brennstäben: Erste Langzeitwärmebehandlung erfolgreich abgeschlossen

14. Mai 2025/in Aktuelles, Forschung, Pressemitteilung, Startseite

ESSEN – Sieben Monate lang hat die BGZ in einem Forschungsprojekt Brennstäbe in einer Heißen Zelle künstlich altern lassen. Im nächsten Schritt werden diese nun experimentell untersucht. Mit den gewonnenen Daten werden weitere Erkenntnisse über das Verhalten von bestrahlten Brennelementen aus dem Kernkraftwerk-Betrieb gewonnen. Diese sind von großer Bedeutung für die verlängerte Zwischenlagerung der hochradioaktiven Abfälle.

„Eine Wärmebehandlung der Brennstäbe über mehrere Monate hinweg ermöglicht uns völlig neue Untersuchungsmöglichkeiten und Erkenntnisse zum Langzeitverhalten bestrahlter Brennelemente“, sagt Dr. Maik Stuke, Leiter des BGZ-Forschungsprojekts LEDA (Long-Term Experimental Dry Storage Analysis). Bislang wurden solche Wärmebehandlungen nur über wenige Stunden oder Tage durchgeführt. „Das liegt daran, dass eine solche Behandlung sehr aufwendig und fehleranfällig ist“, erläutert Stuke. Eine detaillierte Planung und umfangreiche Tests im Vorfeld sorgten für einen reibungslosen Ablauf und erfolgreichen Abschluss der Wärmebehandlung.

Dabei wurden Abschnitte von sechs bestrahlten Brennstäben über sieben Monate in den Laboren der Firma Studsvik in Schweden einem bestimmten Temperaturverlauf ausgesetzt. Dieser folgt dem Temperaturverlauf, der im Inneren der Behälter herrscht, die die BGZ in ihren Zwischenlagern aufbewahrt. So können Alterungseffekte der Brennstäbe detailliert untersucht werden, ohne Behälter öffnen zu müssen.

In einer heißen Zelle der Firma Studsvik in Schweden werden die Segmente der bestrahlten Brennstäbe für das Forschungsprojekt LEDA untersucht.

Im nächsten Schritt werden nun die mit Wärme behandelten Brennstäbe analysiert und die daraus gewonnenen Daten interpretiert. Im Rahmen des Forschungsprojekts werden weitere bestrahlte Brennstäbe untersucht, darunter auch solche aus deutschen Kernkraftwerken.

Mit dem Vorhaben möchte die BGZ die Frage beantworten, wie sich bestrahlte Brennelemente in der trockenen Zwischenlagerung über einen langen Zeitraum verhalten. Die Ergebnisse aus den Untersuchungen fließen in die Nachweisführung der Genehmigungsanträge für die verlängerte Zwischenlagerung ein, in denen das bundeseigene Unternehmen die Sicherheit der Aufbewahrung der hochradioaktiven Abfälle nach dem jeweils aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik nachweisen muss.

Hintergrund:

Die Aufbewahrung radioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigungen für die Zwischenlager der BGZ laufen ab 2034 sukzessive aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig, da erst Mitte des Jahrhunderts ein Endlagerstandort benannt werden soll. Anschließend wird es noch mehrere Dekaden dauern, bis alle Behälter mit hochradioaktiven Abfällen an das betriebsbereite Endlager abgegeben sind. Auf die verlängerte Zwischenlagerung bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung im Jahr 2017 vor. Zentraler Baustein dafür ist ihr Forschungsprogramm, in dem unter anderem das Langzeitverhalten von Brennelementen und Behältern untersucht wird.

Das Forschungsprojekt LEDA konzentriert sich auf die Untersuchung von Alterungseffekten bestrahlter Brennelemente unter Bedingungen der verlängerten Zwischenlagerung. Das BGZ-geführte Projekt mit internationaler Beteiligung ist 2021 gestartet. Weitere Informationen sind hier erhältlich.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/05/2025-05-14-PM-Forschungsprojekt-LEDA_Erste-Langzeitwaermebehandlung-erfolgreich-abgeschlossen2-scaled.jpg 1920 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2025-05-14 12:05:442025-11-18 09:56:05Forschung an bestrahlten Brennstäben: Erste Langzeitwärmebehandlung erfolgreich abgeschlossen

Ausbildung zur Schutz- und Sicherheitskraft: BGZ-Mitarbeiter Stefan Haupt in Köln ausgezeichnet

13. Mai 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
LINGEN/KÖLN – Mit einer Gala hat die IHK Köln die erfolgreichsten Absolvent*innen der beruflichen Weiterbildung des Jahres 2024 gewürdigt. Zu den Geehrten zählt auch BGZ-Mitarbeiter Stefan Haupt aus Lingen. Er schnitt bei der Prüfung zur „Schutz- und Sicherheitskraft“ als einer der Besten ab.

