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Brunsbüttel: Landrat Thorben Schütt besucht BGZ-Zwischenlager

27. Februar 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
BRUNSBÜTTEL – Gemeinsam mit Vertretern des Kreistages und der Kreisverwaltung hat Dithmarschens Landrat Thorben Schütt das Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle besichtigt. Dabei erhielten die Gäste vor Ort einen Eindruck von der Anlage, die seit September 2024 von der BGZ betrieben wird.

Begrüßt wurden die Besucher von dem Leiter des Zwischenlagers, Björn Dahl, und BGZ-Standortkommunikator Jonas Wingert. Diese informierten bei einer Führung durch die Anlage zudem über die Pläne zur weiteren Entwicklung des Standorts. Im Fokus stand dabei der geplante Bau eines neuen Funktionsgebäudes.

„Wir setzen auf eine gelebte Sicherheitskultur und die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse, um den Schutz von Mensch und Umwelt langfristig zu gewährleisten“, erklärte Wingert. „Der regelmäßige Austausch mit Politik und Behörden ist für uns von zentraler Bedeutung, um über unsere Arbeit zu informieren und die erforderliche Transparenz zu schaffen.“

Der Landrat hob hervor, wie wichtig es sei, das Vertrauen der Öffentlichkeit durch regelmäßige Kontrollen, transparente Kommunikation und die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards zu stärken. „Die Akzeptanz solcher Einrichtungen steht und fällt mit dem Vertrauen der Menschen in das verantwortungsbewusste Handeln bei dieser wichtigen Aufgabe. Deshalb setze ich mich für eine offene Diskussion mit allen Beteiligten ein.“

Hintergrund:

Nach der Erteilung der Genehmigung durch das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein hat die BGZ im September 2024 die Verantwortung für das Abfall-Zwischenlager von Vattenfall übernommen. Während das Energieversorgungsunternehmen weiterhin für den Rückbau des Kernkraftwerkes und die fachgerechte Verpackung der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle zuständig ist, verantwortet die BGZ deren sichere Aufbewahrung bis zur Abgabe an das Endlager Konrad. Das Entsorgungsübergangsgesetz sieht vor, dass die BGZ in Zukunft auch die Verantwortung für das Brennelemente-Zwischenlager am Standort übernimmt, in dem 20 CASTOR-Behälter mit Brennelementen aus dem Kernkraftwerk aufbewahrt werden. Das Lager befindet sich derzeit im Neugenehmigungsverfahren. Sobald die genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen vorliegen, geht die Betriebsführung auf die BGZ über.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/02/Foto-scaled.jpg 1920 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2025-02-27 08:49:442025-04-09 21:21:43Brunsbüttel: Landrat Thorben Schütt besucht BGZ-Zwischenlager
Nizeyimana/BGZ

Verlängerte Zwischenlagerung: BGZ erläutert die nächsten Schritte

29. Januar 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite, vZL
GORLEBEN – Im Vorfeld des Genehmigungsverfahrens für die verlängerte Zwischenlagerung am Standort Gorleben hat die BGZ beim Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) eine Umweltverträglichkeitsprüfung beantragt. Gestern stellte das bundeseigene Unternehmen das Gesamtvorhaben im Landkreis Lüchow-Dannenberg der Öffentlichkeit vor.

Dr. Matthias Heck (Bereichsleiter Genehmigungen) erläuterte, dass die BGZ in 2026 eine Genehmigung für die Zwischenlagerung am Standort Gorleben über den bisher genehmigten Zeitraum hinaus beim BASE beantragen werde. „Zudem werden wir den Antrag auf die bereits vorhandenen 113 Behälter und deren Inventar beschränken, da eine weitere Einlagerung hochradioaktiver Abfälle nicht vorgesehen ist“, betonte Heck. Er informierte auch darüber, dass an den Behältern mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen, die sich im benachbarten Abfalllager befinden, vor deren Transport zum Endlager Konrad noch Maßnahmen durchgeführt werden müssten, für die eine Anpassung der Infrastruktur vor Ort erforderlich sei. Hier stehe die BGZ noch am Beginn ihrer Planungen und werde die Öffentlichkeit dazu fortlaufend informieren.

