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BGZ

BGZ-Forschungsprojekt: Umfangreiche Untersuchung bestrahlter Brennstäbe gestartet

11. Juli 2024/in Aktuelles, Forschung, Leda, Pressemitteilung, Startseite, vZL
ESSEN – Die BGZ untersucht im Rahmen eines internationalen Forschungsprojekts das Verhalten von Brennstäben aus dem Leistungsbetrieb von Kernkraftwerken. Das Vorhaben ist ein wesentlicher Baustein, um die sichere Zwischenlagerung auch über den bisher genehmigten Zeitraum hinaus nachzuweisen.

Dazu werden in den kommenden Jahren eine Vielzahl bestrahlter Brennstäbe in Laboren der Firma Studsvik in Schweden analysiert. Ziel der Untersuchungen ist es, die vorhandene Wissensbasis zum Langzeitverhalten der Brennelemente zu erweitern, die die BGZ in ihren Zwischenlagern aufbewahrt. „Durch die Untersuchungen gewinnen wir kontinuierlich eine Vielzahl an wichtigen Daten“, sagt Dr. Maik Stuke, Leiter des Forschungsprojekts bei der BGZ.

Dafür werden in den nächsten Jahren zahlreiche Tests und Messkampagnen in den heißen Zellen in Schweden durchgeführt. Im Rahmen des von der BGZ geleiteten Forschungsprojekts werden auch Brennstäbe aus dem Leistungsbetrieb deutscher Kernkraftwerke, unter anderem aus dem KKW Emsland, detailliert analysiert. „Mit der Untersuchung dieser Brennstäbe haben wir die außergewöhnliche Chance, deren Verhalten experimentell analysieren zu können“, betont Stuke. Möglich sei dies nur durch eine gute und intensive Zusammenarbeit aller Kooperationspartner in dem Projekt.

Das Forschungsprojekt LEDA (Long-Term Experimental Dry Storage Analysis) ist 2021 gestartet, der Abschluss ist für Anfang der 2030er Jahre geplant. In dieser Zeit werden die Untersuchungen laufend Erkenntnisse liefern, die in die Sicherheitsnachweise für die Genehmigungsverfahren für die verlängerte Zwischenlagerung mit einfließen.

BGZ-Projektleiter Timo Neikes (l.) und BGZ-Forscher Dr. Peter Kaufholz (r.) begleiten die Vorbereitungen der Untersuchungen in den Laboren der Firma Studsvik in Schweden.

Hintergrund:
Die Aufbewahrungsgenehmigungen für die Zwischenlager der BGZ sind auf 40 Jahre befristet und laufen ab 2034 sukzessive aus. Mit der verlängerten Zwischenlagerung sind wissenschaftlich-technische Fragen verbunden, die die BGZ im Rahmen der Genehmigungsverfahren für ihre Zwischenlager beantworten wird. Dazu verfolgt das bundeseigene Unternehmen ein umfassendes Forschungsprogramm. Im Rahmen nationaler und internationaler Forschungsprojekte untersucht die BGZ unter anderem das Langzeitverhalten von Behältern und Brennelementen. Eines dieser Projekte ist LEDA (Long-Term Experimental Dry Storage Analysis), in dessen Rahmen Teile von bestrahlten Brennelementen in heißen Zellen in Schweden analysiert werden. Weitere Informationen zu LEDA sowie zum Forschungsprogramm der BGZ sind hier
zu finden.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2024/07/2024-07-11-BGZ-Forschungsprojekt-Untersuchungen-gestartet1-scaled.jpg 1664 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2024-07-11 10:47:452025-11-18 09:56:59BGZ-Forschungsprojekt: Umfangreiche Untersuchung bestrahlter Brennstäbe gestartet

Zwischenlager Brokdorf: Probelauf erfolgreich durchgeführt

27. Juni 2024/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
BROKDORF – Die BGZ hat im Zwischenlager Brokdorf erfolgreich einen Probelauf für die vorgesehene Einlagerung von CASTOR-Behältern mit Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente durchgeführt. Dieser ist Teil der Vorbereitungen für die Rücknahme dieser Abfälle. Ein Termin für den Transport steht noch nicht fest.

„Unser Team absolvierte mit einem leeren, knapp 100 Tonnen schweren CASTOR-Behälter erfolgreich alle Arbeitsschritte, die zur Einlagerung der beladenen Behälter erforderlich sind“, erläutert Marco Paschen, Leiter des Zwischenlagers Brokdorf. Die BGZ habe dadurch gezeigt, dass sie die hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung sicher annehmen und aufbewahren kann.