Seit 2023 unterstützt der gelernte Elektrotechniker das BGZ-Team in Lingen bei der Wartung und Instandhaltung von sicherheitstechnischen Geräten und Systemen im Zwischenlager, in dem das bundeseigene Unternehmen hochradioaktive Abfälle aufbewahrt. Die Weiterbildung zur geprüften Schutz- und Sicherheitskraft (GSSK) ist Teil der Qualifikation zum Leiter vom Dienst (LvD). Im Schichtdienst ist der LvD rund um die Uhr Bindeglied zum externen Wachschutz. Die berufliche Fortbildung absolvieren die LvD-Anwärter*innen aller BGZ-Standorte bundesweit an der IHK Köln.

„Vor meiner Tätigkeit im Zwischenlager war ich regelmäßig im Ausland als Installateur unterwegs. Nun kommen im Bereich der Objektsicherung noch viele neue, spannende Aufgaben hinzu, die ich zudem in meiner Heimat wahrnehmen kann“, freut sich der 43-Jährige über seinen Einsatz als LvD bei der BGZ. Dafür durchlief er gerne die mehrmonatige berufliche Fortbildung, die er nun als einer der besten zwei Prozent der rund 3400 Absolvent*innen der Weiterbildungskurse an der IHK Köln abschloss.

In der Freizeit zieht’s Stefan Haupt mit dem Metalldetektor raus auf Feld und Flur. Denn der Geester ist Mitglied der „Archäologischen Gruppe Lingen“ und blickt auf einige bemerkenswerte Funde zurück. Wenn am Sonntagmorgen die Sonne aufgeht, „dann geht’s ab auf den Acker“, erzählt er und lacht. Für ihn der perfekte Ausgleich zum Job. Auch Freunde wissen Stefan Haupts Hobby zu schätzen. Zwei verlorene Eheringe hat er bereits im Garten wiedergefunden. „Der Haussegen war wiederhergestellt“, fügt er an und schmunzelt. Es sind Geschichten wie diese, für die der Geester das „Sondeln“ so liebt.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/05/2025-05-13-PM-BGZ-Lingen-Stefan-Haupt-Auszeichnung-IHK-scaled.jpg 2560 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2025-05-13 09:20:222025-05-13 09:22:39Ausbildung zur Schutz- und Sicherheitskraft: BGZ-Mitarbeiter Stefan Haupt in Köln ausgezeichnet
BGZ

SPD-Landtagsabgeordnete besuchen Brennelemente-Zwischenlager Krümmel

29. April 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
GEESTHACHT – Zusammen mit Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze haben sich die SPD-Landtagsabgeordneten Martin Habersaat und Marc Timmer auf Einladung der BGZ im Brennelemente-Zwischenlager Krümmel über die sichere Aufbewahrung der hochradioaktiven Abfälle informiert. Neben Einblicken in den Lagerbetrieb erhielten die Gäste auch Informationen über die laufenden Maßnahmen zur Entkopplung des Zwischenlagers vom stillgelegten Kernkraftwerk Krümmel.

Der Leiter des Zwischenlagers, Dr. Henning Knigge, erläuterte die konkreten Schritte, mit denen die BGZ den vom Kraftwerk unabhängigen Lagerbetrieb vorbereitet. Dazu zählen unter anderem ein eigenes Dosimetriesystem, die Entkopplung der Brandmeldeanlagen sowie die Schaffung zusätzlicher Büroflächen durch die Aufstockung einer Bestandsimmobilie für Mitarbeiter*innen und Partnerfirmen.