„Wir haben die Notwendigkeit einer verlängerten Zwischenlagerung für hochradioaktive Abfälle von Beginn an im Dialog mit der Öffentlichkeit diskutiert“, betonte Dr. Tristan Zielinski, Standortkommunikator der BGZ in Gorleben. Die BGZ werde anknüpfend an ihre frühe Öffentlichkeitsbeteiligung ein Format vor Ort anbieten, um die Bevölkerung bei dem Genehmigungsverfahren zu beteiligen. Dieses werde die BGZ in einer Auftaktveranstaltung noch in diesem Jahr vorstellen und mit interessierten Bürger*innen diskutieren.

Vertreter*innen des BASE stellten im Anschluss die Inhalte und anzuwendenden Untersuchungsmethoden im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung vor, die die BGZ bei der Genehmigungsbehörde beantragt hat.

Hintergrund:

Die Genehmigung für das Brennelemente-Zwischenlager Gorleben (BZG) läuft im Jahr 2034 aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig, da erst Mitte des Jahrhunderts ein Endlagerstandort für hochradioaktive Abfälle benannt werden soll. Dann wird es noch mehrere Dekaden dauern, bis alle Behälter an dieses Endlager abgegeben sind. Die BGZ hat seit ihrer Gründung die Notwendigkeit der verlängerten Zwischenlagerung kommuniziert und plant, im Jahr 2026 die längere Aufbewahrung der CASTOR-Behälter in Gorleben beim BASE zu beantragen. Damit startet formal das Genehmigungsverfahren nach dem Atomgesetz.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/01/2025-01-29-Verlaengerte-Zwischenlagerung_BGZ-erlaeutert-die-naechsten-Schritte2-scaled.jpg 1707 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2025-01-29 08:57:212025-04-23 14:21:50Verlängerte Zwischenlagerung: BGZ erläutert die nächsten Schritte
BGZ

Brunsbüttel: Bürgermeister Martin Schmedtje besucht BGZ-Zwischenlager

17. Januar 2025/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
BRUNSBÜTTEL – Gemeinsam mit Mitgliedern der Ratsversammlung hat Brunsbüttels Bürgermeister Martin Schmedtje das Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle besichtigt. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Planungen der BGZ am Standort.

Nach der Erteilung der Genehmigung durch das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein hat die BGZ im September 2024 die Verantwortung für das Abfall-Zwischenlager von Vattenfall übernommen. Während das Energieversorgungsunternehmen weiterhin für den Rückbau des Kernkraftwerkes und die fachgerechte Verpackung der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle zuständig ist, verantwortet die BGZ deren sichere Aufbewahrung bis zur Abgabe an das Endlager Konrad.

Ein Thema des Besuchs war die organisatorische und bauliche Entkopplung des Zwischenlagers vom benachbarten Kernkraftwerk. Derzeit nutzt die BGZ teilweise noch die Infrastruktur der im Rückbau befindlichen Anlage. „Um einen autarken Betrieb zu ermöglichen, werden wir in den kommenden Jahren unter anderem ein eigenes Funktionsgebäude für unsere Mitarbeiter*innen sowie ein neues Wachgebäude für den Objektsicherungsdienst errichten“, erklärte Björn Dahl, der Leiter des Zwischenlagers. Zudem sei eine neue Zaunanlage geplant.

Das Entsorgungsübergangsgesetz sieht vor, dass die BGZ in Zukunft auch die Verantwortung für das Brennelemente-Zwischenlager übernimmt, in dem 20 CASTOR-Behälter mit Brennelementen aus dem Kernkraftwerk aufbewahrt werden. „Dieses Lager befindet sich derzeit im Neugenehmigungsverfahren. Sobald die entsprechenden genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen vorliegen, geht auch hier die Betriebsführung auf uns über“, erläuterte Jonas Wingert, BGZ-Pressesprecher für die Region Nord.