Unabhängige Sachverständige überwachten im Auftrag des Ministeriums für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein (MEKUN) als für das Zwischenlager Brokdorf zuständige Aufsichtsbehörde den mehrtägigen Probelauf.

Ende März erteilte das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) der BGZ die Genehmigung, sieben CASTOR-Behälter mit verglasten hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung im Zwischenlager Brokdorf aufzubewahren. „Die Behälter sollen in den nächsten Jahren vom britischen Sellafield in das Zwischenlager Brokdorf gebracht werden. Ein Termin für den Transport steht noch nicht fest“, informiert Jonas Wingert, verantwortlich für die BGZ-Kommunikation am Standort Brokdorf.

Eine noch ausstehende Voraussetzung für die Rückführung ist eine Transportgenehmigung nach dem Atomgesetz, die ein von der Energiewirtschaft beauftragtes Unternehmen beim BASE beantragen wird.

Hintergrund:

Bis 2005 wurden Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien und Frankreich transportiert. Die dabei angefallenen, hochradioaktiven Abfälle müssen die Abfallbesitzer, die Betreiber der Atomkraftwerke, gemäß ihren vertraglichen Verpflichtungen nach Deutschland zurückführen. Zur Rücknahme dieser Abfälle hat sich die Bundesrepublik Deutschland auch völkerrechtlich verpflichtet.

Im Jahr 2015 ist ein Konzept zur Verteilung der noch im Ausland lagernden Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente mit breitem politischem Konsens verabschiedet worden. Dieses sieht eine bundesweit ausgewogene Verteilung der Behälter vor. Damals sind vier Standorte für die Rückführung festgelegt worden: Biblis in Hessen, Brokdorf in Schleswig-Holstein, Isar in Bayern und Philippsburg in Baden-Württemberg.

Nach Hessen ist die Rückführung bereits abgeschlossen: Im November 2020 wurden sechs Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der britischen Wiederaufarbeitung zum Zwischenlager Biblis transportiert. Für Deutschland war dies der erste große Rücktransport von Atommüll in CASTOR-Behältern seit 2011. Er verlief reibungslos und ohne Störungen.

18 weitere CASTOR-Behälter müssen in den kommenden Jahren noch nach Deutschland zurückgeführt werden, davon sieben Behälter in das Zwischenlager Brokdorf. Nach Abschluss der Rückführung werden die Behälter dann in den Bundesländern aufbewahrt, aus deren Atomkraftwerken anteilig die größte Menge an Kernbrennstoff ins Ausland gebracht wurde.

Die BGZ hat von Beginn an proaktiv über die Rückführung informiert, unter anderem auch bei öffentlichen Veranstaltungen vor Ort in Brokdorf. Sie wird diese Kommunikation fortsetzen. Weitere Informationen finden sich auch hier: https://rueckfuehrung.bgz.de/

https://bgz.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-06-27-PM-Kalthandhabung-Brokdorf-scaled.jpg 1920 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2024-06-27 10:53:062025-04-24 13:19:59Zwischenlager Brokdorf: Probelauf erfolgreich durchgeführt

Zwischenlager Biblis: Richtfest für neues Gebäude der BGZ

20. Juni 2024/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
BIBLIS – Mit dem Richtfest für das neue Wach- und Funktionsgebäude feiert die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum unabhängigen Betrieb des Zwischenlagers. Um diesen gewährleisten zu können, investiert das bundeseigene Unternehmen umfangreich in den Standort Biblis.

„Der Fortschritt unserer Bauvorhaben zeigt, dass die BGZ am Standort Biblis Schritt für Schritt unabhängig vom Kernkraftwerk wird“, erklärte Wolfgang Arnold, BGZ-Hauptabteilungsleiter der Region Südwest. Das neue Funktionsgebäude biete ausreichend Büroräume für rund 70 Mitarbeiter*innen. Um für den autarken Betrieb gerüstet zu sein, investiert die BGZ umfangreich in den Standort. Viele Baumaßnahmen wie eine eigene Strom- und Wasserversorgung, ein neuer Sicherungszaun sowie eine Straßenzufahrt sind bereits umgesetzt. Für die Stromerzeugung wird zudem eine Photovoltaikanlage errichtet.