„Wir sehen hier eine konsequente Umsetzung zur Entkopplung des Zwischenlagers vom Kraftwerk“, betonte Marc Timmer MdL. „Ein unabhängiger und sicherer Betrieb ist von entscheidender Bedeutung, vor allem mit Blick auf die zu erwartenden langen Zeiträume, die die radioaktiven Abfälle hier noch aufbewahrt werden müssen.“

Bürgermeister Olaf Schulze fügte hinzu: „Es ist ein wichtiges Signal an die Bevölkerung vor Ort, dass sich die BGZ frühzeitig darauf vorbereitet, die sichere Aufbewahrung der Abfälle auch nach dem Rückbau des Kraftwerks zu gewährleisten. Transparenz muss dabei auch weiterhin im Mittelpunkt stehen.“

Das Vertrauen der Menschen vor Ort sei für das bundeseigene Unternehmen von großer Bedeutung, sagte BGZ-Standortkommunikator Jonas Wingert und erklärte: „Daher setzen wir auf Dialog und werden unsere proaktive Kommunikation fortsetzen.“

Hintergrund

Das Zwischenlager Krümmel ist seit 2006 in Betrieb, seit 2019 wird es durch die bundeseigne BGZ betrieben. Im Lager werden 42 CASTOR-Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus dem Betrieb des stillgelegten Kernkraftwerks Krümmel aufbewahrt, weitere Einlagerungen sind ausgeschlossen. Der Zwischenlager-Betrieb ist aktuell bis 2046 genehmigt, ein Endlager-Standort soll aber erst Mitte dieses Jahrhunderts benannt werden. Weitere Jahrzehnte sind dann für die Planung und den Bau dieses Endlagers erforderlich. Daher bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung 2017 auf eine verlängerte Zwischenlagerung vor und wird dafür rechtzeitig eine Genehmigung beantragen.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/04/2025-04-29-PM-Kruemmel-Besuch-im-Brennelemente-Zwischenlager-Kruemmel-scaled.jpg 2126 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2025-04-29 10:19:152025-04-29 10:19:15SPD-Landtagsabgeordnete besuchen Brennelemente-Zwischenlager Krümmel

BGZ Philippsburg: Tüftler mit Herz und Schraubenzieher

23. April 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite

RHEINSHEIM/PHILIPPSBURG – Wegwerfen? Das kommt für Alexander Rößler nicht infrage. Ob Kamera, Kehrmaschine oder singender Weihnachtsmann: Der 50-Jährige, der bei der BGZ in Philippsburg arbeitet, tüftelt so lange, bis die Geräte wieder funktionieren und ihre Besitzer glücklich sind. Anpacken ist für Rößler Ehrensache – im „Café Kaputt“ ebenso wie für das museumsreife Kuckucksbähnel.

Wenn Alexander Rößler das Pfarrheim in seinem Heimatort Rheinsheim betritt, weiß er nie, was ihn erwartet. „Bei uns kommt alles Mögliche auf den Tisch“, sagt er und man merkt an seinem Dialekt gleich, dass er im Badischen daheim ist. Küchenmaschinen ohne Knetfunktion, Uhren im Stillstand, Waagen ohne Gewichtsanzeige: Alex und seine ehrenamtlichen Mitstreiter*innen vom „Café Kaputt“ lieben es, technische Probleme zu lösen. Aber nicht nur darum geht’s jeden dritten Samstag im Pfarrheim: Im Gegensatz zu vielen anderen Repair-Cafés kann jeder Gast mitarbeiten. Oder auch einfach nur Kaffee und Kuchen genießen, während die Profis reparieren. „Das Café Kaputt ist auch eine Begegnungsstätte“, sagt Alexander Rößler.

Er hat die Treffen zusammen mit weiteren handwerklich versierten Rheinsheimer*innen 2023 aus der Taufe gehoben und brachte schon Repair-Erfahrung aus ehrenamtlicher Tätigkeit in Germersheim mit. „Ich fungiere als eine Art Familienoberhaupt“, merkt er schmunzelnd an – und ist als gelernter Kommunikationselektroniker ein gern gesehener Fachmann, wenn die Technik mal wieder streikt. Mittlerweile besteht das Team des „Café Kaputt“ aus einer Handvoll Ehrenamtlicher, die „Hardware“-Probleme lösen, vier Näherinnen und fünf Frauen, die sich um den Kuchenverkauf kümmern. Denn der Verein lebt ausschließlich von Spenden – und hungrigen Kuchenesser*innen.

Technisches Knowhow prägt Beruf und Privatleben von Alexander Rößler: Er arbeitet seit Mai 2024 als IT-Systembetreuer bei der BGZ am Standort Philippsburg.