Im Anschluss an den Termin zeigte sich Bürgermeister Martin Schmedtje zufrieden. „Es ist gut, dass ich mir hier vor Ort einen persönlichen Eindruck von der verantwortungsvollen Arbeit der BGZ machen konnte. Gerade vor dem Hintergrund, dass es noch viele Jahrzehnte dauern wird, bis alle radioaktiven Abfälle an ein Endlager abgegeben werden können, begrüße ich es ausdrücklich, dass die BGZ umfangreich am Standort investiert“, sagte er. „Die proaktive und offene Kommunikation sowie ein stetiger Austausch fördern die vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

https://bgz.de/wp-content/uploads/2025/01/2025-01-17-Buergermeister-Martin-Schmedtje-mit-Ratsmitgliedern-und-BGZ-scaled.jpg 2190 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2025-01-17 08:37:132025-04-23 14:29:39Brunsbüttel: Bürgermeister Martin Schmedtje besucht BGZ-Zwischenlager

Zweite Umfrage startet: Bürger*innen an den Zwischenlager-Standorten werden befragt

16. Dezember 2024/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
ESSEN/BERLIN – Was wissen und denken die Menschen über die Aufbewahrung radioaktiver Abfälle? Hat sich ihre Einstellung verändert? Das soll die zweite Erhebung im Auftrag der BGZ in den Regionen rund um die Zwischenlager-Standorte zeigen.

Per Zufallsprinzip werden Bürger*innen, die in der Nähe eines von der BGZ betriebenen Zwischenlagers wohnen, von Mitarbeiter*innen einer unabhängigen Gesellschaft für Sozialforschung online oder per Telefon kontaktiert. Die Interviewer*innen möchten wissen, was die Menschen über die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle wissen und denken.

Nach Abschluss und Auswertung der ersten Umfrage an ihren Standorten möchte die BGZ  mit dieser zweiten repräsentativen und anonymisierten Erhebung ihre Erkenntnisse zum Informationsstand und Stimmungsbild der Menschen vor Ort vertiefen und Veränderungen dokumentieren. Über die Ergebnisse wird das bundeseigene Unternehmen nach Auswertung der Daten informieren und die Erkenntnisse in ihre Arbeit einfließen lassen.

Weitere Informationen zum Umfrage-Projekt der BGZ sind hier erhältlich.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2023/04/BGZ_Ahaus_3514_388_low-scaled.jpg 2017 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2024-12-16 10:32:112025-04-23 14:43:26Zweite Umfrage startet: Bürger*innen an den Zwischenlager-Standorten werden befragt
BGZ

Zwischenlager Brokdorf: BGZ stellt Gemeinderat neues Brandschutz-Konzept vor

11. Dezember 2024/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
BROKDORF – Im Rahmen einer öffentlichen Sitzung des Brokdorfer Gemeinderates haben Vertreter der BGZ mit den Ratsmitgliedern aktuelle Themen am Standort erörtert. Im Mittelpunkt stand die weitere Entkopplung des Zwischenlagerbetriebs vom Kernkraftwerk: So soll der Brandschutz für das Zwischenlager voraussichtlich in 2025 von der öffentlichen Feuerwehr übernommen werden.

„Derzeit ist die Werkfeuerwehr des Kernkraftwerkes für den Brandschutz bei der BGZ verantwortlich“, erläuterte Marco Paschen, der Leiter des Zwischenlagers. Vor dem Hintergrund des anstehenden Rückbaus muss der Brandschutz für das Zwischenlager neu geregelt werden. Ein entsprechendes Konzept wurde mit Vertreter*innen der Gemeinde Brokdorf und des Kreises Steinburg eingehend beraten. Das Ergebnis: „Es ist vorgesehen, in den kommenden Monaten eine Handlungs- und Finanzierungsvereinbarung für die Übernahme des Brandschutzes mit der Gemeinde zu unterzeichnen“, so Marco Paschen.