Unterstützung beim symbolischen Einschlagen des letzten Nagels erhielt die BGZ durch Ralf Stüwe (RWE), Konstantin Großmann (Vorsitzender der Gemeindevertretung) sowie Gemeindevorstand Michael Hennes. Weitere Mitglieder der Gemeindevertretung und des Gemeindevorstands waren vertreten.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2024/06/Homepagemeldung.png 889 1335 Genevieve Mulack https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Genevieve Mulack2024-06-20 12:25:182025-04-24 13:20:23Zwischenlager Biblis: Richtfest für neues Gebäude der BGZ

Ausbildung zur Schutz- und Sicherheitskraft: BGZ-Mitarbeiter Tim Nagel gehört zu den Besten

13. Juni 2024/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
GUNDREMMINGEN/KÖLN – Mit einer Gala hat die IHK Köln die erfolgreichsten Absolvent*innen der beruflichen Weiterbildung des Jahres 2023 gewürdigt. Zu den Geehrten zählt auch BGZ-Mitarbeiter Tim Nagel vom Zwischenlagerstandort Gundremmingen. Er schnitt bei der Prüfung im Bereich „Servicekraft für Schutz und Sicherheit“ als einer der Besten ab.

Seit Mai 2022 unterstützt der gelernte Elektrotechniker das BGZ-Team Gundremmingen bei der Wartung und Instandhaltung von sicherheitstechnischen Geräten und Systemen. Die Weiterbildung zur geprüften Schutz- und Sicherheitskraft (GSSK) ist Teil der Zusatz-Qualifikation zum Leiter vom Dienst (LvD). Im Schichtdienst ist ein LvD Hauptansprechpartner des Zwischenlagerstandortes und Bindeglied zum externen Wachschutz. Diese berufliche Fortbildung absolvieren die LvD-Anwärter*innen aller BGZ-Zwischenlagerstandorte bundesweit an der IHK Köln.

„Vor meiner Tätigkeit im Zwischenlager war ich ausschließlich als Elektriker im Einsatz. Nun kommen im Bereich der Objektsicherung noch viele neue, spannende Aufgaben hinzu“, freut sich der 32-Jährige auf seine künftigen Tätigkeiten bei der BGZ. Dafür durchlief er gerne die mehrmonatige berufliche Fortbildung, die er nun als einer der besten von insgesamt rund 3800 Absolvent*innen der Weiterbildungskurse an der IHK Köln abschloss.

Kraft getankt für die Abschlussprüfungen hat Tim Nagel unter anderem bei den Übungsabenden der Freiwilligen Feuerwehr. Schon seit seiner Jugend ist er engagiertes Mitglied bei der Feuerwehr seines Heimatortes Glött. „Das war immer ein willkommener Ausgleich zu den wochenlangen Vorbereitungen“, so Nagel.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2024/06/2024-06-13-PM-BGZ-Mitarbeiter-Nagel-zaehlt-zu-den-Besten-scaled.jpg 2560 1920 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2024-06-13 10:54:412025-04-24 13:23:17Ausbildung zur Schutz- und Sicherheitskraft: BGZ-Mitarbeiter Tim Nagel gehört zu den Besten

Hochwasser-Lage in Süddeutschland: Sicherheit der Zwischenlagerung gewährleistet

4. Juni 2024/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
GUNDREMMINGEN/BIBLIS – Der Schutz von Mensch und Umwelt ist durch das robuste Konzept der Zwischenlagerung auch angesichts der lokalen Überschwemmungen stets gewährleistet. Keines der BGZ-Zwischenlager ist zudem von Überflutungen betroffen.

Die aktuelle Hochwasser-Situation in den süddeutschen Regionen mit BGZ-Zwischenlagern bleibt angespannt, entwickelt sich aber zunehmend stabil. Vor allem in den Gemeinden Gundremmingen und Biblis verursachen übertretende Flüsse sowie eindringendes Grundwasser teilweise dramatische Lagen. Trotz Überflutungen benachbarter Flächen ist kein Wasser in ein Zwischenlager der BGZ eingetreten. Die Sicherheit der Zwischenlagerung und damit der Schutz von Mensch und Umwelt war und ist gegeben.