Alexander Rößler freut sich immer, wenn „jemand eine Schraube locker hat“ und damit zu ihm kommt, erzählt er und lacht herzlich. Zumal er meistens helfen kann. Und manchmal bringt er durch einen kleinen Kniff großes Glück hervor. Eine Reparatur wird der 50-Jährige, der seit Mai 2024 als IT-Systembetreuer für die BGZ am Zwischenlager-Standort Philippsburg arbeitet, nicht vergessen: Eine ältere Frau kam an einem Samstag mit zwei defekten Kameras im Pfarrheim vorbei. Rößler, selbst passionierter Hobbyfotograf, hat ein wenig getüftelt und schließlich aus den noch funktionsfähigen Teilen beider Geräte eine neue Kamera zusammengebaut. Damit rührte er die Besitzerin zu Tränen. Denn nur die Filme vergangener Urlaubsreisen, diese Erinnerungen an schöne, gemeinsame Zeiten, brachten ihren schwer demenzkranken Ehemann noch zum Sprechen. Jeden Tag schaute sich das Ehepaar die Filme auf der Kamera an.

Solche Momente treiben ihn an – und die „Faszination zu ergründen, was sich die Ingenieure der jeweiligen Technik ausgedacht haben“, sagt Alexander Rößler. „Das finde ich unglaublich spannend.“ Im Kleinen wie im Großen. Wenn es gerade keinen singenden Weihnachtsmann zu reparieren gibt, werkelt er zusammen mit seinem Sohn Linus (14) für das historische Kuckucksbähnel in Neustadt an der Weinstraße. „Eisenbahnen haben mich schon immer begeistert“, sagt er. Aus seinem Jungentraum wurde ein Ehrenamt.

Es gibt immer etwas zu tun: Wenn technisches Geschick rund um das Kuckucksbähnel und ihr Museum gefragt ist, greift Alexander Rößler gern zum Werkzeug.

Neben den jährlich 10 bis 15 Fahrten des Museumszugs, die stets etliche Besucher*innen anlocken, betreibt der Verein ein Eisenbahnmuseum zum Mitmachen. Draußen sorgen die echten Dampf-, Diesel- und Elektroloks für Begeisterung bei den Gästen, drinnen sind verschiedene Signale, Reiseutensilien wie Koffer und Arbeitsgeräte aus dem Bahnbetrieb von anno dazumal zu sehen – und eine Modelleisenbahn zu bespielen. „Sie ist vor allem für Kinder das Highlight“, erzählt Rößler. Der Verein bietet regelmäßige Fahrtage an, an denen Modellbahnfans ihre Mini-Loks mitbringen und auf den Schienen im Museum fahren lassen können. Hat sich ein Waggon festgefahren, holt Alexander Rößler sein Werkzeug raus. Klemmen die Tasten eines alten Telefons, mit dem Bahnwärter früher Kontakt gehalten haben, ist er der richtige Mann. „Zu tun gibt es immer was.“

Alexander Rößler, der am BGZ-Standort Philippsburg arbeitet, engagiert sich ehrenamtlich für den Museumsverein, der das historische Kuckucksbähnel betreibt.

Natürlich packt der Rheinsheimer auch an, wenn Hilfe an den großen Zügen benötigt wird. So haben die rund 50 Aktiven des Vereins vor Kurzem ihre 100 Jahre alte Dampflok wieder flott gemacht. Ein echtes Schätzchen, das die Mitglieder mit Stolz und die Besucher*innen mit Begeisterung erfüllt. 1984 fuhr der erste Zug der Museumsbahn die rund 20 Kilometer lange Strecke von Neustadt nach Elmstein, 2024 brachte die alte Dampflok zig Fahrgäste zum 40-Jährigen auf die Schiene. Und alle spitzten die Ohren.
„Die Reisenden meinten früher, auf der Strecke einen Kuckuck zu hören“, erzählt Rößler. Ob es wirklich der Vogel war, der die Zuggäste begrüßte, bleibt ungewiss. Doch der Bahn schenkte er seinen Namen. Tüftler, Technik- und Bahnliebhaber wie Alexander Rößler fanden beim Kuckucksbähnel ein zweites Zuhause.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/04/2025-04-23-PM-Tueftler-mit-Herz-und-Schraubenzieher1-scaled.jpg 2029 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2025-04-23 10:05:012025-04-23 10:11:07BGZ Philippsburg: Tüftler mit Herz und Schraubenzieher