„Zwei Punkte lagen dem Gemeinderat bei den Beratungen besonders am Herzen“, betonte Bürgermeister Jörg Schmidt. „Ganz wichtig war uns, dass unsere lokale Feuerwehr von Anfang an eingebunden war. Ihre Bedürfnisse und Anforderungen müssen berücksichtigt werden.“ Darüber hinaus sei entscheidend, dass der Mehraufwand für die Kommune nicht zu Lasten der Bürger*innen gehen dürfe. „Auf Basis der Handlungs- und Finanzierungsvereinbarung können Gemeinde, Feuerwehr und BGZ ihre jeweiligen Aufgaben wahrnehmen und gut zusammenarbeiten“, so Schmidt.

Ein weiteres Thema in der Gemeinderatssitzung war die anstehende Rückführung von sieben Behältern mit hochradioaktiven Abfällen aus der englischen Wiederaufarbeitung nach Brokdorf. „Nachdem die atomrechtliche Genehmigung zur Aufbewahrung der Abfälle im Frühjahr dieses Jahres erteilt wurde, konnten wir im Sommer den Probelauf mit einem leeren Behälter erfolgreich durchführen“, erläuterte BGZ-Standortkommunikator Jonas Wingert. Der Transport, für den die Energieversorgungsunternehmen verantwortlich sind, könne nach aktuellem Stand 2026 erfolgen.

Abschließend informierten die BGZ-Vertreter die Kommunalpolitiker*innen über die Fortschritte bei den Baumaßnahmen am Zwischenlager. Diese umfassen im Wesentlichen die Errichtung eines Wachgebäudes, einer zusätzlichen Schutzwand sowie eines neuen Durchfahrschutzes.

Im Anschluss an die Sitzung sagte Bürgermeister Jörg Schmidt: „Wir pflegen seit Jahren einen engen und vertrauensvollen Austausch mit der BGZ als Zwischenlagerbetreiberin und sind immer frühzeitig über alle relevanten Entwicklungen informiert. Transparente Informationen sowie das persönliche Gespräch sind die entscheidenden Grundlagen für eine weiterhin gute Zusammenarbeit.“

https://bgz.de/wp-content/uploads/2024/12/Brokdorfs-Buergermeister-Joerg-Schmidt-mit-Vertretern-der-BGZ-scaled.jpg 2223 2560 Janine Tokarski https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Janine Tokarski2024-12-11 10:28:442025-04-23 14:49:09Zwischenlager Brokdorf: BGZ stellt Gemeinderat neues Brandschutz-Konzept vor

Neckarwestheim: Landtagsabgeordnete besichtigen Brennelemente-Zwischenlager

4. Dezember 2024/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
NECKARWESTHEIM – Die Landtagsabgeordneten Tayfun Tok und Erwin Köhler (Bündnis 90/ Die Grünen) besuchten gemeinsam mit den Bürgermeistern Jochen Winkler (Neckarwestheim) und Dr. Jörg Frauhammer (Gemmrigheim) das Zwischenlager. Bei einem Rundgang durch das Tunnellager erhielten die Politiker Einblicke, wie die sichere Aufbewahrung der hochradioaktiven Abfälle gewährleistet wird.

In zwei unterirdischen Tunnelröhren befinden sich derzeit 99 Behälter mit abgebrannten Brennelementen. Da die Genehmigung dieses Zwischenlagers im Jahr 2046 ausläuft, ein Endlagerstandort aber erst ab Mitte des Jahrhunderts benannt werden soll, informierten sich die Landtagsabgeordneten über die Vorbereitungen der BGZ auf eine verlängerte Zwischenlagerung. „Wir werden die sichere Aufbewahrung der hochradioaktiven Abfälle auch über die kommenden Jahrzehnte gewährleisten“, erläuterte Thomas Taschke, Leiter des Zwischenlagers. Die Sicherheit fuße auf einem robusten Konzept mit einer umfassenden Überwachung und Erfahrungen aus einem jahrzehntelangen, störungsfreien Betrieb.