Hintergrund:   

Bei der Genehmigung von Zwischenlagern für radioaktive Abfälle wird auch der Schutz vor Hochwasser betrachtet. Die BGZ-Zwischenlager erfüllen alle die hohen Anforderungen, die hier gestellt werden. Zudem wurde im sogenannten Stresstest nach den Ereignissen im japanischen Fukushima dem Konzept der Zwischenlagerung eine große Robustheit bescheinigt, die die Einhaltung der Schutzziele auch bei Überflutungsereignissen sicherstellt.

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2024/06/BGZ_Gundremmingen-scaled.jpg 1707 2560 Genevieve Mulack https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Genevieve Mulack2024-06-04 08:15:102025-04-24 13:23:38Hochwasser-Lage in Süddeutschland: Sicherheit der Zwischenlagerung gewährleistet
BGZ

Demokratiefest: Besucher*innen beweisen beim BGZ-Quiz Teamgeist und Wissen

27. Mai 2024/in Aktuelles, Startseite
BERLIN –Anlässlich 75 Jahre Grundgesetz haben viele tausend Bürger*innen auf Einladung der Bundesregierung ein großes Demokratiefest in Berlin gefeiert. Mit dabei die BGZ, die Besucher*innen für ein Quiz der besonderen Art an den Tisch bat.

„Zwischen Lager und Wissen! Das Quiz zum nuklearen Abfall“ lautete das Motto am Sonntagnachmittag (26. Mai 2024) am Pavillon des Bundesumweltministeriums vor dem Bundeskanzleramt. Mehr als 20 Bürger*innen nahmen an der dort aufgebauten Festtafel Platz, um in gemischten Teams ihre Kenntnisse zur Entsorgung nuklearer Abfälle unter Beweis zu stellen. Gutes Schätzen war beim Mitmach-Rätselspaß ebenso gefragt wie Wissen.

Wie viele Elefanten wiegen so viel wie ein mit radioaktivem Abfall beladener CASTOR-Behälter? Wie viele Beschäftigte arbeiten für die BGZ? Und was bedeutet eigentlich trockene Zwischenlagerung genau? Diese und viele weitere Fragen rund um das Thema nukleare Entsorgung galt es für die Teilnehmer*innen zu beantworten. Sie bewiesen dabei gute Kenntnisse, Teamgeist und Ehrgeiz, natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz. Dafür wurden alle Gäste im Anschluss mit kleinen Preisen belohnt.  Auch die Vorsitzende der BGZ-Geschäftsführung, Bettina Hesse, schaute vorbei und freute sich über den regen Austausch mit den Bürger*innen im Nachgang der Rätselrunde.

Demokratiefest
https://bgz.de/wp-content/uploads/2024/05/Demokratiefest4-1.jpg 812 748 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2024-05-27 15:55:352025-04-24 13:24:11Demokratiefest: Besucher*innen beweisen beim BGZ-Quiz Teamgeist und Wissen
BGZ

Abgeordnete der Grünen besuchen Zwischenlager Ahaus

24. Mai 2024/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
AHAUS – NRW-Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen haben sich im Zwischenlager Ahaus über die sichere Aufbewahrung radioaktiver Abfälle informiert. Experten der BGZ sprachen mit den Landespolitiker*innen zudem über mögliche Einlagerungen von Brennelementen aus Jülich.

„Die Sicherheit der Zwischenlagerung basiert auf einem robusten Konzept mit einer umfassenden Überwachung“, sagte BGZ-Sprecher Dr. David Knollmann bei einem Gang durch das Zwischenlager mit den Landtagsabgeordneten Norika Creuzmann, Dr. Robin Korte, Norwich Rüße und Hedwig Tarner.

In Ahaus habe man positive Erfahrungen aus mehr als drei Jahrzehnten störungsfreiem Betrieb gesammelt. „Wir sind also gut aufgestellt, um die Sicherheit der Aufbewahrung auch für die kommenden Jahrzehnte zu gewährleisten“, betonte Knollmann. Die Aufbewahrungsgenehmigung in Ahaus ende im Jahr 2036. Die BGZ werde rund acht Jahre vorher eine neue Genehmigung beantragen, so Knollmann. Eine verlängerte Zwischenlagerung sei notwendig, da frühestens in den 2040er-Jahren mit der Benennung eines Endlagerstandorts für hochradioaktive Abfälle zu rechnen ist.