Gorleben: BGZ veröffentlicht jährlichen Bericht zur Umgebungsüberwachung und lädt zum Dialog ein

14. April 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite

GORLEBEN – Die Anlagen der BGZ haben auch im Jahr 2024 keine radioaktiven Stoffe emittiert. Auch die am Zaun gemessene Strahlung lag erneut deutlich unterhalb des Genehmigungswertes. Dies bestätigt der Jahresbericht zur Umgebungsüberwachung, den das bundeseigene Unternehmen veröffentlicht hat und Bürger*innen am 26. Mai vorstellt.

So ist für das Jahr 2024 am Anlagenzaun an der Stelle mit der höchsten Strahlung ein Wert von 0,12 Millisievert (mSv) ermittelt worden. Diesen würde eine Person erhalten, die sich ununterbrochen ein Jahr lang am Zaun aufhielte. Der Genehmigungswert liegt bei 0,30 Millisievert pro Jahr. Zum Vergleich: Infolge eines Wohnortwechsels von Norddeutschland in ein deutsches Mittelgebirge ergibt sich eine zusätzliche Strahlendosis von rund 0,18 Millisievert pro Jahr.

Auch die Auswertung der Proben aus Luft, Niederschlag, Grundwasser, Boden und Vegetation haben für 2024 keine aus dem Betrieb des BGZ-Zwischenlagers stammende Radioaktivität ergeben. Insgesamt ist langfristig mit einer Abnahme der Jahresdosis zu rechnen, da keine weiteren hochradioaktiven Abfälle mehr eingelagert werden. Der Umgebungsüberwachungsbericht kann hier heruntergeladen werden.

„Wir möchten interessierte Bürger*innen gerne im Rahmen einer Dialogveranstaltung über die Ergebnisse der Umgebungsüberwachung informieren und ihnen Gelegenheit geben, Fragen zu dem Bericht zu stellen“, so Dr. Tristan Zielinski, Standortkommunikator der BGZ in Gorleben.

Die Dialogveranstaltung findet statt am

 

Montag, den 26.05.2025 um 18:30 Uhr

im Infohaus der BGZ

Lüchower Str. 4, 29475 Gorleben

Es wird um eine Anmeldung gebeten, die per Mail an info@bgz.de oder telefonisch unter 05882 10-286 möglich ist.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/04/2023-04-12-Das-Brennelemente-Zwischenlager-Gorleben.jpg 1707 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2025-04-14 10:24:532025-04-23 10:10:43Gorleben: BGZ veröffentlicht jährlichen Bericht zur Umgebungsüberwachung und lädt zum Dialog ein

Biblis: BGZ-Geschäftsführerin trifft Bürgermeister Volker Scheib

4. April 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
BIBLIS – Bei ihrem Besuch im Rathaus sprach Bettina Hesse, Vorsitzende Geschäftsführerin der BGZ, mit Bürgermeister Volker Scheib. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen der künftig unabhängige Betrieb des Zwischenlagers, die Vorbereitungen auf die verlängerte Zwischenlagerung sowie der gute Austausch zwischen der BGZ und der Gemeinde.

„Der Dialog mit der Gemeinde Biblis, dem Gemeindevorstand sowie der Gemeindevertretung ist für uns von großer Bedeutung. Wir werden diesen Austausch weiter pflegen und intensivieren“, erklärte Bettina Hesse im Rahmen des Gesprächs im Rathaus. Sie erläuterte, wie sich die BGZ auf die verlängerte Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle und die Abgabe der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle an das Endlager Konrad vorbereitet. Zudem ging sie auf aktuelle BGZ-Projekte am Standort ein.

Mit der vollständigen Entkopplung vom benachbarten Kernkraftwerk wird das Zwischenlager künftig baulich, organisatorisch und personell unabhängig sein. Um diesen gesetzlich geforderten autarken Betrieb herzustellen, sind umfangreiche Maßnahmen erforderlich. Ein Meilenstein in diesem Zusammenhang war das Richtfest für das neue Wach- und Funktionsgebäudes im vergangenen Jahr. Dieses soll 2026 bezogen werden.