Mit Blick auf den größeren Zeitbedarf bei der Endlagersuche betonte Standortkommunikatorin Dr. Genevieve Mulack: „Die BGZ wird rechtzeitig eine neue Genehmigung für das Zwischenlager beantragen und die Sicherheit in den zu führenden Verfahren nachweisen.“ Dazu habe die BGZ ein umfangreiches Forschungsprogramm aufgelegt, in dessen Rahmen das Langzeitverhalten von Behältern und Inventaren untersucht werde. Nach der Besichtigung erklärten MdL Tayfun Tok und MdL Erwin Köhler, dass auch sie sich für bestmögliche Sicherheitsstandards einsetzen. Zudem begrüßen sie die Ankündigung der BGZ, bei der verlängerten Zwischenlagerung auf die Beteiligung der Öffentlichkeit zu setzen. Die Bürgermeister der beiden Standortgemeinden wiesen auf den Informationsbedarf der Bevölkerung hin, den die BGZ durch einen regelmäßigen Dialog vor Ort erfülle.

Hintergrund:

Die Aufbewahrung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigung für das Zwischenlager in Neckarwestheim läuft im Jahr 2046 aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig, da ein Endlagerstandort für hochradioaktive Abfälle erst Mitte dieses Jahrhunderts benannt werden soll. Dann wird es noch mehrere Jahrzehnte dauern, bis das Endlager errichtet ist und alle Behälter an dieses Endlager abgegeben werden können. Auf die verlängerte Zwischenlagerung bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung im Jahr 2017 vor und hat dazu ein Forschungsprogramm aufgelegt. Dieses ist unter https://bgz.de/forschungsprogramm/ abrufbar.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2024/12/kombrimiert-e1733314864497.png 766 648 Genevieve Mulack https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg Genevieve Mulack2024-12-04 13:18:562025-04-23 14:48:02Neckarwestheim: Landtagsabgeordnete besichtigen Brennelemente-Zwischenlager

Gericht bestätigt Aufbewahrungsgenehmigung für Jülicher Brennelemente

3. Dezember 2024/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
AHAUS – Das Oberverwaltungsgericht Münster hat Klagen gegen die Aufbewahrung der Jülicher Brennelemente im Zwischenlager Ahaus abgewiesen und eine Revision nicht zugelassen. Die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) plant, die Brennelemente in 152 CASTOR-Behältern per LKW nach Ahaus bringen zu lassen. Die dazu erforderliche atomrechtliche Beförderungsgenehmigung steht allerdings noch aus.

„Die BGZ kann die CASTOR-Behälter aus Jülich sicher im Zwischenlager Ahaus aufbewahren“, erklärt Dr. Matthias Heck, Bereichsleiter Genehmigungen bei der BGZ. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) habe dies bereits mit Erteilung der Aufbewahrungsgenehmigung im Jahr 2016 bestätigt. „Das Oberverwaltungsgericht Münster hat nun geurteilt, dass diese Genehmigung rechtmäßig ist.“
Im Zwischenlager Ahaus werden seit über 30 Jahren baugleiche Behälter des Typs THTR/AVR nach einem bewährten Konzept aufbewahrt. Im vergangenen Jahr hatte die BGZ die Annahme eines leeren CASTOR-Behälters aus Jülich erprobt. Dieser Probelauf verlief reibungslos, das haben unabhängige Sachverständige bestätigt.
Bevor die CASTOR-Behälter in das Zwischenlager Ahaus transportiert werden können, muss das BASE eine Beförderungsgenehmigung erteilen, die ein Logistikunternehmen im Auftrag der JEN beantragt hatte. Diese Genehmigung steht noch aus.

Hintergrund:
Das Zwischenlager in Jülich muss aufgrund einer Anordnung der NRW-Atomaufsicht geräumt werden. Die JEN verfolgt deshalb zwei Optionen: Den Bau eines neuen Zwischenlagers in Jülich und den Transport der Brennelemente in das Zwischenlager Ahaus. Die JEN entscheidet darüber, welche Option umgesetzt wird. Die BGZ bereitet sich auf eine mögliche Einlagerung vor, weil sie dazu vertraglich verpflichtet ist.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2024/12/BGZ_Ahaus_3514_393_low-scaled.jpg 2059 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2024-12-03 17:27:102025-04-23 14:47:19Gericht bestätigt Aufbewahrungsgenehmigung für Jülicher Brennelemente

Zwischenlager Ahaus: Leere Transportbehälter werden in den USA verwertet

2. Dezember 2024/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
AHAUS – 24 leere Transportbehälter, die für die Zwischenlagerung in Ahaus vorgesehen waren, werden nun bei einem Unternehmen in den USA verwertet. Die Behälter stammen aus der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in Frankreich.