Thema bei dem Besuch war auch die mögliche Aufbewahrung von Brennelementen aus dem AVR-Versuchsreaktor Jülich. Das dortige Zwischenlager muss aufgrund einer Anordnung der NRW-Atomaufsicht geräumt werden. Die Betreiberin des Zwischenlagers in Jülich verfolgt zwei Optionen: Den Bau eines neuen Zwischenlagers in Jülich und den Transport der Brennelemente in das Zwischenlager Ahaus. „Die BGZ bereitet sich auf eine mögliche Einlagerung vor, weil sie dazu vertraglich verpflichtet ist“, sagte Knollmann. „Im vergangenen Jahr haben wir die Annahme eines leeren CASTOR-Behälters aus Jülich erfolgreich getestet.“ Unabhängige Sachverständige hätten der BGZ den reibungslosen Ablauf bescheinigt. Für den Transport der Brennelemente lägen jedoch noch nicht alle erforderlichen Genehmigungen vor. Die BGZ entscheide zudem nicht über den weiteren Verbleib der Jülicher Brennelemente, unterstrich Knollmann. Diese Entscheidung treffe die Betreiberin des Jülicher Zwischenlagers in enger Abstimmung mit dem NRW-Wirtschaftsministerium als Atomaufsicht.

Norika Creuzmann, anti-atompolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, erklärte nach dem Besuch: „Deutschland hat im vergangenen Jahr die letzten Atommeiler abgeschaltet. Das war eine gute Entscheidung. Als Hinterlassenschaft bleibt der Müll. Weil die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle länger dauert als ursprünglich geplant, kommt der Zwischenlagerung eine besondere Bedeutung zu.“

Creuzmann führte weiter aus: „Wir konnten uns heute davon überzeugen, mit welcher Expertise und Gewissenhaftigkeit die BGZ ihrer verantwortungsvollen Aufgabe nachkommt. Als Grüne Landtagsfraktion setzten wir uns weiter für bestmögliche Sicherheitsstandards sowie die Reduzierung von Atommülltransporten ein – das gilt auch für die möglichen Transporte der Brennelemente aus Jülich nach Ahaus.“

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-24-PM-Abgeordnete-der-Gruenen-besuchen-Zwischenlager-Ahaus-scaled.jpg 1706 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2024-05-24 14:51:472025-04-24 13:24:33Abgeordnete der Grünen besuchen Zwischenlager Ahaus

Ahaus: Dialog über Zwischenlager im Rathaus

23. Mai 2024/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
AHAUS – In einer Informationsveranstaltung für den Rat und die Bürger*innen der Stadt Ahaus hat die BGZ ihre aktuellen Projekte vorgestellt. Die Vertreter des bundeseigenen Unternehmens informierten zur geplanten Aufbewahrung leerer Transportbehälter aus Frankreich sowie zum möglichen Transport der Brennelemente von Jülich nach Ahaus.

„Wir können die CASTOR-Behälter aus Jülich sicher aufbewahren“, sagte Dr. Michael Hoffmann, Bereichsleiter für den Betrieb der BGZ-Zwischenlager. Dies sei durch die Genehmigungsbehörde umfangreich geprüft und bestätigt worden. „Im vergangenen Jahr haben wir die Annahme eines leeren CASTOR-Behälters aus Jülich erfolgreich getestet“, unterstrich Hoffmann. Unabhängige Sachverständige hätten der BGZ den reibungslosen Ablauf bescheinigt. Für einen Transport der Jülicher CASTOR-Behälter steht noch die Beförderungsgenehmigung aus. Die endgültige Entscheidung über deren Verbleib treffe die JEN als Betreiberin des Zwischenlagers Jülich in enger Abstimmung mit der NRW-Atomaufsicht, die seinerzeit die Räumung des Jülicher Lagers angeordnet hatte, so Hoffmann.

Dr. David Knollmann, verantwortlich für die BGZ-Kommunikation am Standort Ahaus, ging auf zwei weitere Themen ein: „Im letzten Jahr haben wir die Aufbewahrung von leeren Brennelemente-Transportbehältern aus Frankreich beantragt. Für diese Behälter wird nun als Alternative zur Zwischenlagerung in Ahaus eine Entsorgung im Ausland geprüft“, sagte Knollmann. Ursprünglich hätten 152 Behälter mit mittelradioaktiven Abfällen nach Ahaus transportiert werden sollen. Deutschland und Frankreich einigten sich stattdessen 2021 auf eine neue Lösung, die bis zu 30 leere Transportbehälter für die Zwischenlagerung in Ahaus vorsah. Ob dies zum Tragen komme, sei vor dem Hintergrund der Option zur Entsorgung im Ausland aber noch offen, so Knollmann weiter.