Bürgermeister Volker Scheib betonte nach dem Treffen die gute Zusammenarbeit mit der BGZ als Betreiberin des Zwischenlagers und begrüßte den regelmäßigen und vertrauensvollen Austausch. „Sicherheit, Zuverlässigkeit und Transparenz sind für Biblis wichtig“, so Scheib.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/04/2025-04-04-PM-Biblis-BGZ-Geschaeftsfuehrerin-Bettina-Hesse-und-Burghard-Rosen-vor-dem-Rathaus-mit-Buergermeister-Scheib-scaled-e1743750694301.jpg 1643 2163 Genevieve Mulack https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Genevieve Mulack2025-04-04 15:00:182025-04-09 20:40:13Biblis: BGZ-Geschäftsführerin trifft Bürgermeister Volker Scheib
BGZ

CASTOR-Behälter aus Sellafield im Zwischenlager Isar eingetroffen

4. April 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
NIEDERAICHBACH – Sieben CASTOR-Behälter mit verglasten hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente in England sind in das Zwischenlager Isar transportiert worden. Mit der sicheren Aufbewahrung dieser Abfälle bis zur Abgabe an ein Endlager setzt die BGZ ihren gesetzlichen Auftrag um. Die Sicherheit der Zwischenlagerung wurde zuvor umfassend überprüft.

Der Transport der CASTOR-Behälter startete Mitte vergangener Woche in Sellafield. Dort wurden die hochradioaktiven Abfälle, die bei der Wiederaufarbeitung von Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken angefallen sind, in Glas eingeschmolzen und in Edelstahlkokillen gefüllt. Jeweils 28 dieser Kokillen wurden anschließend in CASTOR-Behälter des Typs HAW28M verladen. Dieser Behältertyp kam bereits bei der Rückführung verglaster hochradioaktiver Abfälle an die BGZ-Standorte Gorleben, Biblis und Philippsburg zum Einsatz. Organisiert und durchgeführt wurde der Transport von der GNS Gesellschaft für Nuklear-Service im Auftrag der Kernkraftwerksbetreiber.

Fachleute der BGZ werden die sieben Behälter nun auf ihren ordnungsgemäßen Zustand überprüfen und im Zwischenlager an das Behälterüberwachungssystem anschließen. Bei einem Probelauf im Frühjahr 2023 demonstrierte die BGZ die sichere Einlagerung bereits mit einem unbeladenen, baugleichen Behälter unter behördlicher Aufsicht.

„Mit der Einlagerung der sieben Behälter im Zwischenlager endet ein umfangreiches Projekt, das mit intensiver Vorbereitung auf einem hohen Sicherheitsniveau verbunden war“, sagt Markus Luginger, Leiter des Zwischenlagers Isar. „Ich bedanke mich bei meinem engagierten Team und den beteiligten Institutionen, mit denen wir die Einlagerung vorbereitet haben“, so Luginger.

Dass alle Sicherheitsanforderungen für die Aufbewahrung der Behälter erfüllt sind, hat die BGZ gegenüber dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) im Rahmen eines atomrechtlichen Genehmigungsverfahrens dargelegt und mit der Aufbewahrungsgenehmigung bestätigt bekommen.

 

Hintergrund:

Bis 2005 wurden Brennelemente aus deutschen Kernkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien und Frankreich transportiert. Gemäß ihren vertraglichen Verpflichtungen müssen die Betreiber der Atomkraftwerke ihre noch im Ausland lagernden Wiederaufarbeitungsabfälle nach Deutschland zurückführen. Zur Rücknahme dieser Abfälle hat sich die Bundesrepublik Deutschland auch völkerrechtlich verpflichtet.

Im Jahr 2015 haben Bund, Länder und AKW-Betreiber das Rückführungskonzept im Konsens beschlossen. Dieses sieht eine bundesweit ausgewogene Verteilung der Behälter vor. Damals sind vier Standorte für die Rückführung der Abfälle festgelegt worden: Biblis in Hessen, Brokdorf in Schleswig-Holstein, Isar in Bayern und Philippsburg in Baden-Württemberg.

Diese Verteilung orientiert sich am Verursacherprinzip. Nach Abschluss der Rückführung werden die hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung in den Bundesländern zwischengelagert, aus deren Kernkraftwerken anteilig die größte Menge an Kernbrennstoff zur Wiederaufarbeitung ins Ausland verbracht wurde.