„Es handelt sich um leere, nicht mehr benötigte und innen kontaminierte Behälter französischer Bauarten, mit denen ausgediente Brennelemente von Kernkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach La Hague in Frankreich transportiert wurden“, erläutert Dr. Matthias Heck, Bereichsleiter Genehmigungen bei der BGZ. Sie seien in den vergangenen Wochen von Frankreich in die USA transportiert worden und nun bei einem spezialisierten Recycling-Unternehmen angekommen. Dort werden die Behälter einzeln überprüft und dann nach und nach verwertet.
Dr. David Knollmann, BGZ-Pressesprecher für die Region Nordwest, ergänzt: „Die BGZ hatte bereits im Mai dieses Jahres in einer öffentlichen Dialogveranstaltung darüber informiert, dass als Alternative zur Zwischenlagerung in Ahaus eine Verwertung der Behälter im Ausland geprüft wird. Diese Option konnte nun realisiert werden.“
Die BGZ hat für die leeren Transportbehälter im Juni 2023 eine Aufbewahrungsgenehmigung beim Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) beantragt und wird den Antrag zurücknehmen, sobald die Verwertung in den USA abgeschlossen ist.

Hintergrund:
Ursprünglich hätten 152 Behälter mit mittelradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung in Frankreich nach Ahaus transportiert werden sollen. Deutschland und Frankreich einigten sich jedoch im Jahr 2021 darauf, diese Abfälle in La Hague zu belassen und stattdessen leere Transportbehälter in Ahaus aufzubewahren. Hier ist es nun gelungen, deren Verwertung in den USA zu vereinbaren.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2024/12/BGZ_Ahaus_3853_5135_low.jpg 1191 2000 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2024-12-02 13:43:542025-04-23 15:46:05Zwischenlager Ahaus: Leere Transportbehälter werden in den USA verwertet

Philippsburg: CASTOR-Behälter aus Frankreich im Zwischenlager eingetroffen

25. November 2024/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite
PHILIPPSBURG – Vier CASTOR-Behälter mit verglasten hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente in Frankreich sind in das Zwischenlager transportiert worden. Mit der sicheren Aufbewahrung dieser Abfälle bis zur Abgabe an ein Endlager setzt die BGZ ihren gesetzlichen Auftrag um. Die Sicherheit der Zwischenlagerung wurde zuvor umfassend überprüft und atomrechtlich genehmigt sowie zuletzt vom Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg bestätigt.

Der Transport der CASTOR-Behälter startete in der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague. Dort wurden die hochradioaktiven Abfälle, die bei der Wiederaufarbeitung von Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken angefallen sind, in Glas eingeschmolzen und in Edelstahlkokillen abgefüllt. Jeweils 28 dieser Kokillen wurden anschließend in CASTOR-Behälter des Typs HAW28M verladen. Dieser Behältertyp kam bereits 2020 bei der Rückführung verglaster hochradioaktiver Abfälle an den BGZ-Standort Biblis zum Einsatz.

Fachleute der BGZ werden die vier Behälter überprüfen und im Zwischenlager an das Behälterüberwachungssystem anschließen. Bei einem Probelauf im Herbst 2021 demonstrierte die BGZ die sichere Einlagerung bereits mit einem unbeladenen, baugleichen Behälter unter behördlicher Aufsicht.

„Mit der Einlagerung der vier Behälter im Zwischenlager endet ein umfangreiches Projekt, das mit intensiver Vorbereitung auf einem hohen Sicherheitsniveau verbunden war“, sagt Dr. Steffen Vonderau, Leiter des Zwischenlagers Philippsburg. „Ich bedanke mich bei allen Kolleg*innen und den beteiligten Institutionen, mit denen wir die Einlagerung vorbereitet haben“, so Dr. Vonderau.