Ein weiteres Thema war die Aufbewahrung von Brennelementen aus deutschen Forschungsreaktoren in Ahaus. In diesem Zusammenhang plant die BGZ die Einlagerung von Brennelementen aus dem Forschungsreaktor München (FRM II). „Wie auch im Fall der Jülicher Brennelemente kommt die BGZ ihren vertraglichen Verpflichtungen nach, indem sie die Aufbewahrung vorbereitet“, erläuterte Knollmann. Es gebe langjährig bestehende Vereinbarungen, die nun umgesetzt würden. Im laufenden Genehmigungsverfahren habe die BGZ umfangreiche Nachweise zur Sicherheit der Aufbewahrung vorgelegt. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) prüfe aktuell, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für die Erteilung der entsprechenden Aufbewahrungsgenehmigung erfüllt sind.

Karola Voß, Bürgermeisterin der Stadt Ahaus, erklärte: „Wir begrüßen sehr, dass für die Brennelemente-Transportbehälter aus Frankreich nun eine alternative Entsorgung geprüft wird. Trotz unterschiedlicher Auffassungen hinsichtlich zukünftiger Einlagerungen fühlen wir uns durch die BGZ immer gut informiert. Der bislang gepflegte enge und vertrauensvolle Austausch ist wichtig.“ Die Bürgermeisterin machte aber auch deutlich: „Das Zwischenlager darf nicht zur Dauerlösung werden. Unabhängig von notwendigen Genehmigungsverfahren und Sicherheitsanforderungen habe ich die große Sorge, dass eine Auflösung des Ahauser Brennelemente-Zwischenlagers faktisch erst mit dem Bau eines Endlagers möglich ist. Deshalb ist es außerordentlich wichtig, den Endlagersuchprozess zu unterstützen und auf die Verantwortung hinzuweisen, die wir als Standortkommune bereits heute für die radioaktiven Abfälle übernehmen.“

https://bgz.de/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-23-PM-BGZ-Dialogveranstaltung-Ahaus-scaled.jpg 1707 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2024-05-23 08:26:362025-04-24 13:24:57Ahaus: Dialog über Zwischenlager im Rathaus
BGZ

Umweltausschuss des Bundestages: BGZ-Vorsitzende spricht über Zukunft der Zwischenlagerung

16. Mai 2024/in Aktuelles, Startseite
BERLIN – Die Vorsitzende der BGZ-Geschäftsführung, Bettina Hesse, hat sich gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) und der Vorsitzenden Geschäftsführerin der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) im Umweltausschuss des Bundestages vorgestellt. Hesse erläuterte dem Gremium unter anderem, wie sich das bundeseigene Unternehmen auf die verlängerte Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle vorbereitet.

„Wir wissen seit Gründung der BGZ um die Notwendigkeit der verlängerten Zwischenlagerung und bereiten uns seitdem auch darauf vor“, machte Hesse deutlich. Die Genehmigungsdauer für die Zwischenlager von 40 Jahren sei damals keine technische Entscheidung gewesen. „Wir sind davon überzeugt, dass wir die Sicherheit auch über einen deutlich längeren Zeitraum gewährleisten können“, so Hesse.

Dazu würden rechtzeitig neue Genehmigungen beantragt und in diesen Verfahren nachgewiesen, dass der Schutz von Mensch und Umwelt auch bei einer verlängerten Zwischenlagerung gewährleistet sei. Grundlage hierfür sei das BGZ-Forschungsprogramm, mit dem die Behälter und deren Inventare umfassend und im internationalen Austausch untersucht würden. Hesse betonte, dass die Öffentlichkeit in den Genehmigungsverfahren umfangreich beteiligt werde und wies darauf hin, dass eine frühzeitige Beteiligung bereits durch entsprechende Veranstaltungen und Angebote stattfinde.

Darüber hinaus ging Bettina Hesse auf die Entsorgung der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle ein. Nach der Entscheidung des Bundesumweltministeriums, die Planungen für ein Logistikzentrum für das Endlager zu stoppen, konzentriere sich die BGZ nun auf die Vorbereitungen für eine dezentrale Anlieferung direkt von den Zwischenlagern aus, so Hesse. Dazu habe sich das bundeseigene Unternehmen aktuell organisatorisch neu aufgestellt. „Damit wird es uns gelingen, die logistische Herausforderung der dezentralen Anlieferung zu meistern“, sagte Hesse. Zugleich sei die Betriebsführung der Zwischenlager organisatorisch optimiert worden.