Die BGZ hat von Beginn an proaktiv über die Rückführung informiert, unter anderem auch bei zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen in Niederaichbach und Essenbach. Weitere Informationen finden sich auch hier: https://rueckfuehrung.bgz.de/

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/04/2025-04-04-PM-CASTOR-Behaelter-im-Zwischenlager-Isar-eingetroffen.jpg 1920 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2025-04-04 10:40:462025-04-09 20:43:50CASTOR-Behälter aus Sellafield im Zwischenlager Isar eingetroffen

Philippsburg: Einlagerung aller CASTOR-Behälter im Zwischenlager abgeschlossen

28. März 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
PHILIPPSBURG – Im vergangenen Jahr wurden vier CASTOR-Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente in Frankreich nach Philippsburg transportiert. Alle Behälter stehen nun im Zwischenlager und sind an das Behälterüberwachungssystem angeschlossen. Somit ist die Einlagerung hochradioaktiver Abfälle in Philippsburg abgeschlossen, weitere CASTOR-Behälter kommen nicht hinzu.

Ende November 2024 erreichten die Abfälle aus La Hague das Zwischenlager. Nach einer Überprüfung durch BGZ-Fachleute wurden die vier Behälter an ihren jeweiligen Stellplatz gebracht. „Der Transport innerhalb des Zwischenlagers verlief, wie auch die gesamte Rückführung aus Frankreich, reibungslos und ohne Störungen“, betont Dr. Steffen Vonderau, der Leiter des Zwischenlagers. „Mit der Einlagerung der vier Behälter ist die Rückführung aus Frankreich abgeschlossen. Da das Kraftwerk bereits brennstofffrei ist, werden keine weiteren CASTOR-Behälter im Zwischenlager eingelagert.“

Im Brennelemente-Zwischenlager sind insgesamt 106 von 152 genehmigten Behälterstellplätzen belegt. In 102 Behältern befinden sich Brennelemente aus dem ehemaligen Kraftwerksbetrieb am Standort Philippsburg. Das Zwischenlager ist damit zu nur zwei Dritteln gefüllt. „Wir als Standortkommune tragen somit zur gesamtgesellschaftlichen Verantwortung für die nukleare Entsorgung bei“, so Philippsburgs Bürgermeister Stefan Martus. „Daher begrüße ich es sehr, dass die Einlagerung nun abgeschlossen ist und keine weiteren hochradioaktiven Abfälle in das Zwischenlager gebracht werden.“

Hintergrund:

Bis 2005 wurden Brennelemente aus dem Betrieb deutscher Atomkraftwerke zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien und Frankreich transportiert. Gemäß ihren vertraglichen Verpflichtungen müssen die Betreiber ihre noch im Ausland lagernden Wiederaufarbeitungsabfälle nach Deutschland zurückführen. Zur Rücknahme hat sich die Bundesrepublik Deutschland auch völkerrechtlich verpflichtet. Im Jahr 2015 haben Bund, Länder und AKW-Betreiber das Rückführungskonzept im Konsens beschlossen. Dieses sieht eine bundesweit ausgewogene Verteilung nach dem Verursacherprinzip vor. Damals sind vier Standorte für die Rückführung festgelegt worden: Biblis in Hessen, Brokdorf in Schleswig-Holstein, Isar in Bayern und Philippsburg in Baden-Württemberg. Bereits 2020 wurden sechs Behälter aus Großbritannien (Sellafield) nach Biblis zurückgeführt, 2024 folgte der Transport von vier Behältern aus Frankreich (La Hague) nach Philippsburg. Die Rückführung nach Isar erfolgt in diesem Jahr, in Brokdorf ist sie für 2026 vorgesehen. Nach Abschluss werden die hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung in den Bundesländern zwischengelagert, aus deren Atomkraftwerken anteilig die größte Menge an Kernbrennstoff zur Wiederaufarbeitung ins Ausland verbracht wurde. Die BGZ hat von Beginn an proaktiv über die Rückführung informiert, unter anderem bei zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen in Philippsburg. Weitere Informationen finden sich hier: https://rueckfuehrung.bgz.de/

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/03/Aufnahme-der-eingelagerten-CASTOR-HAW28M-Behaelter-im-BZP-rotated.jpg 2016 1512 Genevieve Mulack https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Genevieve Mulack2025-03-28 08:43:232025-04-09 21:10:20Philippsburg: Einlagerung aller CASTOR-Behälter im Zwischenlager abgeschlossen
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