Dass alle Sicherheitsanforderungen für die Aufbewahrung der Behälter erfüllt sind, hat die BGZ gegenüber dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) im Rahmen eines atomrechtlichen Genehmigungsverfahrens dargelegt und mit der Aufbewahrungsgenehmigung bestätigt bekommen. Mit der Ablehnung der Eilanträge gegen die Genehmigung zur Aufbewahrung der Kernbrennstoffe im Zwischenlager Philippsburg bestätigte zuletzt auch der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg das Konzept der Zwischenlagerung.

Hintergrund:
Bis 2005 wurden Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken zur Wiederaufarbeitung nach Großbritannien und Frankreich transportiert. Gemäß ihren vertraglichen Verpflichtungen müssen die Betreiber der Atomkraftwerke ihre noch im Ausland lagernden Wiederaufarbeitungsabfälle nach Deutschland zurückführen. Zur Rücknahme dieser Abfälle hat sich auch die Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich verpflichtet. Im Jahr 2015 haben Bund, Länder und AKW-Betreiber das Rückführungskonzept im Konsens beschlossen. Dieses sieht eine bundesweit ausgewogene Verteilung der Behälter vor. Damals sind vier Standorte für die Rückführung der Abfälle festgelegt worden: Biblis in Hessen, Brokdorf in Schleswig-Holstein, Isar in Bayern und Philippsburg in Baden-Württemberg. Diese Verteilung ist fair, denn sie orientiert sich am Verursacherprinzip. Nach Abschluss der Rückführung werden die hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung in den Bundesländern zwischengelagert, aus deren Atomkraftwerken anteilig die größte Menge an Kernbrennstoff zur Wiederaufarbeitung ins Ausland verbracht wurde.

Die BGZ hat von Beginn an proaktiv über die Rückführung informiert, unter anderem auch bei zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen in Philippsburg. Sie wird diese Kommunikation fortsetzen. Weitere Informationen finden sich auch hier: https://rueckfuehrung.bgz.de/

https://bgz.de/wp-content/uploads/2024/11/2024-11-25-BGZ_Philippsburg_Behaelter-eingelagert.jpg 2016 1512 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2024-11-25 14:33:082025-04-23 15:47:45Philippsburg: CASTOR-Behälter aus Frankreich im Zwischenlager eingetroffen

BGZ beantragt Umweltverträglichkeitsprüfung zur verlängerten Zwischenlagerung in Gorleben und lädt zum Dialog ein

25. November 2024/in Aktuelles, Pressemitteilung, Startseite, vZL
GORLEBEN – Die BGZ wird beim Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) beantragen, vorlaufend zum Genehmigungs­ver­fahren zur verlängerten Zwischenlagerung eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) einzuleiten. Dies wird die BGZ mit der Öffentlichkeit im Land­kreis Lüchow-Dannenberg erörtern.

Die Genehmi­gung für das Brennelement-Zwischenlager Gorle­ben (BZG) läuft im Jahr 2034 aus. Die BGZ plant, im Jahr 2026 den weiteren Verbleib der CASTOR-Behälter im BZG beim BASE zu beantragen. Damit startet formal das Genehmigungs­verfahren nach dem Atomgesetz. Stefan Weber leitet bei der BGZ die Abteilung Genehmi­gungen und erläutert: „Wir gehen davon aus, dass für das zu führende Genehmigungsverfahren eine UVP erforderlich ist und haben deshalb nun den Antrag gestellt.“

Weber erläutert, dass mit der UVP mögliche Umweltauswirkungen der verlängerten Zwischenlagerung geprüft werden. In dem gesetzlich festgelegten Verfahren wird zunächst der Untersuchungsrahmen für den UVP-Bericht festgelegt. Das BASE als zuständige Genehmigungsbehörde informiert die BGZ über den Inhalt, Umfang, die Detailtiefe und die zu verwendenden Methoden der Untersuchungen der UVP. Die BGZ muss dem BASE dabei auch darlegen, welche weiteren Änderungen am Standort gegebenenfalls geplant sind. In einer Besprechung des Untersuchungsrahmens (dem Scoping-Termin) unter Federführung des BASE werden dann Fachwissen und Kenntnisse von Sachverständigen, Umweltverbänden, Behörden oder sonstigen Dritten einbezogen. Anhand des dabei festgelegten Untersuchungsrahmens werden die Umweltuntersuchungen über eine Vegetationsperiode durch einen Fachplaner durchgeführt und dokumentiert.