Abschließend machte Hesse deutlich, dass sie die BGZ sukzessive weiterentwickeln und dabei einen Schwerpunkt auf die Herausforderungen der modernen Arbeits- und Lebenswelt sowie die digitale Transformation legen werde. Zugleich müsse die BGZ mit anderen Akteuren gemeinsam dafür Sorge tragen, dass auch künftig qualifiziertes Personal zur Verfügung steht.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2024/05/20240515_120822-scaled.jpg 1920 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2024-05-16 17:15:362025-04-24 13:25:33Umweltausschuss des Bundestages: BGZ-Vorsitzende spricht über Zukunft der Zwischenlagerung
BGZ

Umweltfestival: Rätselspaß und Kinder-Podcast am BGZ-Infostand

2. Mai 2024/in Aktuelles, Startseite
BERLIN – Rätselspaß, ein Podcast und ein reger Austausch haben den Auftritt der BGZ beim Umweltfestival in Berlin geprägt. In diesem Jahr standen die ganz jungen Besucher*innen für das bundeseigene Unternehmen im Fokus. Die Kinder fanden im Podcast spannende Antworten auf Details zur Zwischenlagerung – und überraschten mit kreativen Ideen.

Was ist radioaktiver Abfall? Wozu braucht man ein Neutronenschwein? Und wie misst man eigentlich Strahlung? Diese und weitere Fragen beantworteten Jungen und Mädchen beim BGZ-Podcast im Rahmen des 29. Umweltfestivals im Infomobil der BGZ. Die Veranstaltung fand am Sonntag, 28. April 2024, am Brandenburger Tor in Berlin statt. Parallel zum Podcast visualisierte die Graphic Recorderin Anne Lehmann die Antworten der Kinder als Zeichnungen, die auf einem Bildschirm zu sehen waren.

Graphic Recorderin Anne Lehmann visualisierte die Antworten, die die Kinder im Podcast gaben.

Die erwachsenen Besucher*innen testeten ihr geografisches Wissen derweil beim Quiz, bei dem sie auf einer Deutschlandkarte die Standorte der BGZ richtig zuordnen mussten. Der Infostand war sehr gut besucht. Neben etlichen Besucher*innen, die sich allgemein zum Thema Zwischenlagerung informierten, kamen auch einige Interessierte mit Fachfragen vorbei, die sie mit Vertreter*innen des Unternehmens erörterten. Unter den Gästen war auch Stefan Tidow, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Das BMUV fördert das Umweltfestival und war ebenfalls mit einem Informationsangebot vertreten.

Staatssekretär Stefan Tidow zu Gast am BGZ-Infostand beim Umweltfestival.

 

https://bgz.de/wp-content/uploads/2024/04/2024-Umweltfestival-17-scaled.jpg 2560 1920 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2024-05-02 08:30:032025-04-24 14:21:20Umweltfestival: Rätselspaß und Kinder-Podcast am BGZ-Infostand
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News / Pressemitteilungen

  • Schutz- und Sicherheitskraft mit Auszeichnung: BGZ-Mitarbeiter Kai von Oesen in Köln geehrt 12. August 2026
  • Staatssekretär des baden-württembergischen Umweltministeriums und Bürgermeister besuchen Zwischenlager Neckarwestheim 7. August 2026
  • Zwei Sportsfreunde mit einer Passion: Bouldern in der Bundesliga 5. August 2026
  • Broschüre: Verlängerte Zwischenlagerung kurz und knapp 14. Juli 2026
  • Arbeitskreis Wesermarsch besichtigt BGZ-Zwischenlager 13. Juli 2026
  • BGZ stellt Antrag für die verlängerte Zwischenlagerung in Gorleben 29. Juni 2026
  • Rückführung radioaktiver Abfälle aus dem Ausland abgeschlossen 25. Juni 2026
  • BGZ beantragt Aufbewahrungsgenehmigung für weitere 20 Jahre 22. Juni 2026
  • Austausch von Industrie und Wissenschaft in Garching 17. Juni 2026
  • Neue Geschäftsführerin bei der BGZ 29. Mai 2026

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