Im weiteren Verlauf dieses Prozesses erhält die Öffentlichkeit die Möglichkeit durch das BASE, sich auf formalem Wege einzubringen. Sie kann die ausgelegten Unterlagen einsehen, sich zum Vorhaben äußern und an einem Erörterungstermin teilnehmen. Nach Auswertung des Erörterungstermins wird die UVP abgeschlossen. Die Ergebnisse werden dann in dem zu führenden Genehmigungsverfahren für die verlängerte Zwischenlagerung in Gorleben berücksichtigt.

Darüber hinaus wird die BGZ Anfang nächsten Jahres die Öffentlichkeit in einer Dialogveranstaltung im Landkreis Lüchow-Dannenberg über die Randbedingungen des sich an die UVP anschließenden Genehmigungsverfahrens informieren. Standortkommunikator Dr. Tristan Zielinski ergänzt: „Wir haben von Beginn an die Notwendigkeit einer verlängerten Zwischenlagerung mit der Öffentlichkeit in unterschiedlichen Formaten auch im Landkreis Lüchow-Dannenberg erörtert. So haben wir beispielsweise im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung unser Forschungsprogramm mit den Menschen aus der Region diskutiert. Daran werden wir weiter anknüpfen und den Termin für unsere Informationsveranstaltung frühzeitig bekannt geben.“

Hintergrund:
Die Aufbewahrung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigung für das Zwischenlager in Gorleben läuft im Jahr 2034 aus. Eine verlängerte Zwischenlagerung ist notwendig, da erst Mitte des Jahrhunderts ein Endlagerstandort benannt werden soll. Dann wird es noch mehrere Dekaden dauern, bis alle Behälter an dieses Endlager abgegeben sind. Auf die verlängerte Zwischenlagerung bereitet sich die BGZ seit ihrer Gründung im Jahr 2017 vor, unter anderem mit ihrem Forschungsprogramm. Dieses ist unter https://bgz.de/forschungsprogramm/ abrufbar.

https://bgz.de/wp-content/uploads/2024/11/2024-11-25-BGZ-beantragt-Umweltvertraeglichkeitspruefung-zur-verlaengerten-Zwischenlagerung-in-Gorleben-und-laedt-zum-Dialog-ein-scaled.jpg 1707 2560 David Knollmann https://bgz.de/wp-content/uploads/2021/10/RZ_BGZ_Logo_RGB_4.svg David Knollmann2024-11-25 10:44:232025-04-23 15:48:48BGZ beantragt Umweltverträglichkeitsprüfung zur verlängerten Zwischenlagerung in Gorleben und lädt zum Dialog ein
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News / Pressemitteilungen

  • Broschüre: Verlängerte Zwischenlagerung kurz und knapp 14. Juli 2026
  • Arbeitskreis Wesermarsch besichtigt BGZ-Zwischenlager 13. Juli 2026
  • BGZ stellt Antrag für die verlängerte Zwischenlagerung in Gorleben 29. Juni 2026
  • Rückführung radioaktiver Abfälle aus dem Ausland abgeschlossen 25. Juni 2026
  • BGZ beantragt Aufbewahrungsgenehmigung für weitere 20 Jahre 22. Juni 2026
  • Austausch von Industrie und Wissenschaft in Garching 17. Juni 2026
  • Neue Geschäftsführerin bei der BGZ 29. Mai 2026
  • Grohnde: BGZ informiert zum Zwischenlager 27. Mai 2026
  • Verlängerte Zwischenlagerung: BGZ veranstaltet öffentliches Forum 22. Mai 2026
  • Rücknahme deutscher Abfälle aus England: Bürgerdialog am 3. Juni in Brokdorf 19. Mai 2026

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